23. Mai 2018 / 13:55 Uhr

VfL Wolfsburg: Das Ziel von Bruma bleibt Europa

VfL Wolfsburg: Das Ziel von Bruma bleibt Europa

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ich hoffe auf ein besseres Jahr: Wolfsburgs Jeffrey Bruma.
"Ich hoffe auf ein besseres Jahr": Wolfsburgs Jeffrey Bruma. © imago/Hübner
Anzeige

"Wir dürfen darüber natürlich nicht reden, wir haben zwei Jahre in der Relegation gespielt", sagt Jeffrey Bruma vom VfL Wolfsburg. Doch für ihn persönlich kann das nicht der Anspruch des Klubs sein. 

So hatte Jeffrey Bruma sich das natürlich nicht gedacht, als er 2016 vom niederländischen Meister PSV Eindhoven zum VfL Wolfsburg gewechselt war. Aber wer hatte das schon. Das zweite Jahre in Folge schon schloss der Klub die Saison in der Relegation ab – wenn auch mit Happy End. Dass es überhaupt so weit kam, daran hatte auch der Niederländer seinen Anteil – beziehungsweise seine schlimme Verletzung.

Anzeige

Neun Monate hatte er wegen eines Knorpelschadens aussetzen müssen, es war die schwerste Zeit seiner Karriere. Und auch dem VfL schmerzte sein Ausfall sichtlich. „Es war schwierig mit der ersten schweren Verletzung, die ich hier hatte – aber es läuft nicht immer alles wie geplant“, sagt Bruma, der in dieser Saison gerade mal auf elf Liga-Einsätze kam, „aber damit muss man umgehen können, auch wenn das vom Kopf nicht immer einfach ist.“

"Keiner hat an uns geglaubt"

Apropos Kopfsache. Durch die beiden Siege in der Relegation gegen Holstein Kiel sei zwar alles noch mal soeben gut gegangen. Doch gerade nach der 1:3-Pleite gegen den Hamburger SV am 32. Bundesliga-Spieltag „gab es für uns sehr viel Stress, keiner hat an uns geglaubt“, erinnert sich Bruma. Vergangenheit. Fest steht für den 26-Jährigen jedenfalls, dass er „so ein Jahr nicht noch einmal spielen möchte“.

Die Wölfe in Noten: Die Einzelkritik zum Spiel gegen Holstein Kiel

<b>Koen Casteels:</b> Im ersten Durchgang bis auf ein, zwei Kieler Versuche kaum ernsthaft gefordert. Musste dann, zu Beginn der zweiten Hälfte (47. Minute), aber gleich mal richtig eingreifen, als er gegen Seydel aus kurzer Distanz das 0:0 mit einem starken Reflex rettete. Sonst wie immer: Wolfsburger Ruhepol. Note: 2 Zur Galerie
Koen Casteels: Im ersten Durchgang bis auf ein, zwei Kieler Versuche kaum ernsthaft gefordert. Musste dann, zu Beginn der zweiten Hälfte (47. Minute), aber gleich mal richtig eingreifen, als er gegen Seydel aus kurzer Distanz das 0:0 mit einem starken Reflex rettete. Sonst wie immer: Wolfsburger Ruhepol. Note: 2 ©

Denn, wie er schon im SPORTBUZZER-Interview nach der Hinserie erklärt hat („Schalke ist nicht besser als Wolfsburg“), sei der VfL ein Klub, „der mit den Möglichkeiten eigentlich nach Europa gehört“, so Bruma, „das wissen wir glaube ich alle, von den Namen her und vom Budget her – aber darüber dürfen wir jetzt natürlich nicht reden, wir haben zwei Jahre in der Relegation gespielt.“ Was ihn aber nicht daran hindert, es trotzdem nach wie vor als sein persönliches Ziel auszugeben. „Ob wir das dann auch hinkriegen, wird man sehen.“

Anzeige

Der VfL als ein Team

Dafür fordert der als Abwehrchef verpflichtete Innenverteidiger, dass der gesamte Verein künftig als ein Team auftreten muss. „Von der Mannschaft bis nach oben, zur Führung, muss es einfach besser gemacht werden“, sagt er. Fünf Trainer hat er in seinen zwei Saisons erlebt. „Wir brauchen Stabilität, Souveränität und eine klare Struktur. Dann kann man Spieler kaufen, die zu Wolfsburg passen. Dann können wir sehr viel erreichen. Und dann müssen wir auch nicht über die Relegation reden.“

Bruma selbst, der noch drei Jahre Vertrag beim VfL hat, will im Juli, "wenn wir etwas Neues anfangen können", wieder voll angreifen. „Ich will erstmal fit werden – und vor allem fit bleiben, mal eine ganze Saison durchspielen, um mein altes Niveau zu erreichen.“ Doch jetzt stehen erstmal zwei Wochen Urlaub an. Ziel: Mykonos, Europa...

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis