03. Oktober 2017 / 15:16 Uhr

VfL Wolfsburg: Daniel Didavi fordert besseren Fußball

VfL Wolfsburg: Daniel Didavi fordert besseren Fußball

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daniel Didavi VfL Wolfsburg (2)
Fordert besseren Fußball: VfLer Daniel Didavi (l.).
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Drei Unentschieden fuhr der VfL unter Neu-Trainer Martin Schmidt ein - keine Niederlage, aber eben auch kein Sieg. Vor allem in Sachen Chancenverwertung tut sich der Wolfsburger Bundesligist wie schon in der Vorsaison schwer. Fußballerisch hat sich bei der Mannschaft noch nicht viel entwickelt, auch wenn die Tendenz unter dem Schweizer ein wenig nach oben zeigt. Der beste VfL-Scorer, Daniel Didavi, fordert daher besseren Fußball, mahnt aber gleichzeitig vor Panikmache.

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"Kein Spiel ist einfach", weiß der Spielmacher. "Viele Teams sind in der Bundesliga auf dem gleichen Stand. Von Platz sechs bis 18 ist es extrem eng. Aber es geht um die Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Die ist nicht gut genug." Drei der mageren sechs VfL-Tore erzielte Didavi selbst, ein weiteres bereitete er vor. Bei den Kollegen hapert es derzeit vor dem Kasten. "Wir spielen uns zu wenig große Chancen heraus, dann wird es schwer Tore zu schießen", bemängelt der 27-Jährige. Für das Herausspielen ist Didavi selbst aber mitverantwortlich. Allerdings passen die Abstimmung und die Laufwege meist nicht. Das wurde beim 1:1 gegen Mainz wieder deutlich. Allerdings, so sagt Didavi, gehe es mit Schmidt langsam bergauf. "Man kann uns viel vorwerfen, aber nicht, dass wir nicht genug laufen. Im fußballtaktischen Bereich kann man seit dem Trainerwechsel noch nicht viel erwarten, Das wird auch noch ein paar Wochen dauern. Aber vom Einsatz her, sieht man einen Unterschied", sagt der VfL-Profi.

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Als Altlasten möchte Didavi das Problem der Chancenkreierung und -verwertung nicht bezeichnen. Aber: "Es ist ja nicht so, dass man nach der Saison auf Neustart drückt. Dann wird das Publikum im Spiel irgendwann unruhig und wir sind verunsichert", erinnert sich Didavi ans Mainz-Spiel, in dem schon nach einer halben Stunde zum ersten Mal gepfiffen wurde. Aber der Kreativkopf stellt fest, dass es nicht nur den Wolfsburgern spielerisch schwerfällt. "In der Bundesliga ist der Fußball generell gerade nicht so gut. Da wird wenig gespielt, es gibt meist hohe Bälle. In Italien oder Spanien ist das anders", vergleicht Didavi und mahnt daher, jetzt nicht schon unruhig zu werden. "Nach drei Unentschieden zuletzt ist ja nicht alles schlecht. Da braucht noch keiner Panik zu machen. Zehn Mannschaften lieger im Moment nur drei Punkte auseinander. Dann müssten jetzt alle Panik haben", betont Wolfsburgs Nummer 11.

Klar ist: Der VfL braucht Punkte, so schnell als möglich. "Von außen wird oft kritisch auf Wolfsburg geschaut, stärker als bei anderen Mannschaften. Das müssen wir aber ausblenden. In der Vergangenheit wurde auch nicht alles richtig gemacht", sagt Didavi. Nicht nur deswegen, aber eben auch aus diesem Grund "darf man keine Wunderdinge erwarten". Dass möglicherweise eine zu große Erwartungshaltung die Spieler hemmen könnte, wies der Ex-Stuttgarter zurück. "Dieses Jahr wurden ja keine großen Töne gespruckt. Nach der letzten Saison war aber klar, dass wir nicht alle Gegner an die Wand spielen. Aber wir wollen besseren Fußball spielen", sagt der Spielmacher.

Der gebürtige Nürtinger Daniel Didavi begann seinen fußballerischen Werdegang im Verein seiner Geburtsstadt, fiel aber bei Jugendtagen des VfB Stuttgart positiv auf, sodass man den Deutsch-Beniner in der Jugendabteilung der Schwaben aufnahm. Zur Galerie
Der gebürtige Nürtinger Daniel Didavi begann seinen fußballerischen Werdegang im Verein seiner Geburtsstadt, fiel aber bei Jugendtagen des VfB Stuttgart positiv auf, sodass man den Deutsch-Beniner in der Jugendabteilung der Schwaben aufnahm. ©

Persönlich geht's Didavi in erster Linie um seine Gesundheit. "Das Knie sieht gut aus. Und ich will mich mit der Mannschaft spielerisch verbessern", sagt Didavi. In dieser Woche wird der Offensivmann aber erst mal ein wenig kürzertreten. Der Zeh, auf den der Wolfsburger im Frankfurt-Spiel einen Schlag bekommen hatte, bereitet weiterhin Probleme. "Ich wollte spielen und dem Team helfen. Aber es wird nicht besser. Jetzt habe ich in der Länderspielpause Zeit, das komplett wegzubekommen. Auf Dauer ist es nicht so schön, mit Schmerzen zu spielen", sagt der VfLer.