22. April 2019 / 22:27 Uhr

Chancenwucher pur: John Anthony Brooks erlöst Wolfsburg spät gegen Frankfurt

Chancenwucher pur: John Anthony Brooks erlöst Wolfsburg spät gegen Frankfurt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Später Jubel: John Anthony Brooks (l) erzielte den Ausgleich für den VfL erst kurz vor Schluss.
Später Jubel: John Anthony Brooks (l) erzielte den Ausgleich für den VfL erst kurz vor Schluss. © imago images / Jan Huebner
Anzeige

Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg haben sich am Montagabend leistungsgerecht unentschieden getrennt. Die "Wölfe" konnten den Führungstreffer von Frankfurts Jonathan de Guzmán erst kurz vor Schluss durch John Anthony Brooks ausgleichen. Bei Eintracht-Keeper Kevin Trapp überwog nach Abpfiff "natürlich die Enttäschung".

Anzeige
Anzeige

Eintracht Frankfurt hat vier Tage nach der Europa-League-Sternstunde gegen Benfica Lissabon Big Points im Kampf um die Champions-League-Qualifikation verpasst. Beim 1:1 (0:0) beim VfL Wolfsburg am Ostermontag festigten die Hessen aber immerhin Platz vier, obwohl John Anthony Brooks (90. Minute) verdientermaßen Jonathan de Guzmans Führung (78.) noch ausglich. Mit 53 Punkten hat die Mannschaft von Trainer Adi Hütter nun zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellenfünften Borussia Mönchengladbach. Die Eintracht hatte indes auch Glück und konnte sich bei ihrem starken Keeper Kevin Trapp bedanken, dass Wolfsburg nicht in Führung gegangen war.

Trapp: "Jetzt überwiegt die Enttäuschung"

"Jetzt überwiegt natürlich die Enttäuschung, weil wir das Gegentor so spät bekommen haben", sagte Trapp nach dem Spiel bei Eurosport. Nach dem Einzug ins Halbfinale der Europa League sei seine Mannschaft "natürlich auch müde" gewesen. Das erkannte auch Wolfsburgs Maximilian Arnold. "Ich glaube, Frankfurt war ziemlich kaputt." Es sei "ziemlich schade, dass wir nur unentschieden gespielt haben." Torschütze de Guzman sprach mit Blick auf die Frankfurter Königsklassen-Chance von einem "schweren Ritt". Er stellte fest: "Wir haben noch vier Endspiele."

Mehr zu Wolfsburg gegen Frankfurt

Die ebenfalls noch um die Europapokal-Plätze kämpfenden Niedersachsen vergaben zahlreiche Torschancen. Das Team von Trainer Bruno Labbadia bleibt mit vier Punkten Rückstand auf Rang sechs Tabellen-Neunter. Die von Hütter zum "Schlüsselspiel" ausgerufene Partie lief gerade einmal ein paar Sekunden, da musste Schiedsrichter Marco Fritz sie schon wieder unterbrechen. Aus Protest gegen Begegnungen am Montag hatten Frankfurter Fans bunte Kügelchen auf den Platz geworfen. Nach knapp drei Minuten ging es weiter, viele der insgesamt 26 012 Zuschauer schwiegen zunächst.

Die Wölfe in Noten: VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt

Pavao Pervan: Machte diesmal einen rundum sicheren Eindruck, sowohl am Fuß als auch auf der Linie, als er etwa in der 40. Minute glänzend bei einem Pacienca-Kopfball die Arme hochbekommt. Beim Gegentor machtlos. Note: 2 Zur Galerie
Pavao Pervan: Machte diesmal einen rundum sicheren Eindruck, sowohl am Fuß als auch auf der Linie, als er etwa in der 40. Minute glänzend bei einem Pacienca-Kopfball die Arme hochbekommt. Beim Gegentor machtlos. Note: 2 ©
Anzeige

Wolfsburg mit Chancenplus

Wout Weghorst ließ es zum ersten Mal ein wenig lauter werden und hätte fast für Torjubel gesorgt. Frankfurts Abwehrchef Makoto Hasebe rettete beim Schuss des Niederländers jedoch für seinen bereits geschlagenen Keeper Kevin Trapp (10.). Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne, leisteten sich jedoch in der Anfangsphase viele technische Ungenauigkeiten. Frankfurt lief die Niedersachsen früh an, setzte Wolfsburg damit zeitweise unter Druck, konnte sich aber zunächst keine klaren Torchancen erspielen. Bei den Gästen wurde Offensiv-Ass Ante Rebic bis zur 69. Minute geschont, zudem fehlte Gelson Fernandes gesperrt.

Wolfsburg war die gefährlichere Mannschaft. Trapp wehrte einen Schuss von Admir Mehmedi zur Ecke ab (34.) und verhinderte gegen Weghorst ganz stark den Rückstand (36.). Auf der Gegenseite verfehlte Rebic-Ersatz Gonçalo Paciência (34.) zunächst das Tor und scheiterte fünf Minuten vor der Pause mit einem Kopfball an VfL-Torwart Pavao Pervan, der für den verletzten Koen Casteels spielte.

25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde

Fjörtoft, Okocha, Boateng & Co. - 25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde.  Zur Galerie
Fjörtoft, Okocha, Boateng & Co. - 25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde.  ©

Brooks kontert Treffer von de Guzmán

Im fünftletzten Ligaspiel für Labbadia beim VfL hatten die Gastgeber wie schon in der ersten Hälfte auch im zweiten Durchgang die erste gute Chance. Nach einer Ecke landete ein Kopfball von Robin Knoche jedoch an der Latte (57.), sieben Minuten später traf Maximilian Arnold aus der Distanz den Pfosten. Gut möglich, dass Wolfsburg schon in dieser Woche Labbadias Nachfolger bekanntgibt. Als Favorit auf den Job gilt Oliver Glasner vom Linzer ASK.

Der VfL drängte auf die Führung, doch die Eintracht traf. Ein abgefälschter Ball sprang dem kurz zuvor eingewechselten de Guzman vor die Füße und der 31-Jährige schoss unbedrängt ein. Kurz vor Schluss sorgte Brooks dann freistehend für den Ausgleich.

ANZEIGE: Ab 15€ für dein #GABFAF Polo-Shirt! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt