29. Mai 2018 / 17:18 Uhr

VfL Wolfsburg: Hunde-Fan Felix Klaus freut sich auf die neue Herausforderung

VfL Wolfsburg: Hunde-Fan Felix Klaus freut sich auf die neue Herausforderung

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kam von Hannover 96: Felix Klaus.
VfL-Neuzugang: Felix Klaus kommt von Hannover 96.
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Bei Hannover 96 hatte er noch einen Vertrag bis 2019, aber dank einer Klausel durfte Felix Klaus die Roten in diesem Sommer verlassen. Ex-VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe wusste das - und stattete den Offensivmann mit einem Vierjahres-Vertrag aus. Jetzt spricht Klaus über die neue Herausforderung beim VfL.

In den nächsten Tagen werden sie zum ersten Mal miteinander sprechen – Felix Klaus, der erste Neuzugang des VfL für die neue Spielzeit, und Bruno Labbadia, der Trainer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Das ist gut so, denn beide kennen sich noch nicht. Als nämlich der Wechsel von Klaus zum VfL im Januar durchsickerte, hieß Wolfsburgs Trainer noch Martin Schmidt, Olaf Rebbe war der Sportdirektor. Mittlerweile haben Labbadia – und ab dem 1. Juli Jörg Schmadtke (als Manager) –  beim VfL das Sagen. Alles anders in Wolfsburg, „aber für mich ist das kein Problem“, betont der Offensivmann, der für 3,5 Millionen Euro Ablöse aus Hannover kommt.

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Natürlich sei es komisch gewesen, als zunächst Schmidt und später auch noch Rebbe den VfL verließen, „weil du nie weißt, ob der neue Trainer Bock auf dich hat. Aber wie gesagt, für mich ist alles okay. Nach drei schönen Jahren in Hannover war es Zeit, mal etwas Neues zu erleben. Daher freue ich mich auf den VfL und Wolfsburg“, so Klaus, der schon ein echter Wolfsburger ist.

Der Flügelspieler hat für seine Freundin Linda, den gemeinsamen Golden Retriever Bronko (hat einen eigenen Instagram-Account: Bronkolino) und sich schon ein Haus in Wolfsburg gefunden. „Wir sind da schon eingezogen, so habe ich nach der Sommerpause keinen Stress mehr“, sagt Klaus, dessen Vertrag beim VfL auch für die 2. Liga gegolten hätte.

In Bildern: Die Karriere von Felix Klaus

Dramatik am letzten Spieltag der Saison 2014/15: Hannover 96 gewinnt gegen den SC Freiburg mit 2:1 und schickt die Breisgauer die zweite Liga. Es ist bereits der zweite Abstieg für Felix Klaus (Mitte) nachdem es ihn bereits zwei Jahre zuvor bereits mir der SpVgg Greuther Fürth erwischt hatte. Zur Galerie
Dramatik am letzten Spieltag der Saison 2014/15: Hannover 96 gewinnt gegen den SC Freiburg mit 2:1 und schickt die Breisgauer die zweite Liga. Es ist bereits der zweite Abstieg für Felix Klaus (Mitte) nachdem es ihn bereits zwei Jahre zuvor bereits mir der SpVgg Greuther Fürth erwischt hatte. ©

Als sein neuer Klub gegen den Abstieg kämpfte, drückte Klaus vorm TV samt Hund die Daumen. Seinen Bronko steckte er kurzerhand in ein VfL-Trikot. Klaus erzählt schmunzelnd: „Ich habe vor dem Spiel gegen die Kölner mal meine Trikotsammlung durchgekramt und habe noch ein Wolfsburger Shirt gefunden, das ich mal von Timm Klose bekommen habe.“ Der VfL gewann sein Saisonfinale gegen Köln mit 4:1 – und Klaus’ Hund trug prompt bei den Relegationsspielen gegen Kiel wieder das Wolfsburger Trikot. „Er war unser Glücksbringer“, sagt der Mann, der  fränkische Bundesliga-Geschichte geschrieben hat: Am 31. August 2012 erzielte er das erste Bundesliga-Tor der SpVgg Greuther Fürth und sorgte mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg beim FC Augsburg gleichzeitig für die ersten Fürther Bundesliga-Punkte.

Jetzt will er dem VfL helfen – nach einer tollen Saison in Hannover. Viele sprechen von seiner besten Serie in der Bundesliga. Vier Tore hat er in Liga und Pokal selbst erzielt, neun vorbereitet. Gute Werte. „Ich habe in dieser Saison viel Selbstvertrauen getankt. Natürlich gibt’s beim VfL große Konkurrenz, aber wenn ich meine Leistung so bringe wie in der vergangenen Saison, wird es schwer, dass da jemand anders spielt“, gibt sich Klaus selbstbewusst.

Von seinen neuen Kollegen kennt er bereits Robin Knoche, Maximilian Arnold und Yunus Malli. Mit Letzterem hatte er schon in der deutschen U-17-Nationalelf zusammengespielt, später spielte Klaus gemeinsam mit dem VfL-Trio in der U 21. Erst danach entschied sich Malli, für die A-Nationalelf der Türkei aufzulaufen. Mit VfL-Winter-Neuzugang Admir Mehmedi kennt er einen weiteren Wolfsburger noch aus gemeinsamen Tagen in Freiburg.


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Was jetzt noch fehlt, ist der Kontakt zu Trainer Labbadia. Auch den kennt Klaus übrigens. „Aber noch nicht persönlich. Als ich in der U 15 bei Greuther Fürth gespielt habe, war er Cheftrainer bei den Männern“, erinnert sich der Offensivmann. „Damals war ich noch zu klein für den Profi-Fußball...“ Jetzt arbeiten beide bald Seite an Seite.