27. Dezember 2017 / 14:41 Uhr

VfL Wolfsburg: Drei Trainer in einem Jahr gab's noch nie...

VfL Wolfsburg: Drei Trainer in einem Jahr gab's noch nie...

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Wechsel: Mitte September musste Andries Jonker (l.) beim VfL Wolfsburg gehen, Martin Schmidt übernahm.
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Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Doch dass der VfL dieses Sprichwort auch auf die Anzahl seiner Trainer bezieht, das hätte sich niemand von den Verantwortlichen vorab so gewünscht. Letztlich kam es aber genau so. Im Jahr 2017 hatte der Wolfsburger Fußball-Bundesligisten drei Coaches an der Seitenlinie – das gab’s beim VfL noch nie.

Vor allem in der vergangenen Saison bestimmten schwankende Leistungen das Wolfsburger  Geschäft. Lediglich einen Sieg feierte der VfL noch unter Ex-VfL-Trainer Dieter Hecking in den ersten sieben Ligaspielen – zu wenig für den damaligen Manager Klaus Allofs, der den Fußballlehrer entließ und daraufhin auf Valérien Ismaël setzte. Von der U 23 hoch zu den Profis, erst als Interimstrainer, dann als Chefcoach: Einen steilen Aufstieg hat der Deutsch-Franzose in Wolfsburg genommen. Doch so schnell es für ihn bergauf ging, so schnell ging es auch wieder abwärts.

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Nach drei Siegen aus vier Spielen hatte Allofs dem Trainer vollends das Vertrauen geschenkt. Er bekam einen Festvertrag bei den Profis. Mit dem 42-Jährigen ging’s ins neue Jahr. Lange hielt der Aufschwung aber nicht an: Nach der 1:2-Niederlage gegen Bremen musste Ismaël gehen. Er hatte nur eins seiner letzten sechs Partien mit Wolfsburg gewonnen. Sportdirektor Olaf Rebbe, der den inzwischen entlassenen Allofs beerbt hatte, entschied sich für ein Comeback von Andries Jonker. „Andries Jonker kennt den VfL und hielt auch nach seinem Wechsel nach London Kontakt zum Verein. Beides war mitentscheidend dafür, dass wir diese Top-Lösung realisieren konnten“, so Rebbe damals. Jonker arbeitete akribisch und war ein Taktik-Fuchs – ein Trainer der alten Schule. Mit ihm schaffte Wolfsburg in der Relegation den Klassenerhalt. Der Niederländer krempelte vieles um, wechselte fast den kompletten Betreuerstab aus – und musste Mitte September nach nur vier Spieltagen als erster Bundesliga-Trainer gehen.

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Martin Schmidt, ein paar Wochen zuvor in Mainz entlassen, übernahm. Mit dem Schweizer geht’s langsam bergauf, auch wenn die Konstanz noch fehlt. Auf ihm ruhen jetzt die Hoffnungen, dass der VfL 2018 etwas zur Ruhe kommt.

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