20. September 2019 / 12:38 Uhr

VfL Wolfsburg: Darum schimpfte Glasner bei der Tisserand-Verletzung mit dem Schiri

VfL Wolfsburg: Darum schimpfte Glasner bei der Tisserand-Verletzung mit dem Schiri

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wegen Tisserand: Glasner diskutiert mit dem Schiri.
Wegen Tisserand: Glasner diskutiert mit dem Schiri. © Roland Hermstein
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Es war der Aufreger im Europa-League-Spiel des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gegen den FC Olexandrija (3:1) - vor allem für VfL-Trainer Oliver Glasner: die Verletzung von Marcel Tisserand. Insbesondere das Verhalten von Schiedsrichter Halis Özkahya ärgerte den Coach. Für den Innenverteidiger gab's jetzt aber zumindest leichte Entwarnung.

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Für VfL-Trainer Oliver Glasner war es die ärgerlichste Szene beim 3:1-Sieg in der Europa League gegen den FC Olexandrija. Was war passiert? Es lief die 68. Minute, als Tisserand nach einem Freistoß mit dem Kopf zum Ball ging und von Pankiv mächtig abgeräumt wurde. Mit beiden Fäusten und dem Knie traf der Ukrainer den Wolfsburger. Benommen blieb der VfL-Innenverteidiger im Fünfmeterraum liegen, musste behandelt werden. Nach kurzer Pause versuchte es der Kongolese noch mal, doch es ging nicht mehr weiter. Dass der Unparteiische nicht eingeschritten ist und die Partie weiterlaufen ließ, verärgerte Glasner. "Wenn der Spieler kommt und andeutet, dass ihm schwindelig ist, muss der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen – das geht so nicht. Die Gesundheit des Spielers steht an erster Stelle. Da kann er nicht sagen: "Macht mal einfach.'"

Vor allem bei Kopfverletzungen dürften bei Glasner schnell die Alarmglocken schrillen. Denn der Österreicher selbst hatte seine Karriere einst wegen einer schweren Kopfverletzung beenden müssen. "Das hatte mit mir nichts zu tun", sagte der 45-Jährige zur Tisserand-Szene. "Wenn ich Angst habe, dass sich der Spieler das Knie verdreht hat oder wie letztens bei Xaver Schlager, dann ist es vor allem die Aufgabe des Schiedsrichters, das Spiel zu unterbrechen", betonte der Coach erneut und ergänzte: "Die Gesundheit ist das Wichtigste. Die habe ich in der Situation gefährdet gesehen und dann geht es schon mal mit mir durch."

VfL Wolfsburg: Die Tisserand-Verletzung gegen Olexandrija

Die 68. Minunte: Marcel Tisserand geht zum Kopfball hoch... Zur Galerie
Die 68. Minunte: Marcel Tisserand geht zum Kopfball hoch... ©
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Und Glasner erinnerte sich in diesem Zusammenhang an eine Szene aus den USA: "Ich habe eine wunderbare Aktion im Football gesehen, wo sich ein Spieler verletzt hat und sich die Spieler der gegnerischen Mannschaft um ihn gekümmert haben, weil es vor ihrer Bank war." Es müsse noch mehr auf die Gesundheit der Spieler geachtet werden. Aber auch sportlich passte Glasner die Entscheidung von Özkahya nicht. "Für mich war es ein Elfmeter, weil Marcel zuerst mit dem Kopf am Ball war. Das habe ich dem Schiedsrichter gesagt."

Immerhin: Über Nacht hat sich der Zustand Tisserands nicht verschlechtert. Am Samstag kann er wahrscheinlich schon wieder mit der Mannschaft trainieren. Sollte es für das Hoffenheim-Spiel am Montag (20.30 Uhr) nicht reichen, steht mit Jeffrey Bruma eine Alternative bereit. John Anthony Brooks fällt noch wegen eines Muskelfaserrisses im Adduktorenbereich aus. Der Niederländer hatte gegen Olexandrija eine solide Leistung gezeigt. "Es ist schwierig, wenn du nicht mit einer Einwechslung rechnest. Daher hat Jeff es gut weitergemacht", lobte Glasner.

Beim Training der Reservisten am Freitag nicht mit dabei war Elvis Rexhbecaj. Das VfL-Eigengewächs klagte über Unwohlsein.

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