10. Dezember 2020 / 21:34 Uhr

Wolfsburger Weihnachts-Wunsch: "Es sind neun Punkte möglich..."

Wolfsburger Weihnachts-Wunsch: "Es sind neun Punkte möglich..."

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Nächste Aufgabe: VfL-Trainer Oliver Glasner (l.) erwartet mit seinem Team am Freitag Eintracht Frankfurt.
Nächste Aufgabe: VfL-Trainer Oliver Glasner (l.) erwartet mit seinem Team am Freitag Eintracht Frankfurt. © dpa
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Der VfL Wolfsburg hat am Freitagabend Eintracht Frankfurt zu Gast - es ist das Duell der Remis-Könige. Gleichzeitig aber riecht es bei der Begegnung nach vielen Toren.

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Wenn der VfL Wolfsburg am Freitagabend (20.30 Uhr) Eintracht Frankfurt empfängt, deutet vieles auf ein Unentschieden hin. Schließlich treffen die Remis-Könige der Fußball-Bundesliga aufeinander. Das wäre Trainer Oliver Glasner aber zu wenig, sein Weihnachts-Wunsch sieht anderes vor.

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Sowohl mit einem Unentschieden als auch mit einem Sieg gegen Frankfurt würde der VfL seinen Start-Rekord verbessern. Dann wäre die Glasner-Truppe elf Partien in Folge ohne Niederlage und würde damit den Vereinsrekord einstellen. Weiter geht's dann am Mittwoch beim FC Bayern, ehe am 20. Dezember der VfB Stuttgart in der VW-Arena gastiert. Einen Tag vor Heiligabend kämpft der VfL noch in der zweiten Pokalrunde ums Weiterkommen. "Ich wünsche mir so viele Punkte wie möglich, dass wir weiter so gut und geschlossen auftreten und die Spielfreude beibehalten", sagt Glasner, der aber kein Punkteziel für die drei ausstehenden Liga-Partien bis Weihnachten ausgibt. Aber: "Es sind neun Punkte möglich...", sagt Glasner, der weiß, dass es in München besonders schwer wird. "Und im Pokal wollen wir weiterkommen."

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Erst mal wartet aber die Eintracht. Die Vorzeichen sind ähnlich wie vor dem Bremen-Spiel vor zwei Wochen: Fünf Unentschieden in Folge hatte Werder vor der Partie in Wolfsburg geholt, genauso viele wie die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner zu diesem Zeitpunkt hatte. Fünf Remis in Serie gab's zuletzt auch für die Frankfurter. Insgesamt stehen bei der Eintracht sieben Unentschieden zu Buche - Liga-Höchstwert. Dahinter kommen schon die Wolfsburger (sechs). Dass es jetzt wieder ein Duell der Remis-Könige gibt, blendet Glasner aus, sagt selbstbewusst: "Wir hatten das Thema vor dem Bremen-Spiel schon. Jetzt hat Frankfurt auch fünf Unentschieden in Serie. Also ich könnte mit einem 5:3 sehr gut leben..." Mit diesem Ergebnis hatte sich der VfL damals gegen Bremen durchgesetzt. Und zwar ebenfalls an einem Freitagabend...

Glasner weiß aber auch, dass die beiden Partien nicht miteinander zu vergleichen sind. "Jedes Spiel hat seine eigene Geschichte", betont der Österreicher, der vor allem vor der Offensive der Gäste warnt. Denn in den vergangenen beiden Spielen kassierte der VfL gleich fünf vermeidbare Gegentore - so viele waren es insgesamt in den acht Partien zuvor gewesen. "Frankfurt ist in jedem Spiel in der Lage zu treffen. Mit André Silva, Bas Dost, Daichi Kamada und Aymen Bakok haben sie viel Qualität, viele Waffen in der Offensive", so Glasner, der zu den Waffen auch Filip Kostic zählt.


Aber auch die Wolfsburger präsentierten sich zuletzt treffsicher. 16 Tore hat der VfL schon erzielt, so viele waren es nach dem zehnten Spieltag zuletzt in der Vizemeister- und Pokalsieger-Saison 2014/15 (20 Treffer). Und: Während Frankfurt in den vergangenen 15 Liga-Spielen immer mindestens ein Gegentor hat hinnehmen müssen, blieb der VfL seinerseits gegen die Eintracht nur in einer der letzten 25 Partien ohne eigenen Torerfolg (beim 0:2 im Februar 2012). Also sieht es stark danach aus, dass auch diesmal Tore fallen werden. Gibt es also ein 3:3 oder 4:4 im Duell der Remis-Könige? "Das weiß ich nicht", sagt Glasner. Fakt ist: Ein torloses Remis hat es zwischen den beiden Klubs in 36 Partien nur ein einziges Mal gegeben - Mitte August 2006 mit Mike Hanke, Diego Klimowicz und Co. im VfL-Kader.