19. Februar 2021 / 23:28 Uhr

Wolfsburg-Doppelpacker Steffen: Wir sind nur ein Champions-League-Kandidat, wenn...

Wolfsburg-Doppelpacker Steffen: Wir sind nur ein Champions-League-Kandidat, wenn...

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Doppelpack: Wolfsburg Renato Steffen
Traf beim 3:0 des VfL Wolfsburg in Bielefeld doppelt: Renato Steffen. © Friso Gentsch/dpa
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Renato Steffen ist mit seinen 1,70 Meter einer der kleinsten Spieler im Kader des VfL Wolfsburg, aber beim 3:0 am Freitagabend bei Arminia Bielefeld spielte der Flügelkämpfer groß auf.

Freitagabend, wenn auf dem Fußballplatz das Licht angeht – dann ist der VfL Wolfsburg hellwach. Drittes Freitagsspiel der Saison, dritter Sieg – zurück auf Platz drei. Und auf dem wird der VfL auch am Ende des Spieltags stehen, wenn Frankfurt gegen die Bayern nicht klar gewinnt. Und langsam gehen die Wolfsburger das Thema Champions League auch verbal etwas offensiver an.

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Kurios: Freitags trifft der VfL stets im Doppelpack. Sowohl gegen Werder Bremen als auch gegen Frankfurt hatten die Niedersachsen gewonnen. Zweimal strahlte dabei Wout Weghorst, der sowohl beim 5:3 gegen Werder als auch beim 2:1 gegen die Eintracht doppelt traf. Auf der Alm übernahm der Schweizer Renato Steffen die Doppelpacker-Rolle vom Niederländer, der allerdings an der Entstehung aller Tore beteiligt war. Mit fünf Treffern und vier Vorlagen ist Steffen nun zugleich zweitbester Torschütze und zweitbester Scorer der Wolfsburger.

<b>Koen Casteels</b>: Wurde wenig bis gar nicht gebraucht – und wenn doch, war er da. Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Wurde wenig bis gar nicht gebraucht – und wenn doch, war er da. Note: 3 ©

Der Doppel-Torschütze wusste: „Es war mein dritter Doppelpack in der Bundesliga. Freut mich, dass es diesmal mit den Füßen geklappt hat“, so der zwar eher kleine, aber kopfballstarke Allrounder bei DAZN. Das Thema Champions League bleibt ein nachgefragtes – Steffen sagte: „Es läuft ganz gut, aber wir haben erst den 22. Spieltag, da haben wir noch einiges vor der Brust. Wir sind nur ein Champions-League-Kandidat, wenn wir weiter konzentriert bleiben und nicht denken, es läuft von allein. Genauso sind wir heute auch ins Spiel gegangen.“ Aber er fügte hinzu: „Wenn wir das machen, dann bleiben wir auch da vorne, und das ist auch unser Ziel, das geht nur über harte Arbeit, wie wir es bis jetzt gemacht haben.“ Gehe das so weiter, sei er „überzeugt, dass es eine sehr schöne Saison werden kann“.

Maximilian Arnold, der „froh“ war, „dass ich endlich wieder getroffen habe“, sah es ähnlich: „Wir haben noch einiges vor der Brust, wir gehen einfach von Spiel zu Spiel, und ich denke, wenn wir noch mehr solche Spiele gewinnen, klar, warum soll es dann nicht reichen?“ Mit der Partie in Bielefeld endete für den VfL das stete Wechselspiel der Ansetzung. Es war nicht nur das letzte Freitags-Bundesliga-Spiel der Saison für das Team von Trainer Oliver Glasner, sondern: Jetzt wird es klassisch. Der VfL bestreitet die kommenden sechs Liga-Partien an Samstagen.

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Ein Freitags-Vorteil fällt damit weg, wie der Coach fröhlich anmerkte: „Es lohnt sich, alles rauszuhauen an einem Freitagabend, denn wenn du dann einen Sieg holst, ist es ein wunderbares Wochenende. Genauso ist es jetzt gekommen. Sonntag und Montag haben die Jungs frei, das haben sie sich auch verdient.“ Er fand: „Wir haben es sehr, sehr gut gemacht, kaum Standardsituationen zugelassen, es war ein sehr reifer, kontrollierter Auftritt.“ Zum Thema Champions League blieb er wie stets zurückhaltend: „Wir haben noch genügend Aufgaben vor uns, die es zu bewältigen gibt, dann schauen wir, was Ende Mai dabei rauskommt.“ Und er brach abermals eine Lanze für Arnold, der auf die Berufung zu einem zweiten Länderspiel hofft. Glasner: „Er hätte die EM-Teilnahme verdient.“

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