23. Mai 2020 / 21:01 Uhr

Klaus-Rot und Otavio-Verletzung: "Unser Kader ist schon sehr dezimiert..."

Klaus-Rot und Otavio-Verletzung: "Unser Kader ist schon sehr dezimiert..."

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Felix Klaus (Wolfsburg) sah nach diesem Foul Rot.
Felix Klaus (Wolfsburg) sah nach diesem Foul Rot. © Groothuis/Witters/Pool
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Der VfL Wolfsburg hat in den nächsten Spielen zwei Personal-Optionen weniger. Felix Klaus sah beim 0:2 gegen Borussia Dortmund Rot. Und Paulo Otavio fällt erst einmal verletzt aus.

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Kapitän Josuha Guilavogui und Mittelfeldmann Yannick Gerhardt fehlten ohnehin schon, jetzt hat der VfL Wolfsburg zwei weitere Ausfälle zu beklagen. Felix Klaus sah beim 0:2 gegen Borussia Dortmund Rot und muss jetzt mit einer Zwei-Spiele-Sperre rechnen. Und Paulo Otavio konnte wegen einer Sprunggelenkverletzung gar nicht erst dabei sein. Den Platzverweis für Klaus fand Trainer Oliver Glasner "sehr hart" - und wie lange Otavio ausfällt "wissen wir noch nicht ganz genau".

<b>Koen Casteels</b>: Da, wenn er gebraucht wurde, musste jedoch nie sein ganzes Können auspacken, beim Gegentor chancenlos. Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Da, wenn er gebraucht wurde, musste jedoch nie sein ganzes Können auspacken, beim Gegentor chancenlos. Note: 3 ©

Die Rote Karte gegen Klaus war umstritten. Erst nach Studium der Videobilder urteilte Schiedsrichter Daniel Siebert, dass der Tritt des Wolfsburgers in die Wade von Manuel Akanji doch schlimmer war, als es zunächst aussah. Selbst der Gefoulte merkte erst nach TV-Studium der Szene an: "Ich bin vor ihm am Ball, er steht hinten drauf, wenn man das jetzt so sieht, kann das schon eine Rote Karte sein." Aber der vom FC Arsenal umworbene Schweizer gab auch zu: "Im Spiel hatte ich nicht das Gefühl, dass er das mit Absicht macht, erst im Fernsehen sah das noch mal anders aus. Ich bin froh, dass ich so etwas nicht entscheiden muss..."

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BVB-Jubel vor leeren Rängen ©

Für VfL-Trainer Glasner hätte eine Karte mit einer anderen Farbe auch gereicht: "Im Spiel hat der Schiedsrichter zuerst auf Foul entschieden, nicht mal auf Gelb. Und deswegen finde ich den Sprung von nur Foul auf Rot schon sehr groß", so der Österreicher. "Felix kommt zu spät, klares Foul, er trifft Akanji, deshalb war es Gelb. Der Schiedsrichter hat jetzt so entschieden, das ist bitter – für Felix, aber auch für uns, weil unser Kader schon sehr dezimiert ist und Felix uns jetzt auch noch fehlt."

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Klaus war nur 18 Minuten auf dem Feld - er kam rein, weil Offensiv-Mann Renato Steffen wieder eine Außenverteidiger-Lücke stopfen musste. Die war auch deshalb entstanden, weil Paulo Otavio gar nicht erst auflief. Der Brasilianer hatte sich unter der Woche im Training eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen. "Ohne Fremdeinwirkung", erklärte Glasner. "Er wird noch mal genauer untersucht am Montag, aber es deutet daraufhin, dass er uns längere Zeit fehlen wird.“ Mit Otavio-Landsmann William (Kreuzbandriss) fällt ohnehin schon ein VfL-Außenverteidiger bis zum Saisonende aus.