08. Oktober 2021 / 17:42 Uhr

VfL Wolfsburg erlaubt 30.000 Zuschauer gegen Freiburg!

VfL Wolfsburg erlaubt 30.000 Zuschauer gegen Freiburg!

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Schritt zur Normalität: Der VfL Wolfsburg lässt gegen Freiburg 30.000 Fans in der VW-Arena zu, das freut auch Geschäftsführer Tim Schumacher.
Schritt zur Normalität: Der VfL Wolfsburg lässt gegen Freiburg 30.000 Fans in der VW-Arena zu, das freut auch Geschäftsführer Tim Schumacher. © Boris Baschin
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Ein weiterer Schritt zur Normalität: Der VfL Wolfsburg lässt beim nächsten Heimspiel gegen den SC Freiburg erstmals seit Pandemie-Beginn wieder 30.000 Zuschauer in die VW-Arena.

Der VfL lässt gegen den SC Freiburg 30.000 Zuschauer zu! Damit darf die VW-Arena am Samstag, 23. Oktober (15.30 Uhr), erstmals seit Pandemie-Beginn wieder voll ausgelastet werden. Möglich macht das eine Anpassung der niedersächsischen Landesverordnung - die bisher geltende Deckelung von 25.000 Besuchern wurde aufgehoben. Allerdings: Die 2G-Regelung gilt weiter, daran wird der Wolfsburger Fußball-Bundesligist wohl so schnell auch nichts ändern können.

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Über 19 Monate ist es her, dass der VfL zuletzt vor vollen Rängen hätte spielen können. Es war am 7. März des vergangenen Jahres, als die Wolfsburger RB Leipzig zu Gast hatten. Das torlose Unentschieden verfolgten 27.195 Besucherinnen und Besucher vor Ort. Fortan durften aufgrund der Corona-Pandemie entweder gar keine oder nur eine begrenzte Anzahl an Zuschauern dabei sein. Das ändert sich jetzt erstmals gegen Freiburg. "Wir sind froh, dass das Stadion wieder voll ausgelastet werden darf. Es ist ein weiterer Schritt zur Normalität. Wir hoffen, dass möglichst viele Zuschauer in die VW-Arena kommen", sagt VfL-Geschäftsführer Tim Schumacher.

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Wie viele Fans letztlich kommen, ist noch offen. Der Kartenvorverkauf startet am Montag, 11. Oktober, um 9.30 Uhr für Dauerkarten-Inhaber und Mitglieder. Ab dem 14. Oktober (9.30 Uhr) beginnt der freie Verkauf. Erfahrungsgemäß dürfte das Stadion gegen die Breisgauer aber nicht ausverkauft sein. Auch zuletzt, als gegen Bochum, Leipzig und Frankfurt nur ein Teil der Zuschauer zugelassen war, wurde das Kontingent nicht ausgeschöpft. Lediglich beim bisher letzten Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach waren beinahe alle Plätze vergeben. Dass die Fans noch zurückhaltend sind, könnte unter anderem daran liegen, dass einige VfL-Anhänger noch unsicher sind, ob der Besuch einer Großveranstaltung schon das richtige ist. Schumacher glaubt, "dass viele Fans nach und nach zurückkommen werden", gleichwohl werde es "sicherlich dauern, bis die Fans alle wieder da sind und sich an die neue Situation gewöhnt haben". Dass Plätze frei bleiben, erlebt gerade auch Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg.

Was auch dazu beiträgt: Sowohl die Grizzlys als auch der VfL setzen auf die 2G-Regelung, Zutritt in die Eishalle und die VW-Arena haben nur Geimpfte und Genesene. Diese Regel gilt Liga-weit sonst nur bei Bayer Leverkusen und beim 1. FC Köln. Zehn weitere Klubs arbeiten mit der 3G-Regel. So auch der kommende Wolfsburg-Gegner Union Berlin. Interessant: Die Eisernen verlosen ihre Tickets für das VfL-Spiel am 16. Oktober (15.30 Uhr) unter ihren Dauerkarten-Besitzern. Restkarten gehen an die Mitglieder. Gäste-Karten sind über den Wölfeshop erhältlich.

Wiederum andere Bundesligisten haben sich für spezielle Formen der 3G-Regel entschieden: Der FSV Mainz 05 setzt beispielsweise auf 2G*. Heißt: Drei Blöcke (1000 Plätze) sind für Getestete vorgesehen, dort sitzen die Zuschauer aber auf Abstand. Bei Greuther Fürth, Eintracht Frankfurt und bei Bayern München dürfen auch Fans in die Arena, die einen negativen PCR-Test vorweisen können. In Dortmund muss für Ungeimpfte und Nicht-Genesene ein Antigen-Schnelltest für den Stadionbesuch tagesaktuell sein.

Der VfL hingegen hält an den bisherigen Hygieneregeln fest. Die Wolfsburger planen also weiter mit 2G, "denn laut geltender niedersächsischer Landesverordnung sind nur bei dieser Regelung die entsprechenden Lockerungen sowie eine Stadion-Auslastung von 100 Prozent umsetzbar", betont der Geschäftsführer. Die aktuelle Verordnung gilt bis Anfang November. Ihre volle Stadion-Kapazität dürfen im Liga-Vergleich sonst nur drei weitere Vereine voll ausschöpfen: Bayern München, der 1. FC Köln und Greuther Fürth.


Für den Ablauf beim Freiburg-Spiel ändert sich für die VfL-Fans zumindest vorerst nichts. "Bei den Spielen gegen Gladbach und Sevilla haben wir ja auch schon auf 2G gesetzt", erinnert Schumacher. Da waren lediglich weniger Zuschauer zugelassen als in zwei Wochen gegen die Breisgauer. Was bleibt: Alle Fans bekommen weiterhin ein Zeitfenster zugeteilt, in dem sie das Stadion betreten müssen. Aktuell arbeitet der VfL intensiv daran, dass die Dauerkarten bald wieder aktiviert werden können. Dauerkarten-Inhaber werden zeitnah dazu informiert.