14. Mai 2019 / 14:58 Uhr

VfL Wolfsburg: Bundestrainerin lässt Schults WM-Teilnahme offen

VfL Wolfsburg: Bundestrainerin lässt Schults WM-Teilnahme offen

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bundestrainerin Voss-Tecklenburg ließ die WM-Teilnahme von Almuth Schult (l.) offen
Bundestrainerin Voss-Tecklenburg ließ die WM-Teilnahme von Almuth Schult (l.) offen © Boris Baschin / dpa
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Bei der Nominierung des deutschen Kaders für die Frauen-WM 2019 in Frankreich war wie erwartet ein Wolfsburger Quartett dabei. Hinter Torfrau Almuth Schult steht aber nach wie vor ein Fragezeichen – und ein VfL-Neuzugang steht überraschend nicht im 23er Aufgebot.

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Das Aufgebot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Frankreich steht fest, wie erwartet nominierte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am Dienstag unter anderem die vier Wolfsburgerinnen Almuth Schult, Lena Goeßling, Sara Doorsoun und Alexandra Popp. Ob Schult aber wirklich bei der WM (7. Juni bis 7. Juli in Frankreich) im deutschen Tor stehen kann, bleibt weiter offen.

Seit der vergangenen Woche ist bekannt, dass Schult Probleme mit der Schulter hat. Welcher Art diese Probleme sind, haben bisher weder der VfL noch der DFB mitgeteilt. Es scheint aber ernst zu sein, denn auch Voss-Tecklenburg ließ bei der Kader-Bekanntgabe Schults WM-Teilnahme offen: „Wir werden gemeinsam diese Entscheidung treffen müssen, ob Almuth diese WM spielen kann oder nicht.“ Fallen soll diese Entscheidung während des DFB-Trainingslagers in Grassau vom 24. bis 31. Mai. „Wir müssen bei Almuth WM-Tauglichkeit haben“, so Voss-Tecklenburg weiter. „Die Verletzung muss so in Ordnung sein, dass sie 100-prozentig performen kann.“

Der deutsche WM-Kader für Frankreich 2019:

Dieses Team hat Trainerin Martina Voss-Tecklenburg für die WM in Frankreich nominiert. Zur Galerie
Dieses Team hat Trainerin Martina Voss-Tecklenburg für die WM in Frankreich nominiert. ©
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Seit dem Rücktritt von Nadine Angerer 2015 ist Schult die Nummer 1 im deutschen Tor, holte mit der DFB-Auswahl 2016 Olympia-Gold. In der Winterpause der abgelaufenen Saison hatte eine Masern-Infektion die Torhüterin außer Gefecht gesetzt, in der Rückrunde unterliefen ihr in den VfL-Spielen gegen Lyon und im DFB-Test gegen Japan ungewohnte Patzer. Voss-Tecklenburg hatte der Wolfsburgerin anschließend den Rücken gestärkt und deren Position als Nummer 1 bekräftigt. Sollte sie für die WM ausfallen, würde voraussichtlich ausgerechnet Schults langjährige VfL-Vertreterin Merle Frohms (seit 2018 beim SC Freiburg) das deutsche Tor hüten. Mit Laura Benkarth (Bayern) ist eine weitere erfahrene Torfrau dabei.

Mit Svenja Huth (Potsdam) gehört auch eine künftige Wolfsburgerin zum WM-Kader. Ihre Team-Kollegin Felicitas Rauch (wechselt zur neuen Saison ebenfalls nach Wolfsburg) steht dagegen überraschend nicht im 23er-Aufgebot, Leonie Maier (Bayern) erhielt den Vorzug.

Der Verzicht auf Rauch war die größte Überraschung bei der Bekanntgabe gestern in Frankfurt. „Diese Entscheidung ist tatsächlich erst am Sonntag gefallen“, so Voss-Tecklenburg und habe zu den schwersten bei dieser Nominierung gehört.

Rauch habe das aber „toll“ weggesteckt und gehört zu den fünf Backup-Spielerinnen, die mit ins Trainingslager fahren – für den Fall, dass auf Verletzungen reagiert werden muss. Rauchs Noch-Vereinskollegin Lisa Schmitz ist dabei die Backup-Torhüterin – für den Fall, dass Schult ausfällt.

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