12. März 2019 / 16:39 Uhr

VfL Wolfsburg gegen Potsdam: Ein Top-Duell mit Geschichte

VfL Wolfsburg gegen Potsdam: Ein Top-Duell mit Geschichte

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das letzte Duell: Potsdams Anna Gasper gegen Wolfsburgs Caroline Hansen im Dezember
Das letzte Duell: Potsdams Anna Gasper gegen Wolfsburgs Caroline Hansen im Dezember © Jan Kuppert
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DFB-Pokal-Kracher im AOK-Stadion: Am Mittwoch (18 Uhr) empfangen die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg Turbine Potsdam zum Viertelfinale des DFB-Pokals. Das Duell beider Mannschaften gehört seit Jahren zu den Top-Duellen im deutschen Frauenfußball.

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Wiedersehen im DFB-Pokal: Das letzte Duell des VfL Wolfsburg mit Turbine Potsdam liegt noch gar nicht so weit zurück. Im Dezember trennte man sich im Liga-Duell in Potsdam mit 1:1. Das letzte Pokalspiel ist hingegen schon etwas her. Im Dezember 2015 siegte der VfL ebenfalls im Viertelfinale mit 3:0 in Potsdam. Die damaligen Torschützinnen - Caroline Hansen (2) und Nilla Fischer - sind immer noch dabei. Die beiden anderen Pokal-Duelle dieser beiden Klubs waren Finals: 2015 gewann der VfL mit 3:0, 2013 mit 3:2. VfL-Trainer Stephan Lerch: "Das würde ich natürlich wieder so nehmen!"

Doorsoun, Minde und Jakabfi nicht dabei

Wenn am Mittwoch um den Einzug ins Halbfinale gespielt wird, muss VfL-Offensivspielerin Zsanett Jakabfi zugucken. Die Ungarin erlitt am Sonntag im Training eine starke Prellung am Oberkörper, verspürte im Abschlusstraining beim Sprinten noch Schmerzen. "In Anbetracht dessen, was in den nächsten Wochen noch kommt, wollen wir wirklich kein Risiko eingehen", so Lerch. "Sara Doorsoun und Kristine Minde arbeiten beide auch noch individuell und sind ebenfalls keine Optionen." Torfrau Almuth Schult meldete sich nach überstandener Masern-Infektion wieder fit, würde gegen Potsdam gerne spielen. Dass die Nationaltorhüterin im Kader stehen wird, ist Fakt. Wer letztlich zwischen den Pfosten stehen wird, noch nicht. Lerch: "Wir werden mit Mary und Almuth noch sprechen. Aber wir freuen uns sehr, dass Almuth wieder da ist. Man merkt es auch - lautstark auf dem Platz."

In Bildern: Turbine Potsdam erkämpft 1:1 gegen Liga-Primus VfL Wolfsburg.

Turbines Gina Chmielinski (r.) im Duell mit Wolfsburgs Noelle Maritz. Zur Galerie
Turbines Gina Chmielinski (r.) im Duell mit Wolfsburgs Noelle Maritz. © Jan Kuppert
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"Möchte nicht, dass es zum offenen Schlagabtausch wird"

Dass Potsdam keine leichte Aufgabe wird, sei jedem bewusst. „Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr über die Athletik und Dynamik kommen. Sie haben ein gutes, aggressives Zweikampfverhalten. So war auch das Spiel beim 1:1 in Potsdam“, erinnert sich Lerch. Wichtig: Wir „müssen zum einen körperlich dagegen halten. Ich möchte aber auch nicht, dass es zum offenen Schlagabtausch wird. Wir sollen trotzdem versuchen, Fußball zu spielen, und wollen uns spielerisch aus solchen Situationen befreien. Dann gibt es immer wieder Räume.“ Aber: „Nach Balleroberung schaltet Turbine schnell um. Sie haben vorne viel Potenzial, viel Tempo.“
Dafür sorgt unter anderem Nationalspielerin Svenja Huth, die nach der Saison von Turbine zum VfL wechseln wird. Potsdams Abwehrspielerin Felicitas Rauch nimmt möglicherweise denselben Weg, eine entsprechende Entscheidung wird für diese Woche erwartet.

Potsdam-Spielerin Sarah Zadrazil wittert eine Chance: "Wir dürfen uns nicht verstecken, müssen mutig sein, dürfen hinten aber auch wenig zulassen. Es ist ein Spitzenspiel. Und im Pokal ist alles möglich." Trainer Matthias Rudolph hat, bis auf Lena Petermann und Wibke Meister, die Qual der Wahl. Alle Nationalspielerinnen sind fit zurückgekehrt. "Wenn der Erste gegen den Dritten spielt, ist die Vorfreude groß. Die Spannung steigt langsam. Die Arbeit im Training war zwar schwierig, weil kaum welche da waren, aber wir haben viel im individuellen Bereich getan. Und Wolfsburg ging es ja vermutlich ähnlich", so Rudolph.

Wolfsburger Hammer-Programm

Auf den VfL wartet nach dem Pokalspiel ein Hammer-Programm. Sonntag geht es auswärts beim SC Freiburg mit dem Ligabetrieb weiter. Anschließend reist die Mannschaft direkt nach Lyon, wo kommenden Mittwoch das Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse ausgetragen wird. Lerch sieht das Ganze gelassen: "Ich sehe das als große Chance für uns! Dass wir jetzt genau diesen Rhythmus haben. Wir spielen gegen Potsdam, Freiburg und Lyon. Dann kommt Gladbach, wieder Lyon und hoffentlich das Pokal-Halbfinale. Ich habe festgestellt - und ich denke, das konnte man auch sehen - gerade die Spiele in Potsdam haben uns immer weitergebracht. Man lernt aus solchen Spielen. Klar, wir haben das Spiel nicht gewonnen und hätten Dinge anders machen können, aber wir lernen daraus. Die bringen uns ein Stück näher an unsere Leistungsgrenze. Die hatten wir damals noch nicht voll erreicht. Die müssen wir jetzt aber erreichen, vor allem in diesem Monat. Und darüber hinaus müssen wir die halten, bis zum Ende der Saison. So müssen wir das sehen und angehen. Es hat sich aber auch immer gezeigt, dass wir uns in der Rückrunde grundsätzlich noch einmal gesteigert haben." Jetzt gehe es Schlag auf Schlag, jedes Spiel "ist ein K.O.-Spiel. Auch in der Liga. Jedes Spiel kann entscheidend sein."

Das Viertelfinale:

Bayer Leverkusen – 1899 Hoffenheim 1:7
1. FFC Frankfurt – Bayern München Di., 18.30 Uhr
Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg Mi, 16.30 Uhr
VfL Wolfsburg – Turbine Potsdam Mi., 18 Uhr

Auslosung Halbfinale: Donnerstag (13 Uhr), live auf DFB.TV, die Lose zieht die ehemalige Wolfsburgerin und jetzige DFB-Managerin Doris Fitschen
Halbfinale: 31. März
Finale: 1. Mai in Köln

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