28. März 2019 / 12:33 Uhr

VfL Wolfsburg: Gibt Labbadia jetzt Uduokhai die Startelf-Chance?

VfL Wolfsburg: Gibt Labbadia jetzt Uduokhai die Startelf-Chance?

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bruno Labbadia setzt vor dem Spiel in Dortmund auf Wolfsburger Selbstvertrauen
Bruno Labbadia setzt vor dem Spiel in Dortmund auf Wolfsburger Selbstvertrauen © imago images / regios24
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13 Heimspiele, zwölf Siege, ein Remis: Borussia Dortmund ist in dieser Bundesliga-Saison im eigenen Stadion unbesiegbar. Der VfL Wolfsburg rechnet sich beim Spiel am Samstag dennoch etwas aus. Trainer Bruno Labbadia: "Wir sind auswärtsstark, wir fahren da mit einem gewissen Selbstvertrauen hin!"

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Das letzte VfL-Spiel bei einer Spitzenmannschaft ging nicht gut aus - bei Bayern München verloren die Wolfsburger mit 0:6. Droht bei Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr) eine ähnliche Packung? "Das wird ein komplett anderes Spiel", so VfL-Trainer Bruno Labbadia. "Nach München hat die Mannschaft eine gute Reaktion im Spiel gegen Düsseldorf gezeigt", daran könne man sehen, dass das Team aus dem München-Debakel einiges gelernt hat - "so weh solche Lehren auch immer tun".

Nach der Länderspiel-Pause sind mittlerweile alle Spieler wieder da, Marcel Tisserand und John Anthony Brooks waren die letzten, die am Mittwoch eingetrudelt waren. Brooks könnte in Dortmund eine überraschende Pause bekommen. Labbadia: "Wir müssen jetzt erst einmal sehen, wie Jay zurückkommt. Er kam für die USA gegen Chile zwar nicht zum Einsatz, aber er wird einen leichten Jetlag haben." Felix Uduokhai könnte zu seinem dritten Startelf-Einsatz in dieser Saison kommen. "Wir werden überlegen, was sinnvoll ist", so der Coach.

Labbadia spricht mit Kuntz

Uduokhai sammelte frisches Selbstvertrauen in der deutschen U21, erzielte beim 2:1-Testspielsieg am Dienstag gegen England den späten Siegtreffer. "Sein Pech bei uns war", so Labbadia, "dass sich Brooks in der Vorbereitung seinen Platz erkämpft und dann wirklich stark gespielt hat." Beide Innenverteidiger, Brooks wie Robin Knoche, seien zudem fast die ganze Saison über fit gewesen. "Und in der Innenverteidigung wechselt man dann eben nicht so oft." Jetzt komme Uduokhai mit "Sicherheit und Selbstvertrauen von der U21 zurück", über seine Leistungen dort stand Labbadia in "einem engen Austausch" mit seinem Freund und Ex-Mitspieler Stefan Kuntz, der den DFB-Nachwuchs trainiert.

Auf jeden Fall nicht dabei in Dortmund ist VfL-Nachwuchsstürmer John Yeboah, der mit der A-Jugend das Spitzenspiel am Samstag (13 Uhr) gegen Verfolger FC St. Pauli bestreitet.

Im Rennen um die europäischen Plätze würde der VfL mit einem Punkt in Dortmund zumindest Platz sieben verteidigen. "Wir wissen, wo wir in der vergangenen Saison acht Spieltage vor Schluss standen", so Labbadia, "diesmal haben wir einen positiven Druck". Es sei klar, "dass um uns herum nur Top-Mannschaften sind", trotzdem gelte: "An uns muss man erst einmal vorbei!"

Die Bilanz spricht eine eindeutige Sprache: Seit dem Pokalfinale 2015, das der VfL mit 3:1 gegen den BVB gewonnen hatte, holte die Borussia in der Bundesliga gegen den VfL 19 von 21 möglichgen Punkten, in den letzten vier Liga-Matches gelang Wolfsburg dabei nicht einmal ein Tor. Der letzte VfL-Treffer gegen Schwarz-Gelb gelang Daniel Didavi im September 2016 - bei einer 1:5-Heimniederlage.

Bilder vom Spiel der 1. Bundesliga zwischen dem VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund

Dortmunds Jadon Sancho (links) entwischt Wolfsburgs William. Zur Galerie
Dortmunds Jadon Sancho (links) entwischt Wolfsburgs William. ©
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Generalprobe fürs Gipfeltreffen

Für Dortmund ist das Duell mit dem VfL auch so etwas wie eine Generalprobe für das Gipfeltreffen. Denn am Samstag in einer Woche tritt der aktuelle Tabellenzweite zum möglicherweise entscheidenden Meisterschaftsspiel beim punktgleichen Tabellenführer FC Bayern an. Nach wochenlangem Zögern hat der BVB mittlerweile auch nach außen seine Meisterschaftsambitionen unterstrichen. "Alles andere wäre in unserer Situation sportlich nicht ambitioniert. Wir haben jetzt - leider - nur noch einen Wettbewerb, in dem wir die Chance auf einen Titel haben. Auf dem liegt unsere volle Konzentration. Wir sind nicht zufrieden, wenn wir am Ende Dritter oder Vierter werden", so Manager Michael Zorc. Der Tore-Trend stimmt bei der Borussia, die in den letzten 13 Saison-Heimspielen immer mindestens zweimal traf. 14 Heimspiele nacheinander mit mindestens zwei Treffern hatte Dortmund in seiner Bundesliga-Geschichte noch nie.

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