15. September 2018 / 14:33 Uhr

Dramatische Schlussphase: Wolfsburg gleicht zwei Mal gegen Hertha aus

Dramatische Schlussphase: Wolfsburg gleicht zwei Mal gegen Hertha aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erleichterung in den Gesichtern der VfL-Profis. Maxi Arnold herzt Admir Mehmedi nach seinen späten Ausgleichstreffer in der 94. Minute. 
Erleichterung in den Gesichtern der VfL-Profis. Maxi Arnold herzt Admir Mehmedi nach seinen späten Ausgleichstreffer in der 94. Minute.  © dpa
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Das Top-Spiel endet Remis. Der VfL Wolfsburg rettet einen Punkt im Heimspiel gegen Hertha BSC. Eine dramatische Schlussphase, in der die Wölfe zwei Mal wie der sichere Verlierer aussahen, hatte viel zu bieten: Einen Foulelfmeter nach Videobeweis, ein frecher Duda-Freistoß und ein aufmerksamer Admir Mehmedi. 

Schlussphasen-Krimi im Verfolgerduell: Der VfL Wolfsburg und Hertha BSC haben sich nach einer turbulenten Nachspielzeit 2:2 (0:0) getrennt und bleiben auch nach drei Spieltagen der Fußball-Bundesliga ungeschlagen. Vor 25 090 Zuschauern erkämpfte sich der VfL einen verdienten Punkt durch Tore der eingewechselten Yunus Malli (87./Foulelfmeter) und Admir Mehmedi (90.+3). Die taktisch und effektiv beeindruckenden Gäste waren zweimal durch Javairo Dilrosun (61.) und Ondrej Duda (90.+1) in Führung gegangen.

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Die Wölfe in Noten: Die Profis des VfL Wolfsburg nach dem Spiel gegen Hertha BSC in der Einzelkritik

<b>Koen Casteels:</b> Nachdem er in Leverkusen noch wegen der Geburt seiner Tochter gefehlt hatte, stand er wieder standesgemäß zwischen den Pfosten – als Kapitän und Rückhalt. Musste kurz vor der Halbzeit alle Sinne beisammen haben, als er einen Kopfball von Grujic stark parierte. Beim flotten Schuss zum 0:1 etwas spät unten. Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Nachdem er in Leverkusen noch wegen der Geburt seiner Tochter gefehlt hatte, stand er wieder standesgemäß zwischen den Pfosten – als Kapitän und Rückhalt. Musste kurz vor der Halbzeit alle Sinne beisammen haben, als er einen Kopfball von Grujic stark parierte. Beim flotten Schuss zum 0:1 etwas spät unten. Note: 3 ©

Parallelen zur erfolgreichen VfL-Historie

Trotz des späten Ausgleichs verpasste Wolfsburg einen Club-Rekord. Noch nie gelangen den Niedersachsen drei Siegen zum Saisonstart in der Fußball-Bundesliga. Ein gutes Omen für den weiteren Saisonverlauf gibt es für den weiter ungeschlagenen VfL dennoch: Auch in der Meistersaison 2008/2009 und in der Pokalsieger-Spielzeit 2014/2015 startete Wolfsburg mit zwei Siegen und einem Unentschieden.

Lange Zeit schien das Team von Trainer Bruno Labbadia dem Sieg aber näher zu sein. Wolfsburg war spielbestimmend und hatte vor allem bessere Chancen. Entschlossen und recht risikofreudig schossen die Spieler von Trainer Bruno Labbadia zu Beginn aus fast allen Lagen. 

Bereits nach zwei Minuten knallte Wolfsburgs starker Zugang Jerome Roussillon einen Abpraller aus 30 Metern platziert aufs Tor, so dass Hertha-Keeper Rune Jarstein zur Ecke klären musste. Kurz darauf versuchte es Roussillon erneut mit Wucht. Sein Volley-Geschoss aus 22 Metern traf einen Kameramann hinter dem Berliner Tor unglücklich am Kopf. Nach kurzer Behandlungspause wurde der Mann von Sanitätern aus dem Innenraum geleitet.

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Bilder vom Top-Spiel in der VW-Arena: VfL Wolfsburg gegen Hertha BSC

Erleichterung in den Gesichtern der VfL-Profis. Maxi Arnold herzt Admir Mehmedi nach seinen späten Ausgleichstreffer in der 94. Minute.  Zur Galerie
Erleichterung in den Gesichtern der VfL-Profis. Maxi Arnold herzt Admir Mehmedi nach seinen späten Ausgleichstreffer in der 94. Minute.  ©

Dilrosun profitiert von William-Patzer

Hertha kämpfte sich aber in das Duell herein und nahm etwas die Freude am zügigen Angriffsspiel. Die Gäste blieben selbst indes bis zur Pause ohne Großchance, spielten aber zunehmend besser mit. Auch nach dem Wechsel ließen die Gäste den VfL anrennen, ohne ernste Probleme zu bekommen. Die Führung des jungen Niederländers Dilrosun fiel wie aus dem Nichts. Danach machte es Hertha clever und spielte beeindruckend abgeklärt.

Malli, Duda, Mehmedi: Drei Tore in sieben Minuten

Erst durch eine Videobeweis-Entscheidung kassierten die Gäste doch noch den ersten Gegentreffer in dieser Saison. Maximilian Arnold war an der Strafraumgrenze von Herthas Arne Maier umgestoßen worden und stand dabei ganz knapp auf der Linie, der Elfmeter war somit berechtigt. Schiedsrichter Christian Dingert hatte zuvor lediglich auf Freistoß für Wolfsburg entschieden. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst schoss Duda einen Freistoß in der Nachspielzeit clever unter der Wolfsburger Mauer ins Tor. Doch die Niedersachsen kamen noch einmal zurück. Mehmedi drückte einen Kopfball des Ex-Herthaners Brooks noch über die Linie.

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