16. Juli 2018 / 15:14 Uhr

VfL Wolfsburg: Gerhardt will "mehr Tore und Vorlagen beisteuern"

VfL Wolfsburg: Gerhardt will "mehr Tore und Vorlagen beisteuern"

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Yannick Gerhardt bei seinem einzigen VfL-Bundesliga-Jubel (l.) und im neuen Dress.
Yannick Gerhardt bei seinem einzigen VfL-Bundesliga-Jubel (l.) und im neuen Dress. © Imago Sielski / Regios24
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Einen Treffer hat Yannick Gerhardt bislang für den VfL Wolfsburg erzielt – zu wenig für die Position, auf der Trainer Bruno Labbadia ihn sieht. Der 24-Jährige sieht die neue Saison mit dem VfL als "Neustart". Auch für ihn persönlich.

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Gleich im ersten Testspiel wäre es fast so weit gewesen: ein Tor, erzielt von Yannick Gerhardt. Innerhalb einer Minute traf der Wolfsburger gegen die Veltins-Auswahl im SPORTBUZZER-Spiel gleich zweimal den Pfosten. Den dazugehörigen Tweet der VfL-Medienabteilung kommentierte er mit drei verzagten Smileys, nach dem Motto: Was ein Pech! „Da war ich knapp dran, auch mal meine Torgefährlichkeit zu zeigen“, sagt er, etwas ironisch gleichwohl, denn bei nur einem Treffer in 53 Spielen für den VfL weiß er selbst, dass er sich auch in der Hinsicht verbessern muss – und will. Allgemein soll sein drittes Jahr in Wolfsburg endlich anders laufen.

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Denn wenn der 24-Jährige davon spricht, dass er schon „viel mit dem Verein erlebt“ hat, meint er das nicht unbedingt im positiven Sinne. Zwei Jahre in Folge Relegation – das reicht ihm nun erst mal. Seine Ansprüche sind jedenfalls andere. „Ich habe immer noch viel mit dem Klub vor, bin überzeugt, dass wir hier die Möglichkeiten und die Qualität im Kader haben, es besser zu machen als in den letzten beiden Jahren“, sagt Gerhardt, „um wieder Erfolgserlebnisse zu haben.“

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Mit der Vergangenheit will er sich gar nicht länger beschäftigen als notwendig, stattdessen betont er lieber, dass „die Vorbereitung immer auch eine Phase des Neustarts ist“. Viele Spieler, die ausgeliehen waren, sind zurückgekehrt, wollen sich erneut beweisen. Doch auch er gehört dazu. „Wir haben alles auf Null gestellt“, erklärt Gerhardt, der offen darüber spricht, dass seine zwei Jahre beim VfL persönlich „nicht so gelaufen sind, wie ich mir das vorgestellt habe“ – auch bedingt etwa durch einen Syndesmosebandanriss in der vergangenen Saison. Nun, „in meinem dritten Jahr“, habe er „natürlich die Erwartung, der Mannschaft zu helfen, damit wir eine bessere Rolle spielen.“

Trikot-Historie des VfL Wolfsburg in der Bundesliga

1997 - Das Heimtrikot des VfL Wolfsburg in der Spielzeit 1997/98. Stefan Fritze Meißner gegen Schalke 04. Zur Galerie
1997 - Das Heimtrikot des VfL Wolfsburg in der Spielzeit 1997/98. Stefan "Fritze" Meißner gegen Schalke 04. ©

Und in Wolfsburg weiß man inzwischen auch, wie und wo das am besten funktionieren könnte. In der Vergangenheit pendelte Gerhardt zwischen bis zu vier Positionen; mal als Linksverteidiger (wo er am 15. November 2016 sein bislang einziges A-Länderspiel machte), mal links offensiv, mal sogar rechts offensiv oder eben im zentralen Mittelfeld, dort wo Trainer Bruno Labbadia nun die bestmögliche Rolle für ihn gefunden haben will. „Er sieht mich klar auf der Acht“, so Gerhardt, der’s selbst gut findet: „Dort habe ich schon in der Jugend immer gespielt. Man ist da das Bindeglied zwischen Defensive und Offensive, immer im Geschehen und kann viel Einfluss aufs Spiel nehmen.“


"In der Jugend kam ich auf fünf bis zehn Tore"

Und: In dieser Rolle darf man durchaus torgefährlich sein. Gerhardt arbeitet dran, beziehungsweise: Er versucht, sich zu erinnern. „In der Jugend hatte ich noch meine Offensivqualitäten, kam immer auf fünf bis zehn Tore pro Saison, für einen Achter ist das ein guter Schnitt. In der Bundesliga konnte ich das aber noch nicht so zeigen, aber ich fordere von mir, dass ich das verbessere“, sagt der Linksfuß, „ich möchte mehr Tore und Vorlagen beisteuern.“ Dann sollte man von ihm auch wieder glücklichere Smileys bei Twitter zu sehen bekommen.