26. April 2018 / 15:55 Uhr

VfL Wolfsburg: Heldt kommt nicht, Rebbe droht weiterhin das Aus

VfL Wolfsburg: Heldt kommt nicht, Rebbe droht weiterhin das Aus

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Olaf Rebbe
Muss gehen: VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe.
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Der VfL Wolfsburg kommt vor dem Keller-Kracher am Samstag gegen den Hamburger SV nicht zur Ruhe. Noch am Donnerstagnachmittag will der Klub nach SPORTBUZZER-Infos das sofortige Aus von Sportdirektor Olaf Rebbe bekanntgeben. Nach Darstellung von Hannover 96 ist der Wechsel von Horst Heldt wiederum geplatzt.

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Der VfL Wolfsburg braucht nach einer erneut katastrophalen Saison den nächsten Neuanfang – ohne Olaf Rebbe. Zuletzt hatte es mehrmals Meldungen gegeben, Rebbe habe seinen Rücktritt angeboten, doch der 39-Jährige dementierte stets. Am Mittwochmorgen kam das Gerücht auf, der Sportdirektor müsse noch am selben Tag gehen, doch das passierte nicht. Trotz der Absage von Heldt ist eine sofortige Trennung von Rebbe möglich! Die zwischenzeitlich diskutierte Idee, ihn in anderer Funktion beim VfL einzubinden, wurde offenbar verworfen.

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Im Winter 2016/17 war Rebbe in Wolfsburg zum Sportdirektor aufgestiegen, er sollte mit dem VfL den Klassenerhalt schaffen, was erst in der Relegation der vergangenen Saison gelang. Danach sollte der ehemalige Assistent von Ex-VfL-Manager Klaus Allofs den Klub neu aufstellen. Aber auch in dieser Saison laufen die Wolfsburger ihren Saisonzielen hinterher, die Realität heißt erneut Abstiegskampf.

Heldt bleibt doch bei Hannover 96

Den geplanten Neustart mit Heldt wird es dagegen nicht geben. Heldt hatte am Mittwoch bei Hannover 96 nicht an der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Duell der Roten mit 1899 Hoffenheim teilgenommen. Am Mittwochabend gab es ein Geheimtreffen am Braunschweiger Flughafen, bei dem auch Hannovers Sportlicher Leiter Gerhard Zuber dabei war. Zusammen mit den VfL-Geschäftsführern Wolfgang Hotze und Tim Schumacher wurde beratschlagt, ob Heldt sich einen Wechsel nach Wolfsburg vorstellen kann.



Horst Heldt: Seine Karriere in Bildern

Der 1. FC Köln verpflichtete den jungen Horst Heldt 1987 für die Jugendabteilung. Bei den „Geißböcken“ schaffte es Heldt bis zu den Profis, absolvierte 130 Spiele für die Kölner und verpasste 1991 nur knapp den DFB-Pokalsieg. Zur Galerie
Der 1. FC Köln verpflichtete den jungen Horst Heldt 1987 für die Jugendabteilung. Bei den „Geißböcken“ schaffte es Heldt bis zu den Profis, absolvierte 130 Spiele für die Kölner und verpasste 1991 nur knapp den DFB-Pokalsieg. ©

Diese Frage hat der 96-Boss nun offenbar für sich mit Nein beantwortet. Am Donnerstagnachmittag die überraschende Wende: Heldt bleibt bei Hannover 96. Das gab der Verein in einer knappen Pressemitteilung bekannt. "Ein Wechsel des Managers zum VfL wird nicht stattfinden. Das ergaben die Gespräche und Verhandlungen zwischen beiden Vereinen, in denen es zu keiner Einigung kam", heißt es. Eine Aussage von 96-Präsident Martin Kind fehlt allerdings genauso wie ein Zitat von Horst Heldt.