02. Februar 2021 / 22:48 Uhr

Am Freitag beginnt für Wolfsburgs Fußballerinnen die Bayern-Jagd

Am Freitag beginnt für Wolfsburgs Fußballerinnen die Bayern-Jagd

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Potsdam vor Augen, Bayern im Sinn: Für den VfL (l. Lena Goeßling im Duell mit Turbines Karoline Schmidt) geht's am Freitag wieder los.
Potsdam vor Augen, Bayern im Sinn: Für den VfL (l. Lena Goeßling im Duell mit Turbines Karoline Schmidt) geht's am Freitag wieder los. © dpa / Frick
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Die Bundesliga der Frauen erwacht am Freitag aus ihrem Winterschlaf. Der VfL Wolfsburg spielt gegen Potsdam - und schaut als Jäger auf Tabellenführer Bayern München...

Am Freitag beginnt die Bayern-Jagd, die Frauen-Bundesliga beendet ihre Winterpause. Der VfL Wolfsburg macht den Auftakt, empfängt am Freitag (19.15 Uhr) Turbine Potsdam im AOK-Stadion. Eurosport überträgt live.

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"Die beiden Heimspiele gegen Potsdam und kommende Woche gegen Hoffenheim sind für mich erst einmal richtungsweisend", sagt Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen. Als Zweiter liegt Dauer-Meister Wolfsburg fünf Punkte hinter Dauer-Vizemeister Bayern, kann aus eigener Kraft den Titel nicht mehr verteidigen. Aber: "Wenn aus den beiden Spielen vor der Länderspielpause sechs Punkte herausspringen, dann gehen wir in einen heißen März mit vielen englischen Wochen, in denen viel passieren kann."

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Das direkte Duell in der Hinrunde hatte der VfL in München im November mit 1:4 verloren. "Danach waren wir gefühlt ein bisschen am Boden", gibt Kellermann zu. "Aber wir hatten uns dann vorgenommen, bis zur Winterpause nichts mehr liegenzulassen - und das haben wir geschafft. Jetzt müssen wir mit zwei weiteren Siegen zeigen: Wir sind noch dran, Bayern - wenn ihr nur einmal stolpert, ist es wieder richtig spannend."

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Verzichten muss der VfL zum Rückrunden-Start weiter auf seine Angreiferinnen Ewa Pajor (macht nach Knie-OP schon wieder große Teile des Mannschaftstrainings mit) und Pauline Bremer (Saison-Aus nach Kreuzbandriss). Alle anderen Spielerinnen sind fit, auch von Corona-Fällen blieben die VfL-Frauen im Gegensatz zu den beiden anderen Profisport-Teams in Wolfsburg bisher verschont. Kellermann: "Trotz Urlaub und Länderspielreisen hatten wir in der ganzen Zeit seit März keinen einzigen Fall. Wir hoffen natürlich, dass es so bleibt."

Dass VfL-Konkurrent Bayern vor der Länderspielpause Federn lässt, ist unwahrscheinlich - die Heimspiele gegen Meppen und Bremen sind eigentlich Selbstläufer. "Wenn uns etwas stoppen kann, dann wir selbst. Wir haben es in der Hand, aber wir dürfen gar nicht anfangen, jetzt schon ans Saisonende und den Titel zu denken. Wenn wir unser Ding durchziehen, liegt es nur an uns", so FCB-Nationalspielerin Sydney Lohmann im Merkur. Und: "Ein Fünf-Punkte-Vorsprung hat zwei Seiten: Zum einen gibt er einem Ruhe, aber man weiß auch, dass jeder Gegner einem ein Bein stellen will. Wolfsburg ist in der Position, dass sie nichts mehr zu verlieren haben. Und wir müssen den ersten Platz verteidigen..."