17. Februar 2022 / 15:03 Uhr

Wolfsburg gegen Hoffenheim: Kohfeldt will seinen zweiten Dreierpack

Wolfsburg gegen Hoffenheim: Kohfeldt will seinen zweiten Dreierpack

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Sieg Nummer 3? Florian Kohfeldt und der VfL Wolfsburg erwarten Hoffenheim.
Sieg Nummer 3? Florian Kohfeldt und der VfL Wolfsburg erwarten Hoffenheim. © (c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Mit drei Siegen hatte die Amtszeit von Trainer Florian Kohfeldt beim VfL Wolfsburg begonnen, dann folgte eine lange Durststrecke. Am Samstag im Spiel gegen Hoffenheim kann der Coach seinen zweiten Sieges-Dreierpack vollenden.

Sieg in der Fußball-Bundesliga in Leverkusen, Sieg in der Champions League gegen Salzburg und dann erneut ein Dreier in der Liga gegen Augsburg - Florian Kohfeldt hatte nach seinem Amtsantritt beim VfL einen tollen Start hingelegt, danach jedoch stürzte der Wolfsburger Fußball-Bundesligist ab, geriet in den Abstiegskampf. Aber jetzt scheint sich der VfL wieder gefangen zu haben. Es gab zwei Siege in Folge (gegen Fürth und in Frankfurt) - am Samstag (15.30 Uhr) im Duell mit 1899 Hoffenheim soll nun Sieg Nummer 3 hintereinander her, so wie in Kohfeldts erster VfL-Woche.

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"Die Vorfreude auf einen Sieg ist immer sehr groß - unabhängig davon, dass wir davor zweimal gewonnen haben", sagt Kohfeldt - wohl wissend, dass sechs Punkte und sechs Tore in den letzten beiden Partien ein Stimmungsbooster waren. "Dementsprechend finde ich die Stimmung positiv - aber sie steht wie immer am Samstag auf dem Prüfstand." Klar ist: "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass es jetzt zu locker zugeht." Aber nach zwei Siegen für die richtige Anspannung zu sorgen sei zum Glück auch "einfacher, als Lockerheit herbeizureden". Für Sportdirektor Marcel Schäfer sind "Siege und Erfolg einfach Lebensqualität", die sich im Trainingsalltag bemerkbar machen. "In der Kabine läuft Musik, man sieht lachende Gesichter" - dass das so bleibt, "darauf sind wir jetzt gierig, das wollen wir wieder."

Und die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht. Mit Hoffenheim kommt zwar ein Top-Team, aber zu Hause haben die Niedersachsen gegen den Tabellenfünften eine Top-Serie vorzuweisen. Seit neun Partien haben die Wolfsburger gegen 1899 nicht mehr verloren, es gab fünf Siege und vier Remis - bei keinem anderen Bundesligisten sind die Hoffenheimer aktuell auswärts so lange sieglos. Der VfL verlor lediglich ein Heimspiel gegen die TSG - vor genau zehn Jahren, die Partie endete 1:2.

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Allerdings: In diesem Jahr sind die Kraichgauer ein anderes Kaliber als in den meisten Spielzeiten zuvor. Das Team von Sebastian Hoeneß ist Fünfter, darf Richtung Champions League schielen. Kohfeldt: "Wir wissen, dass jedes Bundesliga-Spiel eine Herausforderung wird - und wir erwarten einen Gegner, der sich mit Sicherheit in der Tabelle weiter verbessern will."

Viel spricht dafür, dass sich die VfL-Startelf im Vergleich zum Sieg in Frankfurt nicht oder kaum verändern wird. Lukas Nmecha und Xaver Schlager trainieren nach langen Verletzungspausen zwar wieder mit, werden aber erst in der kommenden Woche zum Spiel in Gladbach wieder Kandidaten für einen Kaderplatz sein. Offen ist wie zuletzt immer die dritte Angriffsposition neben Max Kruse und Jonas Wind - statt Maximilian Philipp können auch Renato Steffen oder Dodi Lukebakio eine Startelf-Chance bekommen. Auf eines allerdings legte sich Kohfeldt fest: Kruse, der in Frankfurt per Strafstoß getroffen hatte, bleibt nach dem Abschied von Wout Weghorst Elfmeterschütze Nummer 1 der Wolfsburger.

Beim 4:1-Erfolg gegen Fürth waren 500 Zuschauende in der VW-Arena erlaubt, gegen Hoffenheim dürfen 10.000 rein. Über 5000 Tickets sind bereits weg, der Klub rechnet mit gut 7000 Fans. Beim dann folgenden Heimspiel gegen Union dürfen nach aktueller Beschlusslage wohl noch mehr rein. Zunächst jedoch sind es bis zu 10.000. "Das freut uns riesig, das macht was mit uns, das ist unbezahlbar", sagt Kohfeldt. Unabhängig davon, ob es dann am Ende tatsächlich 10.000 oder womöglich doch weniger werden, sind vollere Stadion "was ganz besonderes in der Fußball-Bundesliga", pflichtet Schäfer bei. "Wegen Corona haben wir uns schon über 500 Zuschauer gefreut - und wenn es jetzt Schritt für Schritt wieder Richtung Vollauslastung geht, freuen wir uns noch mehr."