01. Juli 2018 / 18:25 Uhr

VfL Wolfsburg: Deshalb wollte Trainer Labbadia in diesem Sommer kein Trainingslager

VfL Wolfsburg: Deshalb wollte Trainer Labbadia in diesem Sommer kein Trainingslager

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg, SPORT, VfL-Center, Fußball-Bundesliga, Trainingsstart VfL Wolfsburg, Saison 2018/19, Saisonauftakt, 01.07.2018,
Kein Trainingslager: Die VfL-Profis schwitzen in diesem Sommer auf dem Trainingsplatz in Wolfsburg. © Boris Baschin
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In den vergangenen Jahren war der VfL im Sommer fast immer zweimal im Trainingslager, diesmal jedoch bleibt der Fußball-Bundesligist in Wolfsburg. Beim Auftakt der Vorbereitung am Sonntag erklärte Trainer Bruno Labbadia, warum sich der Klub für diese Variante entschieden hat.

VfL-Retter Labbadia stand auf der Dachterrasse des VfL-Centers, als er sich die Frage stellte: "Müssen wir in der Vorbereitung eigentlich wegfahren?" Es dauerte nicht lange, bis er zu dem Entschluss kam, doch lieber "die Gegebenheiten hier" nutzen zu wollen. Allerdings: Weniger anstrengend wird's für Maximilian Arnold und Co. deshalb in dieser Vorbereitung nicht.

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Denn Labbadia plant eine oder zwei "Intensivwochen" für die Vorbereitung. Was sich dahinter verbirgt, beschrieb der 52-Jährige so: "In diesen Wochen kommen wir morgens früh zusammen und gehen erst abends auseinander. Mit der Begründung, dass die Spieler abends in ein schönes Restaurant oder in den Biergarten gehen können. Das gehört auch dazu, um ein gutes Gefühl zu haben." Solche Tage sollen auch dem Teambuilding helfen. Nach dem Klassenerhalt hatte der VfL-Trainer verstärkt davon gesprochen, dass gerade in diesem Bereich viel mehr gemacht werden müsse im Klub. Rahmen seien dafür geschaffen worden, fügte der Trainer hinzu.

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<b>Tor:</b> Max Grün (31) ist nach fünf Jahren beim VfL Wolfsburg seit dem 1. Juli vereinslos. Der Schlussmann war einst mehrere Jahre Stammkeeper bei Greuther Fürth (2009 bis 2013). Zur Galerie
Tor: Max Grün (31) ist nach fünf Jahren beim VfL Wolfsburg seit dem 1. Juli vereinslos. Der Schlussmann war einst mehrere Jahre Stammkeeper bei Greuther Fürth (2009 bis 2013). ©

Priorität hat natürlich die schweißtreibende Arbeit auf dem Platz. Und auf dem Hügel der Leiden (hat zwei Rampen für Sprints, die Treppenstufen sind bis zu 50 Zentimeter hoch), den VfL-Meistertrainer Felix Magath bauen ließ. Viele seiner Nachfolger hatten den Hügel jedoch nicht für ihre Trainingsarbeit gebraucht, unter Labbadia-Vorgänger Martin Schmidt wurde er ab und an wieder genutzt, auch Labbadia wird das tun. Der Trainer: "Wir wollen in der Vorbereitung an der Dynamik arbeiten, an schnellen Dingen. Es geht ja nicht nur darum, Spieler zu quälen, sondern Dinge vorzubereiten. Der Hügel, aber auch die Plätze, die wir haben, sind fantastisch." Es passe diesmal einfach besser, nicht wegzufahren. "Kann sein, dass wir es nächstes Mal wieder anders machen und wegfahren", sagte Labbadia. "Ich bin kein Freund davon, zweimal ins Trainingslager zu fahren. Es ist die schönste Jahreszeit, und du hängst drei Wochen im Hotel ab."