29. Mai 2021 / 23:57 Uhr

Wolfsburg gegen Frankfurt: Pokalfinale der Frauen live im TV und im Stream

Wolfsburg gegen Frankfurt: Pokalfinale der Frauen live im TV und im Stream

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Finale: Lena Oberdorf und der VfL Wolfsburg treffen am Sonntag auf Eintracht Frankfurt.
Finale: Lena Oberdorf und der VfL Wolfsburg treffen am Sonntag auf Eintracht Frankfurt. © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt bestreiten am Sonntag das Finale um den DFB-Pokal der Frauen. Der ARD zeigt das Spiel live und bietet auch eine Übertragung im Internet-Stream an.

Zuschauer sind nicht zugelassen, das DFB-Pokalfinale der Frauen wird wieder ein TV-Event. Außsenseiter Eintracht Frankfurt und Titelverteidiger VfL Wolfsburg stehen sich ab 16 Uhr in Köln gegenüber, die ARD überträgt live, die Sendung beginnt eine halbe Stunde vorm Anpfiff um 15.30 Uhr. Unter anderem gibt’s im Vorlauf einen ausführlichen Beitrag über VfL-Torfrau Almuth Schult. Kommentator des Endspiels gegen Eintracht Frankfurt ist Bernd Schmelzer, als Moderator ist Claus Lufen dabei, die Rolle der Expertin übernimmt wieder Ex-Nationalspielerin Nia Künzer. Im Livestream wird die Partie auf sportschau.de gezeigt. Für Fans im Ausland läuft das Finale zudem live auf dem Youtube-Kanal "German Football".

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Sechs Pokalsiege in Folge, sieben insgesamt. Der VfL ist im Pokal-Wettbewerb eine Macht. Torfrau Almuth Schult, die nach Schulter-OP und Schwangerschaft wieder zwischen den Pfosten steht, lobt den unersättlichen Hunger ihrer Mannschaft. "Ich muss immer schmunzeln, wenn man mich fragt, wie diese Mannschaft nach all den Erfolgen noch motiviert ist. Jeder, der etwas besonderes erlebt hat oder ein Projekt, auf das er sehr stolz ist, trotz Druck abgeschlossen hat, möchte das wieder erreichen. Und beim nächsten Mal vielleicht sogar noch besser machen", so die Ausnahme-Torfrau, denn: "Wir haben jedes Jahr immer eine neue Mannschaft, es gehen und kommen Spielerinnen dazu, die noch nie ein Pokalfinale gewonnen haben. Genau denen möchte man das ermöglichen und es gemeinsam schaffen."

Das Ziel eines Profisportlers oder einer Profisportlerin sei immer, "am Ende der Saison Titel zu gewinnen. Das möchte ich auch. Ich möchte den Pokal wieder in den Händen halten, wie schon häufiger." Doch, so Schult, "es ist immer wieder etwas Besonderes und wird immer etwas Wundervolles sein!"

Mehr zum Finale

Doch nicht nur in der Autostadt ist die Gier nach Erfolg groß. Frankfurt Trainer Niko Arnautis scherzte: "Wer am meisten Hunger hat, rennt bekanntlich am schnellsten ans Buffet! Die Mannschaft brennt. Wir wissen, dass es schwierig wird, aber auch Wolfsburg weiß, dass es kein Selbstläufer wird." Der Glaube und Wille stimme, "und den müssen wir den Wölfinnen morgen entgegensetzen und die Gier von der ersten Sekunde an da sein. Wir wollen einen harten Fight liefern und es ist ja nicht so, dass in Wolfsburg dieses Jahr alles gelungen ist, deswegen werden sie auch etwas nervös sein."

Eine Woche nach dem Pokalfinale gegen Wolfsburg kann die Eintracht den VfL möglicherweise noch helfen - mit einem Sieg im letzten Liga-Spiel gegen die Bayern. "Wir können", so Arnautis scherzhaft, "gerne einen Deal ausmachen: Wir gewinnen morgen den Pokal und verhelfen dem VfL mit einem Sieg in München am nächsten Sonntag zur Meisterschaft..." VfL-Trainer Stephan Lerch dazu: "In München dürfen sie natürlich gerne gewinnen, aber was das morgige Spiel angeht, da muss ich sie leider enttäuschen. Wir wollen den Pokal auf jeden Fall wieder mit nach Hause nehmen."

Dass das Pokal-Finale nicht mehr am selben Tag wie das der Herren gelegt wurde, befürwortet Schult grundsätzlich. "Ich bin auch gespannt, wer von der Delegation im Stadion sein wird. Wenn die Finals an einem Tag waren, war keiner persönlich dabei", so Schult, die sich freuen würde, wenn die derzeitigen DFB-Interims-Präsidenten "vor Ort sind und uns beehren." Was sie schade findet? Schult: "Dass die Anstoßzeit um 16 Uhr ist. Wir würden gerne zu einer Primetime am Abend spielen, um vielleicht doch noch mehr Zuschauer anzuziehen. Aber es ist toll, dass wir diesen Tag nun für uns haben und ich würde mir wünschen, dass es immer so ist. Auch beim Champions League-Finale haben wir bereits mal festgestellt, dass es noch einmal einen anderen Fokus gibt, wenn es nicht am selben Tag und der gleichen Stadt spielt."


VfL-Nationalspielerin Lena Oberdorf stand auch Vorjahr im Finale – damals allerdings noch im Trikot der SGS Essen, die nach Elfmeterschießen unglücklich gegen Wolfsburg verlor. „Ich erinnere mich noch gut daran, wie Wolfsburg gefeiert hat und meine damalige Mannschaft und ich sehr traurig waren, dass wir verloren hatten“, so Oberdorf, die selbst im Elfmeterschießen getroffen hatte. Jetzt will sie mit dem VfL den ersten Vereinstitel ihrer Karriere holen – und würde, wenn nötig, wieder zum Elfmeter antreten: „Beim VfL Wolfsburg gibt es viele gute Spielerinnen, die wahrscheinlich noch mehr Erfahrung mitbringen und vorweg gehen. Wenn ich gefragt werde, sage ich aber definitiv nicht Nein!“