26. Dezember 2019 / 11:00 Uhr

Der Gewinner des Jahres beim VfL Wolfsburg: Wann wird Arnold ein Thema bei Löw?

Der Gewinner des Jahres beim VfL Wolfsburg: Wann wird Arnold ein Thema bei Löw?

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Oliver Glasner (l.) traut Maximilian Arnold (r.) eine Rückkehr ins Team von Joachim Löw (r.) zu.
Oliver Glasner (l.) traut Maximilian Arnold (r.) eine Rückkehr ins Team von Joachim Löw (r.) zu. © imago/MIS
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Bundesliga, Pokal, Europa: Der SPORTBUZZER resümiert das Jahr des VfL Wolfsburg. Im ersten Teil der Serie beschäftigen wir uns mit dem Gewinner des Jahres, Maximilian Arnold. Im nächsten Teil geht es um den Einkauf des Jahres... 

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Am 23. November beim Duell mit Eintracht Frankfurt war es dann so weit – Maximilian Arnold machte die 200 voll. 200 Spiele in der Fußball-Bundesliga. Einzig die beiden VfL-Meisterspieler Diego Benaglio (259, AS Monaco) und Marcel Schäfer (256, VfL-Sportdirektor) haben mehr Partien in der ersten Liga für den VfL absolviert. Arnold ist auf dem besten Weg, das Duo zu überholen, denn das Eigengewächs spielt immer – und ist für uns der Gewinner des Jahres.

Arnold, einer der gern mal austeilt, aber auch viel einstecken kann und muss – einer, der für Ruhe und Ordnung im VfL-Spiel sorgen soll und das auch macht. Kurzum: Der 25-Jährige ist zu einem Fixpunkt im Spiel der Wolfsburger gereift, so dass das Thema Nationalmannschaft immer wieder mal aufkam. Mit der U21 war Arnold 2017 Europameister geworden, er war als Kapitän der Kopf des Teams. Bei Bundestrainer Jogi Löw jedoch fliegt der Mittelfeldspieler unterm Radar – einzig im Mai 2014 hatte der Wolfsburger mal für die Nationalelf beim 0:0 gegen Polen auflaufen dürfen. Danach riss der Kontakt zu Löw ab. Löw hatte bei einem VW-Termin im März zwar gesagt, dass Arnolds Entwicklung beobachtet werde, aber das war es dann auch schon...

Die Top-Torjäger der Bundesliga-Geschichte des VfL Wolfsburg:

Gut in Schuss: Wolfsburgs Legende Roy Präger liegt mit VfL-Bundesliga-Toren auf Platz 11. Zur Galerie
Gut in Schuss: Wolfsburgs Legende Roy Präger liegt mit VfL-Bundesliga-Toren auf Platz 11. ©

Arnold ist der Dauerbrenner beim VfL

Dabei hat sich Arnold zu einem Leistungsträger beim VfL entwickelt. In der vergangenen Saison hatte er mit 3149 die meisten Einsatzminuten auf dem Buckel, gefolgt von Torjäger Wout Weghorst (3118) und Abwehrspieler Robin Knoche (2974). Und das nach zwei Jahren mit zwei Fast-Abstiegen, in denen man merkte, dass sich die angespannte sportliche Situation auf Arnolds Leistung auswirkte. Sein Spiel war längst nicht so konstant wie in diesem Jahr.

Auch in dieser Hinrunde ist er, was die Einsatzzeiten angeht, vorn dabei. Mit 2059 Minuten ist er nach Kapitän Josuha Guilavogui (2070) und Weghorst (2080) hier drittbester VfLer – und das trotz des Trainerwechsels und der veränderten Spielweise. Während Bruno Labbadia beim VfL noch auf Ballbesitz-Fußball gesetzt hatte, bevorzugt Oliver Glasner das Umschaltspiel. Heißt für den Mittelfeldspieler: nach Balleroberungen schnell den Pass in die Tiefe spielen, was ihm noch nicht immer fehlerfrei gelingt. Gleichwohl ist Arnold auch unter Glasner gesetzt und so auf dem besten Weg zum VfL-Rekordspieler. Bleibt nur die Frage: Wann darf er seine Qualitäten auch bei Löw zeigen?

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