22. August 2018 / 23:00 Uhr

VfL Wolfsburg: Die Alternative zu Cornet heißt Radonjic

VfL Wolfsburg: Die Alternative zu Cornet heißt Radonjic

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein weiterer Kandidat beim VfL: Der Serbe Nemanja Radonjic spielt bei Roter Stern Belgrad. 
Ein weiterer Kandidat beim VfL: Der Serbe Nemanja Radonjic spielt bei Roter Stern Belgrad.  © Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved.
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Auf der Suche nach einem anderen Flügelspieler prüft der VfL Wolfsburg andere Optionen: WM-Teilnehmer Nemanja Radonjic von Roter Stern Belgrad ist im Visier – Manager Jörg Schmadtke kennt ihn bereits.

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Dass der VfL Wolfsburg seinen Kader noch ganz gern mit einem begabten Spieler aufpeppen würde, gilt inzwischen als gesichert. Sollte das Gesamtpaket, wie man heutzutage so schön sagt, passen, käme die offensive Flügelposition als letzte in Frage, auf der man noch nachbessern würde. Ein vielversprechender Kandidat wurde mit Maxwel Cornet von Olympique Lyon bereits auserkoren. Doch der 21-jährige Ivorer ist natürlich nicht die einzige Option, auf die sich die VfL-Verantwortlichen versteifen.

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Eine Alternative ist der Serbe Radonjic, ähnliches Alter (22), ähnliche Anlagen: Tempo, technisch stark, einer, der bei seinem Klub Roter Stern Belgrad den Unterschied ausmachen kann. Und damit eben genau dem Anforderungsprofil des VfL entspricht. „Wir setzen uns nur mit Spielern auseinander, die uns aus unserer Sicht sofort besser machen. Da haben wir zwei, drei Optionen, wo wir sagen: Wenn der kommt, den kannst du reinwerfen, der hilft der Mannschaft sofort weiter“, erläutert Sportdirektor Marcel Schäfer.

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Mit den Serben spielt Radonjic gerade in der Champions-League-Qualifikation, zuletzt am Dienstag beim 0:0 im Hinspiel gegen RB Salzburg, vor den Augen von VfL-Scouts. In den drei Runden zuvor hatte er bereits vier Tore in sechs Spielen erzielt.

Schmadtke kennt Radonjic

Auch VfL-Manager Jörg Schmadtke kennt den Spieler von europäischer Bühne. Als er in der Vorsaison mit Ex-Klub 1. FC Köln für die Europa League qualifiziert gewesen war, traf er in der Gruppenphase auf Belgrad. Radonjic, der im Hinspiel 73 Minuten in Köln auf dem Platz stand, stach insgesamt heraus. Der FC schied aus, Belgrad schaffte es noch eine Runde weiter.

Das sind die Tops und Flops aller Schmadtke-Transfers:

<b>Jörg Schmadtke</b> hat für Alemannia Aachen, Hannover 96 und den 1. FC Köln so einige Transfers über die Bühne gebracht.  Zur Galerie
Jörg Schmadtke hat für Alemannia Aachen, Hannover 96 und den 1. FC Köln so einige Transfers über die Bühne gebracht.  ©

Schmadtke hat den Spieler seitdem auf seiner Liste stehen – erst auf der mit dem Geißbock drauf, nun mit dem VfL-Logo. Übrigens: Auch an Cornet war er bereits in Kölner Funktion interessiert. Doch während sich die Verhandlungen mit Lyon gerade in Sachen Ablösesumme zäh gestalten – Wolfsburg will die geforderten 20 Millionen Euro nicht zahlen –, könnte es bei Radonjic ebenfalls schwer werden, einen Transfer zu realisieren. Klub und Spieler seien mit dem ebenfalls interessierten Klub Olympique Marseille schon sehr weit, auch der spanische Erstligist FC Sevilla hatte den fünfmaligen Nationalspieler, der bei der WM nur zu zwei Kurzeinsätzen gekommen war, auf seiner Liste.

"Das ist ja kein Wunschkonzert"

Hat Cornet also Priorität? Schäfer diplomatisch: „Das würde ich nicht sagen. Ich glaube, es wäre fahrlässig, sich heutzutage auf einen Spieler zu versteifen. Das ist ja kein Wunschkonzert.“ In dem Geschäft würde ein Transfer ja auch mal wegen Dingen nicht zustandekommen, die man gar nicht glauben könne, so der Sportdirektor: „Und wenn ein Transfer zwei Tage vor Ende der Frist scheitert, können wir nicht sagen: Wir gucken jetzt noch mal neu.“

VfL-Sonderheft 2018/19