14. April 2021 / 22:49 Uhr

Wolfsburg gegen Bayern: Bei den Frauen ist's am Wochenende ein Fernduell

Wolfsburg gegen Bayern: Bei den Frauen ist's am Wochenende ein Fernduell

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fernduell: Bayern (l. Simone Sørensen) trifft auf Hoffenheim, der VfL (r. Ewa Pajor) auf Duisburg.
Fernduell: Bayern (l. Simone Sørensen) trifft auf Hoffenheim, der VfL (r. Ewa Pajor) auf Duisburg. © Boris Baschin
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Während die Männer des VfL Wolfsburg und des FC Bayern am Wochenende im direkten Duell aufeinander treffen, gibt's für die VfL-Frauen und die FCB-Fußballerinnen ein Fernduell - mit Stolpergefahr für den Tabellenführer.

Wolfsburg gegen Bayern - das ist am Wochenende das Top-Duell der Männer-Bundesliga. Wolfsburg gegen Bayern - das ist auch der spannende Zweikampf in der Frauen-Bundesliga. Dort allerdings ist es ein Fernduell. Während die VfL-Fußballerinnen am Sonntag (14 Uhr) gegen den SC Freiburg ran müssen, spielt der FCB schon am Samstag - um 18.30 Uhr gegen 1899 Hoffenheim. Weil es an diesem Wochenende wegen der Länderspiele keine Partie am Freitag gibt, ist die Partie der Münchnerinnen mit dem Tabellendritten das Eurosport-Livespiel.

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Und es ist die vielleicht schwierigste Aufgabe der Bayern vor dem direkten Duell mit dem VfL - und damit wohl auch die größte Wolfsburger Hoffnung auf einen Stolperer des Spitzenreiters. Und der ist nötig, damit amtierende Meister trotz seiner fünf Punkte Rückstand noch auf eine Titelverteidigung hoffen darf.

Wichtig für den FC Bayern: Die zuletzt angeschlagene Sydney Lohmann steigt nach überstandenen muskulären Problemen wieder ins Training ein. Dass der Shootingstar des Spitzenreiters zurückkehrt, ist wichtig – die 20-Jährige hat wettbewerbsübergreifend in 20 Spielen 13 Tore erzielt und ist eine Schlüsselspielerin. Fehlen werden im Team von Trainer Jens Scheuer aber die Langzeitverletzten Giulia Gwinn, Ex-Wölfin Jovana Damnjanovic, Ivana Rudelic (alle Kreuzbandriss) sowie Kristin Demann (Knie-OP) und Carina Schlüter (wird nach Knieproblemen langsam rangeführt).

Bayern-Gegner Hoffenheim sorgt in dieser Saison mit einem starken und attraktiven Offensivspiel sowie einer gefestigten Abwehrreihe für Furore und ist sogar auf Champions-League-Kurs. Dass die TSG die Großen ärgern kann, zeigte sie Ende März im DFB-Pokal-Viertelfinale. Die Münchnerinnen siegten zwar mit 2:1, taten sich aber lange schwer. Spielerinnen wie Tabea Waßmuth, Lena Lattwein (wechseln nächste Saison zum VfL) oder Maximiliane Rall (geht nach München), Jule Brand, Pauline Krumbiegel und Fabienne Dongus gehören längst zum Kreis der deutschen Nationalmannschaft. Die österreichische Top-Stürmerin Nicole Billa ist zudem mit 18 Treffern die beste Torschützin der Liga.

Auch die Top-Spielerinnen des VfL und der Bayern waren zuletzt auf Länderspiel-Reisen, unter anderem kassierte Wolfsburgs Norwegerin Ingrid Engen eine 1:3-Niederlage gegen Deutschland. Am Rande des Spiels gab's Neuigkeiten zur Zukunft der 22-Jährigen, die den VfL am Saisonende verlassen wird. Wie ihr Agent Jens Wenzl nun bestätigte, liegt unter anderem ein Angebot eines großen englischen Vereins vor. Um welchen Verein es sich jedoch handelt, ist nicht bekannt, Chelsea wird aber bereits seit einigen Wochen als Interessent gehandelt.

In England, so Engen gegenüber "Aftenposten", sei „es mittlerweile ein gutes Niveau. Ich denke, man kann mit Sicherheit sagen, dass es verlockend ist. Es ist positiv zu sehen, was da in letzter Zeit passiert ist.“ Ihre Ambitionen seien weiter hoch. „Ich möchte zu einem Verein, der um den Titel der Champions League kämpft. Ich möchte zu einem Top-Klub gehen“, so Engen weiter. Engen kam 2019 nach Wolfsburg und reifte von einem Talent zu einer gestandenen Spielerin im zentral defensiven Mittelfeld. Mit dem VfL gewann sie alle nationalen Titel, international unterlagen die Wolfsburgerinnen letztes Jahr im Finale gegen Olympique Lyon. Dieses Jahr war bereits im Viertelfinale gegen Chelsea Schluss.