02. Mai 2017 / 20:00 Uhr

VfL Wolfsburg: Das sagt Gustavo zu seinem Ausraster

VfL Wolfsburg: Das sagt Gustavo zu seinem Ausraster

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Spricht erstmals über seinen Ausraster: Luiz Gustavo.
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Das ging schnell: Am Samstagabend hatte Luiz Gustavo beim 0:6-Debakel des VfL gegen die Bayern nach Gelb-Rot komplett die Nerven verloren. Gestern beschäftigte sich nun – wie erwartet – das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit dem Ausraster des Wolfsburger Kapitäns – und entschied: Der Brasilianer des Fußball-Bundesligisten wird für kein weiteres Spiel gesperrt, er bekam jedoch eine Geldstrafe von 15.000 Euro verpasst. Nach dem Urteil sprach Gustavo erstmals über seinen Platzverweis und zeigte sich dabei reumütig. „Es tut mir leid für die Fans, für den Verein, für die Mitspieler und für den Trainerstab“, sagte der 29-Jährige.

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Zwölf Minuten vorm Ende war Gustavo nach einem taktischen Foul an Bayern-Europameister Renato Sanches vom Platz geflogen. Doch das wollte der ehemalige Nationalspieler nicht wahrhaben. Gustavo klatschte in Richtung Schiri Felix Zwayer höhnisch-aggressiv Beifall, und dann schien es so, als ob er Zwayer an den Kragen wollte. Erst die vehement einschreitenden Mitspieler konnten Schlimmeres verhindern. Schlimme Bilder, die Gustavo selbst im Fernsehen nicht sehen wollte. Stattdessen bedankte er sich dafür, dass Maxi Arnold und Co. ihn in dieser Szene packten und zurückhielten. „Ich habe nur ein Foto von der Aktion gesehen und war geschockt. Ich bin explodiert, aber diese Sache war eine Lehre für mich“, versichert Gustavo. „Leider konnte ich mich in dem Moment nicht kontrollieren.“ Achtmal ist er jetzt vom Platz geflogen, zusammen mit dem Ex-Leverkusener Jens Nowotny ist er der Platzverweis-König.

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Was ihn ärgert, ist, dass Zweikämpfe bei ihm so schnell geahndet werden, bei Bayern-Spielern sei das nicht so. „Ich bin in meiner Zeit bei den Bayern nicht vom Platz geflogen – obwohl ich nicht anders gespielt habe“, ärgert sich der VfL-Kapitän und verspricht, sich in Zukunft gegenüber den Schiedsrichtern zurückzuhalten. Heißt: Er diskutiert nicht mehr mit den Schiris? Gustavo sagt schmunzelnd: „Das schaffe ich nicht... Ich weiß, dass ich kein lieber Typ bin, aber ich versuche so normal wie möglich mit ihnen zu reden.“ Er müsse für sich da eine Lösung finden, damit es nicht erneut solch einen Ausraster gibt.

Übrigens: Am Samstag, wenn der VfL in Frankfurt spielt, wird Stürmer Mario Gomez die Kapitänsbinde der Wolfsburger tragen.