16. Juni 2019 / 19:38 Uhr

VfL Wolfsburg: Brekalo hat Bock auf die U21-EM

VfL Wolfsburg: Brekalo hat Bock auf die U21-EM

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
<b>Josip Brekalo:</b> 10 Millionen Euro (- 2 Millionen Euro, - 16,7 Prozent)
Freut sich auf die U21-EM: VfL-Kroate Josip Brekalo. © imago/Uwe Kraft
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Hat der VfL bald wieder zwei U21-EM-Helden in seinem Kader? Maximilian Arnold und Yannick Gerhardt hatten mit der deutschen U21-Nationalelf im Sommer 2017 den Titel geholt. Jetzt wollen Josip Brekalo (Kroatien) und Felix Uduokhai (Deutschland) in ihre Fußstapfen treten. Brekalo ist bei den Kroaten bei der Endrunde in Italien und San Marino  gesetzt. „Ich habe Bock auf Fußball, ich habe Bock auf diese EM“, sagt der VfL-Dribbler voller Selbstbewusstsein.

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In den vergangenen Tagen hatte Wolfsburgs Nummer 7 noch zwei Länderspiele für die A-Elf der Kroaten bestritten, aber Müdigkeit habe sich bei ihm nicht breit gemacht, sagt Brekalo. Ganz im Gegenteil: „Jetzt bin ich noch motivierter, ich freue mich auf dieses Turnier, wir wollen etwas Gutes erreichen...“ Etwas Gutes erreichen – das heißt für den 20-Jährigen das Überstehen der Gruppenphase, was gleichwohl kein Spaziergang werde, wie der VfLer betont. Denn in der Gruppe C warten Rumänien (18. Juni, 18.30 Uhr), Frankreich (21. Juni, 21 Uhr) und England (24. Juni, 21 Uhr). Brekalo: „Alles gute Teams, auch die Rumänen, die in ihrer Gruppe Erster geworden waren – und über England und Frankreich muss man nicht viel sagen… Aber wir sind auch gut, wir wollen zeigen, dass wir eine gute Generation sind.“

Und mit dieser guten Generation will Brekalo ins Halbfinale stürmen, was wiederum die Qualifikation für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr in Tokio bedeuten würde. „Da dabei zu sein, ist ein großer Traum eines jeden Sportlers“, sagt der VfL-Profi. Aber: Zunächst einmal müsse dieser Schritt geschafft werden. „Die Spieler bei diesem Turnier jetzt sind alle gut, sie spielen alle bei guten Vereinen, haben alle gute Verträge. Jede der zwölf Mannschaften will weiterkommen.“

"Ich bin gut drauf"

Er selbst will bei den Kroaten vorangehen, will Verantwortung übernehmen. „Klar, ich bin A-Nationalspieler, das bedeutet, dass du mehr Gas geben musst als vielleicht andere. Aber ich kann das, ich bin gut drauf“, sagt Brekalo selbstbewusst. Beim VfL war er lange Zeit gesetzt, dann stellte Trainer Bruno Labbadia das System um – von 4-3-3 auf das 4-4-2 mit Raute, der Brekalo zum Opfer fiel, weil es laut Labbadia keine Position in dieser Aufstellung gab, die seinen Stärken entsprechen würde. Dennoch: Am Ende kam er auf 25 Bundesliga-Einsätze in der vergangenen Spielzeit – so viele wie er noch nie hatte in der Bundesliga. „Ich bin zufrieden mit meinem Jahr“, so Wolfsburgs Nummer 7. „Ich bin A-Nationalspieler geworden, habe auch gute Spiele für den VfL gemacht. Sicherlich hat nicht alles gut geklappt für mich. Aber wenn du mit 20 Jahren A-Nationalspieler wirst, heißt das, dass du gute Sachen gemacht hast.“

Maximilian Arnold und Yannick Gerhardt vom VfL Wolfsburg wurden im Sommer 2017 mit der deutschen U-21-Nationalelf Europameister. Hier sind die Jubelbilder des Duos.

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Doch Brekalo ist keiner, der jetzt ausführlich zurückschauen möchte: „Jetzt schaue ich nur auf diese EM.“ Auf die er so großen Bock hat...

Drei Wochen Urlaub für das Duo

Am Sonntagabend startete die U21-EM in Italien und San Marino. VfLer Felix Uduokhai legt mit Deutschland am Montagabend (21 Uhr, ARD) gegen Dänemark los. Der Innenverteidiger könnte nach starken Trainingseinheiten in der Vorbereitung in der Startelf stehen. Am Donnerstag (21 Uhr/ARD) geht’s gegen die starken Serben mit Luka Jovic, der gerade für 60 Millionen Euro von Frankfurt zu Real Madrid gewechselt ist. „Das wird sicher ein schweres Spiel für die Deutschen“, sagt Uduokhai-Teamkollege Josip Brekalo, der mit den Kroaten dabei ist. Als letzter Gegner von Titelträger Deutschland wartet am Sonntag (21 Uhr/ZDF) dann Österreich.

U21-EM: Das wurde aus den deutschen Europameistern von 2017

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Vor zwei Jahren wurde die deutsche U21-Nationalmannschaft in Polen Europameister. Aber wer war eigentlich dabei – und was wurde aus den DFB-Spielern, die den Titel damals nach Deutschland geholt haben? Der SPORTBUZZER klärt auf. ©

Sollten Uduokhai und Co. erneut den Titel holen, gibt’s 35.000 Euro Prämie pro Spieler, 2017 waren es noch 5000 Euro weniger. Übrigens: Je nachdem, wann für sie die EM beendet ist, dürfen Uduokhai und Brekalo drei Wochen Urlaub machen, bevor sie in Wolfsburg wieder ins Training einsteigen müssen.

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