18. April 2018 / 16:39 Uhr

VfL Wolfsburg: Gibt's endlich mal wieder den Malli-Drop zu sehen?

VfL Wolfsburg: Gibt's endlich mal wieder den Malli-Drop zu sehen?

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Linkes Mittelfeld: Yunus Malli
Im Hinspiel war er überragend: Yunus Malli, der Spielmacher des VfL Wolfsburg. © dpa
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Damals war noch alles gut beim VfL... Mit einem Mega-Pass hatte Yunus Malli beim 3:0-Hinspiel-Sieg der Wolfsburger gegen Borussia Mönchengladbach für den magischen Moment gesorgt. Die Sportbuzzer-User durften sich daraufhin in einer Umfrage einen Namen für das Zucker-Zuspiel von Malli auf Daniel Didavi vor dessen Tor zum 2:0 aussuchen.

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Am Ende siegte Jens-Uwe-Beier. Der VfL-Fan aus Fallersleben hatte nicht schlecht gestaunt, als VfL-Spielmacher Yunus Malli beim Sieg gegen Gladbach mit einem Mega-Heber das zwischenzeitliche 2:0 gegen die Borussia vorbereitet hatte. Sofort hatte er einen Namen für das Kunststück im Kopf - Malli-Drop. Am Freitagabend (20.30 Uhr), wenn der Wolfsburger Fußball-Bundesligist zum Rückspiel nach Gladbach muss, könnte es das Zucker-Zuspiel wieder zu sehen geben.

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"Wenn es die Situation dafür gibt und ich das Gefühl habe, es passt alles, würde ich den noch mal machen", sagt Malli schmunzelnd. Das, was der türkische Nationalspieler da vor dem 2:0 vorgeführt hatte, war ganz großes Kino. Es war ein Pass, wie ihn nur ganz wenige spielen. Anstatt von unten trat Malli von oben auf den Ball – am Ende ein perfekter Heber. Sky-Experte und Champions-League-Sieger Didi Hamann schwärmte damals: „Das war Weltklasse.“ Bayern-Weltmeister Mats Hummels twitterte: „Einer der besten Pässe, die ich je gesehen habe. Genial!“ „Einfach nur perfekt“, schwärmte Torschütze Didavi. Malli wiederum blieb - wie immer eigentlich - bescheiden. Auch jetzt vor dem Rückspiel gibt er sich so. Momentan komme es auf die einfachen und nicht die schönen Dinge im Fußball an, sagt er.

Der VfL ist nach dem Sieg der Mainzer am Montag gegen Freiburg in Zugzwang, denn alle drei Teams haben jetzt 30 Zähler auf ihrem Konto. "Ich würde mir wünschen, dass wir und der FSV drin bleiben. Aber jetzt sind alle punktgleich und es geht eng zur Sache. Wir müssen Gas geben und Punkte holen, noch zwei Siege aus den letzten vier Spielen wären gut", sagt der Ex-Mainzer und erklärt, was für den VfL spricht: "Wir haben in den letzten Wochen eine gewisse Kompaktheit und Geschlossenheit auf dem Platz gezeigt - es ist wichtig, in der Situation gut zu stehen. Aus dieser Ordnung heraus versuchen wir zu spielen."



Im Hinspiel lief es für Malli und Co. wie am Schnürchen. "Das war vielleicht unser bestes Spiel in dieser Saison, vielleicht schaue ich mir noch mal die Tore an, um ein bisschen Selbstvertrauen zu tanken. Das ist ja bei uns allen momentan nicht so voll vorhanden", so der Offensivmann, der nicht erklären kann, warum es nach diesem tollen Auftritt gegen die Gladbacher beim VfL nur noch bergab ging. Malli: "Es ist leider so, dass wir überhaupt keine Konstanz haben in unseren Leistungen." Die Situation sei unbefriedigendend für alle. "Für uns Spieler, für den Verein, für die Fans, für die Stadt. Aber es bleiben noch vier Spiele, um alles rauszuhauen, um am Ende das Ziel zu erreichen."

VfL Wolfsburg, Freiburg und Mainz 05: Restprogramm im Vergleich

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Yunus Malli stammt gebürtig aus Kassel, wurde 1992 geboren und begann seine fußballerische Laufbahn bei den örtlichen Sportfreunden Fasanenhof. Über den VfL Kassel gelangte er 2007 zur Jugendabteilung von Borussia Mönchengladbach. In der Saison 2010/11 kam Malli erstmals für die zweite Mannschaft der Gladbacher zum Einsatz und absolvierte elf Regionalliga-Spiele. Zur Galerie
Yunus Malli stammt gebürtig aus Kassel, wurde 1992 geboren und begann seine fußballerische Laufbahn bei den örtlichen Sportfreunden Fasanenhof. Über den VfL Kassel gelangte er 2007 zur Jugendabteilung von Borussia Mönchengladbach. In der Saison 2010/11 kam Malli erstmals für die zweite Mannschaft der Gladbacher zum Einsatz und absolvierte elf Regionalliga-Spiele. ©
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Beim 0:0 in Berlin hatte er überraschend nicht zum Kader gehört. Aus taktischen Gründen, wie Trainer Bruno Labbadia erklärte. Einem wie Malli, der den Fußball liebt, schmeckte das natürlich nicht. Verstanden habe er die Entscheidung des Trainers nicht, er habe sie jedoch respektiert. Wolfsburgs Nummer 10: "Es ist nicht so einfach, sich richtig zu verhalten, aber ich habe versucht, mich zusammenzureißen - auch wenn es sehr schwer war." Er hat offenbar vieles richtig gemacht im Training, denn zuletzt beim Sieg in Freiburg und beim Remis gegen Augsburg war Malli wieder erste Wahl. Er lieferte solide Leistungen ab, war aber längst nicht so stark wie gegen Gladbach. Fünf Tore und drei Vorlagen hat er in der Liga in dieser Saison auf seinem Konto. Der Nationalspieler selbstkritisch: "Ich bin nicht zufrieden, ich habe andere Ansprüche an mich, auch wenn ich in der Skorerliste bei uns auf Platz zwei stehe. Das sind nicht die Zahlen, die ich mir vorstelle." Aber es bleiben ja noch vier Spiele, um nachzulegen...

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