27. November 2017 / 18:46 Uhr

VfL Wolfsburg: Die Rot-Sperre für Maxi Arnold und die Folgen

VfL Wolfsburg: Die Rot-Sperre für Maxi Arnold und die Folgen

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Maxi Arnold kassierte gegen den FC Augsburg eine umstrittene Rote Karte.
Wurde für ein Spiel gesperrt: Maxi Arnold (l.) vom VfL Wolfsburg.
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Seit dem Wochenende weiß man nun wirklich nicht mehr, was man vom VfL Wolfsburg unter Martin Schmidt bekommt. Erst waren es nur Unentschieden, dann ein Sieg – und jetzt auch eine Niederlage. Eine Konstante gab es beim Trainer allerdings immer: Er baute nie auf dieselbe Startelf. Das wird auch gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag so sein. Weil es nach dem Platzverweis von Maxi Arnold gar nicht möglich ist.

Am Montag flatterte die Sperre seitens des DFB rein: ein Spiel – das Mindeststrafmaß. Normalerweise wird eine Notbremse mit zwei Spielen Pause sanktioniert... VfL-Sportdirektor  Olaf Rebbe wollte am Montag nicht mehr dazu sagen, als dass er sich „mehr Fingerspitzengefühl“ bei der Entscheidung gewünscht hätte. „Für uns war das eine spielentscheidende Aktion.“

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Aber was bedeutet Arnolds Ausfall nun für Rotier-Spezialist Schmidt? Erst einmal: einen herben Verlust. Wenn Arnold fit ist, war er in der Mittelfeldzentrale bislang gesetzt. Erst an der Seite von Kapitän Ignacio Camacho. Nach dessen Ausfall dann neben Josuha Guilavogui. Wer darf nun an der Seite des Franzosen ran? Am nähesten an der Startelf dran war in den vergangenen Wochen Yannick Gerhardt, allerdings meistens auf anderen Posten – in der Außenverteidigung und zuletzt auch offensiv auf dem Flügel. Dass der Ex-Kölner die Rolle im Zentrum, seine selbsterklärte Lieblingsposition, gern ausfüllen würde, ist zwar bekannt, doch bislang sah das der Trainer noch immer anders.

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Dann gäbe es da noch Riechedly Bazoer. Der Niederländer war nach seinem Startlelfeinsatz am ersten Spieltag gegen Dortmund bis dato kaum noch ein Faktor, kommt seitdem auf insgesamt 54 Minuten Einsatzzeit. Rebbe sagt über den Sechser, der Anfang des Jahres für 12 Millionen Euro von Ajax Amsterdam kam: „Er ist im Training dabei, ist nah dran, gehört zum Kader. Letztlich ist das eine Frage für den Trainer.“

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Das sind die nächsten Gegner für den VfL Wolfsburg:

32. Spieltag: Samstag, 28. April (15.30 Uhr): VfL Wolfsburg - Hamburger SV. Zur Galerie
32. Spieltag: Samstag, 28. April (15.30 Uhr): VfL Wolfsburg - Hamburger SV. ©

Theoretisch wäre auch Eigengewächs Elvis Rexhbecaj ein Kandidat. „Er macht das im Training sehr gut, hat sich in den Vordergrund gespielt“, sagt Rebbe. Bis dato ist er unter Schmidt aber noch ohne Einsatz.

Schon eher Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf darf sich ein anderer machen: Felix Uduokhai. Der 20-Jährige ist nach seiner Kniereizung „wiederhergestellt“, wie Schmidt nach dem Augsburg-Spiel sagte. Für 20 Minuten hatte er ihn in die Partie geworfen, um „zu sehen, wie weit er ist“ – und den Test für gut befunden: „Als Felix reinkam hat man gesehen, dass er fit ist, er hat uns Stabilität gebracht.“ Löst er das Pärchen Robin Knoche/John Anthony Brooks nun wieder auf? Vor seiner Verletzung hatte sich Uduokhai – unter anderem als zweifacher Torschütze – eigentlich den Status als erster Verteidiger erarbeitet.

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Zumal Schmidt andeutete: „Ich wusste, dass wir mit Felix einen agilen, schnellen Spieler haben. Und man hat gesehen, dass Brooks sich nicht so wohl fühlt, wenn der Gegner mit Tempo kommt.“ Gladbach mit seinen quirligen Spielern wie Raffael, Hermann oder Hazard ist genau solch ein Gegner.