06. Januar 2018 / 19:03 Uhr

VfL Wolfsburg: Elfer-Zoff zwischen Didavi und Dimata

VfL Wolfsburg: Elfer-Zoff zwischen Didavi und Dimata

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Szene aus dem Testspiel SG Dynamo gegen VfL Wolfsburg 5 (1)
Zoff um diesen Elfmeter: Paul Verhaegh war sicher vom Punkt. © Roland Hermstein
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Das hat beim Fußball-Bundesligisten ordentlich gekracht! In der Halbzeitpause auf dem Weg in die Kabine im Testspiel (2:1) zwischen dem VfL Wolfsburg und Dynamo Dresden gerieten Daniel Didavi und Nany Dimata aneinander. Der Grund: der wenige Minuten zuvor geschossene Elfmeter von Paul Verhaegh.

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Es lief die Nachspielzeit der ersten Hälfte, als der Unparteiische nach einem vermeintlichen Foul an Marvin Stefaniak auf Strafstoß entschied. Verhaegh - eingeteilt für die Aufgabe am Punkt - schnappte sich den Ball, legte ihn sich zu Recht. Dimata war damit nicht einverstanden, wollte den Strafstoß selbst schießen und somit sein zweites Tor des Tages erzielen. Didavi sagte dem Angreifer zusätzlich, dass Verhaegh den Elfer schießt. Nach längerer Diskussion mit dem Kapitän akzeptierte der Belgier die Entscheidung, jubelte anschließend sogar mit dem Torschützen. Für Didavi war die Sache aber noch nicht erledigt. Auf dem Weg in die Kabine gerieten beide aneinander. "Der ist 20 Jahre alt und sagt mir, ich soll den Mund halten. Der hat in seinem ganzen Leben noch nicht ein Tor geschossen", pöbelte der Spielmacher, der von Verhaegh beruhigt wurde.

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Szene aus dem Testspiel SG Dynamo gegen VfL Wolfsburg 4 ©

Dimata blieb ruhig, ignorierte die Worte des Kollegen. "Dima wollte den Elfer schießen und Dida hat gesagt, den schießt der Paul. Nany hätte gern sein zweites Tor nachgelegt, aber da gibt es eine klare Rangordnung. Die Elfer waren zugeteilt", betont VfL-Trainer Martin Schmidt und wollte das Thema gleich im Keim ersticken. "Das ist nicht der Rede wert. Die haben sich in der Kabine abgeklatscht, so wie Männer das machen." Doch der Schweizer kann den Ehrgeiz seiner Schützlinge auch nachvollziehen. "Man sieht oft bei Topteams, dass einer dem anderen den Ball wegnimmt. Es sind viele Alphatiere auf dem Platz mit gewissen Eitelkeiten", so der 50-Jährige weiter. Teamkollege Josuha Guilavogui war überrascht. "Eigentlich können die Beiden gut miteiander. Wir machen uns keine Sorgen", sagte der Franzose und eränzte: "Beide wollen Tore machen, das ist auch wichtig für uns. Ich kann Nany verstehen. Er ist ein junger Spieler, er will viel zeigen."

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