03. März 2019 / 18:02 Uhr

VfL Wolfsburg: Der "Chemie"-Spruch tut Schmadtke leid

VfL Wolfsburg: Der "Chemie"-Spruch tut Schmadtke leid

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Jörg Schmadtke (r) sprach über Bruno Labbadia
Jörg Schmadtke (r) sprach über Bruno Labbadia © Roland Hermstein
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Wie geht es mit dem VfL Wolfsburg und Trainer Bruno Labbadia weiter? Vor dem Spiel gegen Werder Bremen äußerten sich beide vor dem Sky-Mikrofon. Inhaltlich gab es dabei nichts Neues - Manager Jörg Schmadtke gab allerdings einen "taktischen" Fehler zu.

Manchmal stimme die Chemie einfach nicht - dieser eher allgemein gemeinte Satz von Jörg Schmadtke über das Verhältnis von Manager zu Trainer hatte in der vergangenen Woche die Diskussion um die Zukunft von Bruno Labbadia beim VfL Wolfsburg weiter befeuert. Der Vertrag des Trainers läuft am Saisonende aus, über eine Verlängerung wurde noch nicht geredet, die Zeichen stehen auf Trennung. Zum Satz mit der Chemie sagte Schmadtke. "Das tut mir leid, da hätte man anders handeln können." Grundsätzlich sei die Aussage dahinter aber richtig. Man müsse nicht miteinander befreundet sein, um erfolgreich arbeiten zu können. "Manchmal hätte man das gern anders, aber dann leben wir eben doch wieder in der Welt der elf Freunde".

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Die Karriere von Bruno Labbadia

Bruno Labbadias Karriere in Bildern Zur Galerie
Bruno Labbadias Karriere in Bildern ©

Mit Labbadia, so betonte er vor dem Spiel gegen Bremen erneut, sei er "bei den Sachthemen in einem guten Austausch, das private Binnenverhältnis spielt da keine Rolle für die tägliche Arbeit". Man sei auch "diese Woche ganz normal miteinander umgegangen". Am sportlichen Erfolg habe das Trainerteam "großen Anteil", aber: "Wir haben nicht die aktuelle Situation zu beurteilen, wir müssen die Zukunft besprechen." Das werde man tun und dann sehen, ob es die nötigen "Schnittmengen" gibt. Und falls nicht, müsse man eben trotz des Erfolgs "Veränderungen herbeiführen". Denn: "Wir haben die Aufgabe, die Zukunft zu besprechen, um zu schauen, ob die Gedankengänge übereinstimmen - und daraus können wir dann Handlungen ableiten."

Labbadia weiß nicht, wo sein Weg hin geht

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Rückendeckung für Schmadtkes Zeitplan in Sachen Trainer gab es von Sky-Experte Didi Hamann: "Der VfL muss sich fragen, ob Labbadia der richtige Trainer ist, um den nächsten Schritt nach vorn zu gehen. Ist dem nicht so, halte ich nichts davon, jetzt einen Schnellschuss zu machen." Bruno Labbadia selbst machte derweil noch einmal klar, dass auch er selbst noch nicht weiß, ob er beim VfL bleiben möchte: "Wir haben immer klar gemacht, dass wir uns im April zusammensetzen. Dann werde ich selbst sehen: Wo geht mein Weg hin?"