21. Juli 2021 / 16:33 Uhr

Wolfsburg im Trainingslager: Mannschaftsabend und ein entspannter Schmadtke

Wolfsburg im Trainingslager: Mannschaftsabend und ein entspannter Schmadtke

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Mit dem Trainingslager zufrieden, von den Test-Pleiten nicht beeindruckt: Jörg Schmadtke.
Mit dem Trainingslager zufrieden, von den Test-Pleiten nicht beeindruckt: Jörg Schmadtke. © Roland Hermstein
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Freier Nachmittag für die Profis des VfL Wolfsburg - und ein Mannschaftsabend in der Heimat von Arnold Schwarzenegger: So entspannt, wie es zur Halbzeit des Trainingslagers in Österreich beim VfL zugeht, fällt auch das Zwischenfazit des Managers aus.

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Die Profis des VfL Wolfsburg im Trainingslager – das sind schweißtreibende Tage für Kapitän Josuha Guilavogui und Co. Am Mittwochnachmittag durften die Spieler die Füße hochlegen. Trainer Mark van Bommel gab seinen Schützlingen nach einer intensiven Vormittagseinheit mit vielen wettkampfbezogenen Übungen nachmittags frei. Und abends hatten die Spieler dann Ausgang.

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Es ging ins 60 Kilometer entfernte Graz. In der Heimat von Action-Star Arnold Schwarzenegger wurde der Fußball für eine kurze Zeit zur Nebensache, die Spieler hatten für sich ein Restaurant gemietet. Trainer Mark van Bommel und sein Team fuhren nicht mit, die Spieler sollten unter sich bleiben. Und das nach anstrengenden Tagen, in denen van Bommel jeden Tag ein bisschen mehr versucht, seine Idee von Fußball zu übertragen. „Die Spieler kommen zurück, der Fitnesszustand der Mannschaft verbessert sich. Die Spielidee, die aufsetzt, auf das, was wir im letzten Jahr getan haben, erkennt man mehr und mehr im Training – von daher bin ich sehr zufrieden“, sagt Manager Jörg Schmadtke über die Tage in Bad Waltersdorf. Am Mittwoch stieß mit Kevin Mbabu der letzte EM-Fahrer wieder zum Team.

Der VfL Wolfsburg bereitet sich in Bad Waltersdorf/…sterreich auf die neue Saison vor. Zur Galerie
Der VfL Wolfsburg bereitet sich in Bad Waltersdorf/…sterreich auf die neue Saison vor. ©

Schmadtke beobachtet die Dinge ganz genau, der 57-Jährige ist meist einer der ersten auf der Anlage und mit einer der letzten, die die kurze Tour mit dem Fahrrad zurück ins Hotel antreten. Was dem Manager noch gefällt: „Die Stimmung gut, die Mannschaft zeichnet aus, dass sie sehr geschlossen ist. Man wird sehen, wie das dann im Wettkampfbetrieb ist, aber derzeit ist das alles sehr gut.“ Und weil Maxence Lacroix bleibt und Felix Nmecha dazukommt, nimmt auch der Kader immer klarere Formen an.

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Am Samstagabend wird der VfL im Rahmen des Trainingslagers sein vorletztes Testspiel machen, es geht gegen die AS Monaco. Die letzten Spiele waren nicht gut. Einzig gegen Aue (2:1) wurde gewonnen, gegen Rostock (0:3), Kiel (0:1) und Lyon (1:4) wurde verloren. Wird man beim VfL deshalb unruhig? „Nein, überhaupt nicht. Ich muss ehrlich sagen, ich bin ein bisschen erschrocken darüber, welche Bedeutung solche Testspiele in der öffentlichen Wahrnehmung haben“, so Schmadtke entspannt. „Das sind Spiele, in denen der Trainer Dinge austestet. Und wenn ich sehe, wie unsere Aufstellungen gestaltet waren, dann überrascht mich das nicht, dass wir gegen Mannschaften die kurz vor ihrem Ligabetrieb sind, das eine oder andere Problem haben.“ In den Tests gehe es darum, „sich wieder an den Wettkampf zu gewöhnen und nicht um Ergebnisse“. Schmadtke weiter: „Einen Hundert-Meter-Läufer interessieren in einer Vorbereitung die ersten 30 Meter, dann die ersten 60 Meter und später erst die hundert Meter. Wir sind noch nicht bei hundert Meter.“ Aber bei der Generalprobe am 31. Juli gegen Atletico Madrid „wird man ein bisschen mehr sehen“.