26. März 2018 / 14:34 Uhr

VfL Wolfsburg: Daniel Didavi muss auf dem Flügel ran

VfL Wolfsburg: Daniel Didavi muss auf dem Flügel ran

Pascal Mäkelburg
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Einer für außen beim VfL Wolfsburg: Daniel Didavi
Einer für außen beim VfL Wolfsburg: Daniel Didavi © Baschin
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Die Nummer 11 des VfL Wolfsburg fühlt sich eigentlich im Zentrum wohler - aber in Labbadias System wird er woanders gebraucht.

Daniel Didavi hat es momentan nicht einfach! Der Abstiegskampf gehört ja nun gar nicht zur Spezialität des VfL-Filigrantechnikers, noch dazu wurde er von Bruno Labbadia auf den Flügel verschoben. Doch der neue Trainer hat ein neues System – in das der 28-Jährige nun hineinfinden will.

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Schon im Bundesliga-Heimspiel gegen Schalke 04 hatte Labbadia bei Ballbesitz auf ein 4-3-3-System gesetzt. Beim Testspiel am Donnerstag bei Union Berlin testete er das System mit einem Sechser und zwei Achtern im Mittelfeld (was gegen den Ball wie ein 4-1-4-1 aussieht) wieder aus. Der Trainer verspricht sich dadurch Zweikampfstärke im Mittelfeld – und setzte dabei zuletzt mit Riechedly Bazoer, Maximilian Arnold und Josuha Guilavogui auf drei etatmäßige defensive Mittelfeldspieler.

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Da blieb kein zentraler Platz mehr für Didavi, der dadurch auf den Flügel ausweichen musste. „Es ist kein Geheimnis, dass ich mich im Zentrum am wohlsten fühle“, sagte Wolfsburgs Nummer 11. „Aber in unserer Situation müssen sich persönliche Schicksale ganz weit hinten anstellen. Das, was das Beste für das Team ist, muss jetzt im Vordergrund stehen.“ Ähnlich formulierte es Ignacio Camacho, der nach seiner schweren Verletzung auf dem Weg zurück ins Team ist: „Viel wichtiger als einzelne Personen ist , dass alle zu 100 Prozent das vertreten, was der Trainer im Vorfeld gesagt hat.“

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Den Profis ist anzumerken, dass ihnen der Abstiegskampf mental zusetzt. Auf sein Schicksal angesprochen, wirkt Didavi nicht gerade glücklich. „Die aktuelle Situation ist schwer für Kreativspieler wie mich. Im Abstiegskampf sind andere Tugenden gefragt“, sagte der Ex-Stuttgarter. Dennoch will er der Mannschaft bestmöglich helfen: „Vollkommen egal, auf welcher Position das ist. Wir brauchen Punkte. Und wenn letztlich elf Verteidiger auf dem Feld stehen – solange es erfolgreich ist und wir in der Liga bleiben, würde ich selbst das unterstützen!“