10. Januar 2022 / 19:34 Uhr

Wolfsburgs Fußballerinnen trainieren wieder, Doorsoun schon nicht mehr dabei

Wolfsburgs Fußballerinnen trainieren wieder, Doorsoun schon nicht mehr dabei

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Trainingsstart: Für die VfL-Frauen (l. Neuzugang Sveindis Jonsdottir) geht's wieder los - ohne Sara Doorsoun (u. r.), die vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt steht.
Trainingsstart: Für die VfL-Frauen (l. Neuzugang Sveindis Jonsdottir) geht's wieder los - ohne Sara Doorsoun (u. r.), die vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt steht. © VfL Wolfsburg
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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind ins neue Trainingsjahr gestartet. Nicht dabei: Nationalspielerin Sara Doorsoun, die vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt steht.

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg melden sich aus der Winterpause zurück: Am Montag bat Trainer Tommy Stroot am Elsterweg zur ersten Trainingseinheit im neuen Jahr. Die Vorfreude war nach rund drei Wochen Pause wieder groß. "Wir haben uns extrem darauf gefreut, weil wir durch die Doppelbelastung schon länger nicht mehr mit so einer großen Gruppe so intensiv trainieren konnten", sagt der 33-Jährige. Nicht dabei war Sara Doorsoun, die Nationalspielerin steht vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt, möglicherweise fällt da noch in dieser Woche eine Entscheidung.

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Auch ansonsten war die Trainingsgruppe nicht ganz vollständig, da einige Spielerinnen noch individuelle Leistungstests nachholen - unter anderem Alexandra Popp, die nach mehrmonatiger Verletzungspause vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining steht. Und erst durch diese Testungen lässt sich die Belastung für die kommenden Wochen bestimmen. Bereits in der vergangenen Woche fanden unter anderem Laktattests statt. "Wir haben dort gute Ergebnisse gesehen", so Stroot, der lobt: "Das ist ein sehr positives Zeichen, da wir uns auch da weiterentwickelt haben. Darauf lässt sich eine gute Vorbereitung aufbauen."

Wegen der Corona-Lage in Portugal hatte der VfL das ursprünglich geplante Trainingslager an der Algarve bereits abgesagt. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Portugal war von 200 auf über 1600 gestiegen, die Absage daher "alternativlos", sagte der Sportliche Leiter Ralf Kellermann. Natürlich lässt sich bei schönem Wetter und einem wärmeren Klima gut trainieren - doch laut Stroot mache die Absage keinen großen Unterschied.


"Für uns verändert sich trainingstechnisch jetzt gar nicht so viel. Wir werden die Schwerpunkte trotzdem so abarbeiten, wie wir es auch im Trainingslager getan hätten", so Stroot. In einer Halbjahres-Analyse habe der Trainerstab gemeinsam geschaut, wo noch Potenziale und Möglichkeiten stecken. Grundsätzlich gehe es ums "Feintuning". Inhalte unter hohem Gegner- und Zeitdruck, auch bessere Abstimmung im defensiven und offensiven Bereich sind ein Thema, dazu will der VfL vermehrt mit verschiedenen Typen von Spielerinnen arbeiten und noch flexibler sein. Stroot: "Einige werden da noch große Schritte machen, davon sind wir überzeugt."

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Mit dem Bundesliga-Nachholspiel am 29. Januar bei Turbine Potsdam beginnt dann für den VfL das Pflichtspieljahr 2022, ob es zuvor noch ein Testspiel geben kann, ist offen. Stroot bestätigt: "Momentan sind wir noch auf der Suche nach einem Testspiel-Gegner." Doch auch wenn das nicht klappt, sei es nicht allzu gravierend. Denn: "Wir können trotzdem Elf-gegen-Elf-Momente gegeneinander kreieren und ein hohes Niveau in den Trainingsmomenten haben."

Dementsprechend wäre es gegen die Brandenburgerinnen kein Kaltstart, "wir würden andere Möglichkeiten ausreizen, um gut zu starten". In der Bundesliga steht der Vizemeister mit einem Spiel weniger auf dem dritten Tabellenplatz hinter Meister München und Hoffenheim. Im DFB-Pokal trifft der Titelverteidiger im Viertelfinale im März auf den SC Sand, in der Champions League wartet Ende März im Viertelfinale Arsenal London.