12. Januar 2019 / 15:53 Uhr

VfL Wolfsburg: Ginczeks Verletzung trübt Mehmedi-Show bei 3:0-Testspielsieg

VfL Wolfsburg: Ginczeks Verletzung trübt Mehmedi-Show bei 3:0-Testspielsieg

Tim Lüddecke
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Am letzten Tag des Trainingslagers bestreitet der VfL Wolfsburg in Albufeira ein Testspiel gegen kroatischen Erstligisten HNK Rijeka
Daniel Ginczek verletzte sich im Test gegen Rijeka. © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg hat sich mit einem insgesamt überzeugenden Auftritt aus dem Trainingslager in Portugal verabschiedet. Dank drei Toren von Admir Mehmedi gewannen die Wölfe gegen HNK Rijeka mit 3:0. Die Verletzung von Stürmer Daniel Ginczek dämpfte die Stimmung aber.

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Es dauerte 34 Minuten bis das Testspiel an sich gegen HNK Rijeka für den VfL Wolfsburg in den Hintergrund rückte. Am letzten Tag des Trainingslagers in Portugal verletzte sich Stürmer Daniel Ginczek, konnte nicht weiterspielen. Die Partie gegen den kroatischen Erstligisten wurde mit 3:0 gewonnen, alle Treffer erzielte Admir Mehmedi.

Ginczek zeigte nach dem Foul gleich an, dass es ihn schwerer erwischt hatte, er hielt sich den rechten Knöchel. Josip Brekalo wurde für den Angreifer eingewechselt, der schon beim 3:0 im ersten Test gegen Vitesse Arnheim getroffen hatte.

Ausfall wiegt schwer - auch Weghorst angeschlagen

Sein Ausfall wiegt schwer, weil Wout Weghorst, mit dem er noch in der Hinrunde eine starke Doppelspitze bildete, ebenfalls wegen Knöchelproblemen angeschlagen ist. In Portugal trainierte er nur dosiert. Muss der VfL nun also ohne fitten Stürmer in die Rückrunde starten? Noch gibt es keine Diagnose bei Ginczek, er wird erst am Montag in Deutschland einer MRT-Untersuchung unterzogen.

„Am Montag wird Daniel genauer untersucht. Dann wissen wir mehr. Ich habe aber noch Hoffnung, dass er nicht schwer verletzt ist. Es ist ein gutes Zeichen, dass die Mannschaft im Test schon gezeigt hat, dass sie es auffangen kann, wenn Daniel fehlt. Aber er bleibt natürlich ein sehr wichtiger Spieler", sagte Trainer Bruno Labbadia nach dem Spiel.

Bilder vom Testspiel VfL Wolfsburg - HNK Rijeka

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Bilder vom Testspiel VfL Wolfsburg - HNK Rijeka ©
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Doppel-Interview mit Weghorst und Ginczek

Mehmedi besorgt Führung kurz vor der Pause

Nach Ginczeks Auswechslung rückte Mehmedi vom linken Flügel ins Sturmzentrum, Brekalo nahm die Position des Schweizers ein. Trainer Bruno Labbadia stellte erneut im 4-3-3 auf, weil es bei Weghorst erneut nicht für einen Startelfeinsatz gereicht hatte. Renato Steffen, der sich in Portugal insgesamt stark präsentierte, rückte auf den rechten Flügel in die erste Elf, die so wohl auch gute Chancen gehabt hätte, in Gelsenkirchen aufzulaufen...

Die Wolfsburger fanden zunächst nicht so gut in die Partie, luden Rijeka gerade im ersten Durchgang zu guten Möglichkeiten ein. In der 20. Minute verlor Kapitän Josuha Guilavogui den Ball vor dem eigenen Sechzehner, doch Ex-Bundesligaprofi Antonio Colak (u. a. Darmstadt 98) schoss den Ball aus bester Position über das Tor. Auch in der 32. Minute musste VfL-Keeper Koen Casteels noch mal beherzt gegen einen Colak-Schuss eingreifen.

Nach Ginczeks Auswechslung sorgte Brekalo für Betrieb, erst scheiterte er mit einem Versuch in der 37. Minute, dann hatte er bei der Führung seine Füße im Spiel. Einen Abpraller nahm der Kroate direkt aus der Luft, Mehmedi hielt den Fuß rein - die 1:0-Führung (43.).

Die schönsten Bilder aus dem VfL-Trainingslager in Portugal

Immer für einen Spaß zu haben: VfL-Kapitän Josuha Guilavogui. Zur Galerie
Immer für einen Spaß zu haben: VfL-Kapitän Josuha Guilavogui. ©

"Die Hauptsache war, dass wir das Spiel gewonnen haben"

In der zweiten Halbzeit machte es der VfL gegen einen schwachen Gegner dann clever, stellvertretend in Person von Mehmedi. In der 54. Minute bediente der Schweizer seinen Landsmann Steffen, der nach Außen gedrängt wurde und zurück auf Mehmedi flankte - der nickte mit dem Kopf ein. Danach erzielte er noch seinen dritten Treffer innerhalb von rund einer Viertelstunde. Rechtsverteidiger William spielte den Ball von rechts scharf rein, Mehmedi hielt erneut den Schlappen hin.

In der 61. Minute war dann Schluss für den Matchwinner, Labbadia wechselte bis auf Casteels und Brekalo noch mal komplett durch. Auch Weghorst kam in die Partie, um Spielpraxis zu sammeln - was nach Ginczeks Verletzung womöglich umso wichtiger ist. "Die Hauptsache war, dass wir das Spiel gewonnen haben. Aber man muss natürlich sehen, was mit Daniel ist. Er ist ein enorm wichtiger Spieler in unseren Reihen", sagte Matchwinner Mehmedi. Bereits am nächsten Sonntag geht’s für die Wölfe nach Schalke - fraglich, ob Ginczek rechtzeitig fit wird.

VfL Wolfsburg: Casteels - William (61. Verhaegh), Knoche (61. Bruma), Brooks (61. Tisserand), Roussillon (61. Itter) - Guilavogui (61. Rexhbecaj), Arnold (61. Jung), Gerhardt (61. Malli) - Steffen (61. Stefaniak), Ginczek (35. Brekalo), Mehmedi (61. Weghorst)

HNK Rijeka: Sluga - Raspopovic, Zuparic, Puncec, Mamic - Acosty, Canadija, Pavicic, Vuk - Colak, Gorgon.

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