25. Mai 2018 / 20:12 Uhr

VfL Wolfsburg: Geheimtreffen zwischen Schmadtke und Labbadia

VfL Wolfsburg: Geheimtreffen zwischen Schmadtke und Labbadia

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Stuttgart , Fussball Bundesliga VFB Stuttgart vs. Hannover 96 von links: Trainer Bruno Labbadia ( VFB ) / Sportdirektor Jörg Schmadtke ( Hannover )
Sie wollen den VfL gemeinsam anpacken: Wolfsburgs neuer Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke (r.) und Trainer Bruno Labbadia haben sich in dieser Woche getroffen. © imago/Pressefoto Baumann
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Das Foto hier von Bruno Labbadia und Jörg Schmadtke ist am 11. November 2012 entstanden – Labbadia war damals noch Trainer beim VfB Stuttgart, Schmadtke wiederum Manager bei Hannover 96. Jetzt arbeiten sie Seite an Seite beim VfL Wolfsburg. Nach der erfolgreichen Relegation hat sich das neue Duo des Fußball-Bundesligisten in Wolfsburg getroffen – heimlich, still und leise. Dabei ging es auch um Labbadias Zukunft.

Am Dienstagnachmittag hatte der VfL dann auch offiziell bestätigt, dass Schmadtke ab dem 1. Juli neuer Geschäftsführer Sport in Wolfsburg wird. Zuvor schon hatte Labbadia bekräftigt, dass er gern beim VfL weitermachen möchte. „Ich habe mir den Kram nicht angetan, um dann zu sagen, ich überlasse es einem anderen“, hatte der erfahrene Trainer unmittelbar nach der Rettung in Kiel gesagt. Und doch blieben Restzweifel. Weil Labbadia sich in seiner kurzen Zeit beim VfL über viele interne Dinge gewundert und geärgert hatte („Ich habe bei einigen Sachen in den vergangenen Monaten die Faust in der Tasche geballt“), schien es möglich, dass er von sich aus hinwerfen könnte. Doch diese Restzweifel sollen nach dem ersten Treffen mit Schmadtke (fast) vom Tisch sein. Das Gespräch sei gut, jedoch auch kontrovers gewesen. Aber es habe keinen Punkt gegeben, der – Stand jetzt – dafür sorgen könnte, dass es noch zu einer Trennung vom Coach kommt.

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Zwei Tage lang war Schmadtke in dieser Woche in Wolfsburg – beim ersten Kennenlernen war natürlich auch die Neuausrichtung des Klubs ein Thema. Es ging darum, wie der VfL künftig Fußball spielen soll. In den vergangenen zwei Jahren war das Kampf und Krampf, der Wunsch nun: Wolfsburg soll wieder für attraktiven Fußball stehen, für schnellen Fußball, mit wenigen Kontakten. Deshalb wird sich am Kader einiges ändern. Klar ist: Bis auf Divock Origi (kehrt nach seiner Leihe zum FC Liverpool zurück) und Max Grün haben alle Spieler einen Vertrag für die nächste Saison – und dennoch werden einige den Klub nach der zweiten Frust-Saison in Folge verlassen. Sturmtalent Victor Osimhen etwa soll verliehen werden, zwei neue Angreifer dafür kommen. Zudem wünscht sich Labbadia einen neuen Linksverteidiger – mit William (kam als Rechtsverteidiger) und Marcel Tisserand (Innenverteidiger) hatten hinten links zumeist zwei gespielt, die sich da nicht zu Hause fühlen.

Ebenfalls ein Thema ist ein defensiver Mittelfeldspieler, der jedoch den offensiveren Part in Labbadias Lieblings-System (4-3-3) spielen kann. Auch über einen neuen Außenspieler wird intern angeblich nachgedacht. Mit Felix Klaus (Hannover 96) hat der VfL da einen schon fix, den 25-Jährigen hatte noch Wolfsburgs Ex-Sportdirektor Olaf Rebbe (jetzt Huddersfield Town) geholt.

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Josuha Guilavogui (ab 2018) ©

Es spricht also einiges dafür, dass sich beim VfL etwas dreht – nach solch einer Saison ist das nur folgerichtig.