13. Mai 2019 / 11:41 Uhr

VfL Wolfsburg: Gesperrter Guilavogui hat "Vertrauen in meine Mannschaft"

VfL Wolfsburg: Gesperrter Guilavogui hat "Vertrauen in meine Mannschaft"

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Da hat es ihn erwischt: Josuha Guilavogui sieht in Stuttgart seine fünfte Gelbe Karte und ist im letzten Saisonspiel gegen Augsburg gesperrt. 
Da hat es ihn erwischt: Josuha Guilavogui sieht in Stuttgart seine fünfte Gelbe Karte und ist im letzten Saisonspiel gegen Augsburg gesperrt.  © imago images / Eibner
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Das entscheidende letzte Saisonspiel gegen den FC Augsburg muss der VfL Wolfsburg ohne seinen Kapitän bestreiten: Josuha Guilavogui sah beim 0:3 in Stuttgart seine fünfte Gelbe Karte. Doch der Franzose ist zuversichtlich, dass sein Team die Europa-Qualifikation auch ohne ihn perfekt macht. 

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Josuha Guilavogui versuchte, seinen doch so ausgeprägten Charme spielen zu lassen, in dieser 24. Minute des Auswärtsspiels beim VfB Stuttgart: „Bitte keine Gelbe Karte, habe ich dem Schiedsrichter gesagt“, berichtete der Kapitän des VfL Wolfsburg nach seinem letzten Einsatz in dieser Saison. Doch selbst das nützte nichts, Dr. Felix Brych ließ sich nicht erweichen, ihm für sein Foul an Nicólas González keine Verwarnung zu zeigen; so war es seine insgesamt fünfte in dieser Spielzeit. Damit wird er am Samstag gegen den FC Augsburg nicht mit von der Partie sein.

„Das ist schade“, sagte Guilavogui, „weil wir noch ein Ziel haben und ich meiner Mannschaft gerne helfen würde“. Der VfL könnte seinen Anführer dabei zweifellos gut gebrauchen. In den 19 Ligaspielen, in denen er in dieser Saison für die Wolfsburger auf dem Platz stand, gab es elf Siege, vier Unentschieden und nur vier Niederlagen – starke Zahlen.

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Doch um hundertprozentig sicherzugehen, dieses Ziel auch zu erreichen, muss es am letzten Spieltag wieder besser laufen als beim 0:3 gegen den VfB: „Wenn wir zu Hause gewinnen, sind wir in der Quali für die Europa League“, stellte Guilavogui die einfachste aller Rechnungen für das Saisonfinale auf. Dann wäre es ganz egal, wie die Begegnungen der lauernden Verfolger aus Hoffenheim (in Mainz) und Bremen (gegen Leipzig) ausgehen. Dann hätte Wolfsburg Platz sieben sicher – und dürfte sogar noch auf Platz sechs schielen, den die schwächelnden Frankfurter (in München) mit zwei Punkten mehr auf dem Konto zu verteidigen versuchen werden.

Der Franzose versprüht Zuversicht. „Ich habe volles Vertrauen in meine Mannschaft“, sagte er und erinnerte dabei auch an die Hinrunde, an der er über weite Strecken wegen eines Kreuzbandrisses aus dem ersten Saisonspiel nicht mitwirken konnte: „Da hab ich drei oder vier Monate gefehlt“ – aber die Wolfsburger Mannschaft spielte trotzdem erfolgreich.

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Josuha Guilavogui: Das war leider zu wenig für uns. Wenn wir die Möglichkeit nach zwei Minuten durch William nutzen, kann sich das Spiel anders entwickeln. Aber man hat gemerkt: Stuttgarts Angst vor der Relegation war größer als der Hunger auf die Champions League.  Zur Galerie
Josuha Guilavogui: "Das war leider zu wenig für uns. Wenn wir die Möglichkeit nach zwei Minuten durch William nutzen, kann sich das Spiel anders entwickeln. Aber man hat gemerkt: Stuttgarts Angst vor der Relegation war größer als der Hunger auf die Champions League."  ©
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In Stuttgart, wo der VfL die Möglichkeit, sich vorzeitig für Europa zu qualifizieren, liegen ließ, „das waren nicht wir“, so Guilavoguis fataler Eindruck, „die Angst vor der Relegation war größer als unser Hunger auf die Europa League“. Und ohne Zweikämpfe und Laufbereitschaft könne man in der Bundesliga eben kein Spiel gewinnen.

Gegen Augsburg könnte nun Maximilian Arnold seine Rolle als Sechser einnehmen, Elvis Rexhbecaj würde im zentralen Mittelfeld in die Startelf rutschen. Und Guilavogui? Der möchte trotz seiner Sperre „in der Nähe meiner Mannschaft sein, so wie ich das gemacht habe, als ich verletzt war“. Anderseits gibt es auch Überlegungen, die intern noch abgeschlossen werden müssen, „dass ich in die Kurve gehe“.

Es wäre ein starkes Zeichen des Kapitäns, der am Sonntag im NDR-Sportclub einmal mehr die „ganz besondere Beziehung“ zum VfL ansprach. Noch ist ein Verbleib des 28-Jährigen, der eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 16 Millionen Euro besitzt, nicht komplett sicher. Aussagen wie diese machen allerdings Hoffnung: „Ich hatte hier die besten Jahre meiner Karriere, habe den Pokal gewonnen, in der Champions League gespielt. Und ich spüre, dass wir wieder auf einem guten Weg sind, nicht nur die Profis. Auch die U23 ist Meister geworden, die U19 spielt oben mit“, so Guilavogui, „ich habe immer noch Bock, diese Farben zu tragen. Warum nicht auch nächstes Jahr in der Europa League?“

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