27. Dezember 2019 / 09:00 Uhr

Der Transfer des Jahres beim VfL Wolfsburg: Wie sich Schlager zum Top-Star entwickeln kann

Der Transfer des Jahres beim VfL Wolfsburg: Wie sich Schlager zum Top-Star entwickeln kann

Alexander Flohr
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Xaver Schlager freut sich über seinen ersten Treffer für den VfL.
Xaver Schlager freut sich über seinen ersten Treffer für den VfL. © Boris Baschin
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Bundesliga, Pokal, Europa: Der SPORTBUZZER resümiert das Jahr des VfL Wolfsburg. Im zweiten Teil der Serie beschäftigen wir uns mit dem Einkauf des Jahres, Xaver Schlager. 

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Er war erst wenige Tage beim VfL, als er im Sommer-Trainingslager des Fußball-Bundesligisten in Schladming (Österreich) vor den Journalisten direkt mal seine Ambitionen erläuterte. "Mein Traum ist es, irgendwann mal bei Arsenal zu spielen", sagte Xaver Schlager, der nur wenige Tage zuvor für etwa zwölf Millionen Euro von RB Salzburg gekommen war. Der 21-Jährige machte keinen Hehl daraus, dass der VfL eine Zwischenstation sein könnte - auf dem Weg zu seinem Lieblingsklub. Im Laufe der Hinrunde hat er gezeigt, dass er definitiv das Zeug für ein Top-Team in Europa hat. Deswegen ist Schlager unser Einkauf des Jahres.

Schlager war von Beginn seiner Zeit in Wolfsburg ausgerüstet mit Eigenschaften, die ihm den Einstieg in Deutschland erleichtern sollten. Da wäre zum Beispiel seine taktische Cleverness. In seiner in Salzburg hatte er den modernen Angriffsfußball bereits von der Jugend an verinnerlicht. Genau diesen Fußball fordert Trainer Oliver Glasner auch in Wolfsburg. "Es ist für mich keine große Umstellung", hatte Schlager schon kurz nach seinem Wechsel gesagt.

Die Transfers des VfL Wolfsburg im Sommer 2019

Fällt für mehrere Monate aus: Xaver Schlager. Foto: Erwin Scheriau/APA Zur Galerie
Fällt für mehrere Monate aus: Xaver Schlager. Foto: Erwin Scheriau/APA ©

Schlager hat besondere Fähigkeiten

Mit seinen 22 Jahren hat der Mittelfeldspieler etwas an sich, das nur wenige Profis in seinem Alter haben: Er bringt seine Ideen ins Spiel ein, drückt seinen Stempel auf - und bleibt dabei fast immer uneigennützig. Glasner lobte: "Mit ihm bekommt unser ganzes Spiele eine gewisse Dynamik nach vorn." Am 3. Spieltag gegen Paderborn (1:1) hatte Schlager allerdings einen Rückschlag erleben müssen. Nach nur elf Minuten brach er sich den Knöchel und riss sich die Syndesmosebänder.

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Kaum einer - nicht mal der VfL-Coach selbst - hatten an eine Rückkehr in diesem Jahr geglaubt. Doch Schlager arbeitete hart am Comeback, nur dreieinhalb Monate später stand er wieder auf dem Platz. Dass die Wolfsburger in den letzten drei Partien gegen Gladbach, Schalke und in München starke vier Punkte holen konnten, lag vor allem am Mittelfeldmotor. Schlager leitet den Spielaufbau, erkämpft sich Bälle zurück und rennt die Gegner immer wieder an - bis zur absoluten Erschöpfung.

Kurz: Mit Schlager haben die Wolfsburger einen Rohdiamanten in ihren Reihen. Er kann zur nächsten Konstante im VfL-Spiel neben Torhüter Koen Casteels, Kapitän Josuha Guilavogui, Mittelfeldspieler Maximilian Arnold und Stürmer Wout Weghorst werden. Und vielleicht klopft irgendwann auch mal der FC Arsenal an der Tür...

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