15. September 2020 / 16:00 Uhr

VfL Wolfsburg in Albanien: Es geht gegen die Heimat von Steffens Frau!

VfL Wolfsburg in Albanien: Es geht gegen die Heimat von Steffens Frau!

Engelbert Hensel, Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
In der Heimat seiner Frau Qendresa: Renato Steffen spielt mit dem VfL am Donnerstag in Tirana gegen Kukesi.
In der Heimat seiner Frau Qendresa: Renato Steffen spielt mit dem VfL am Donnerstag in Tirana gegen Kukesi. © Boris Baschin
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Am Donnerstag muss der VfL Wolfsburg in der zweiten Quali-Runde der Europa League in Albanien gegen FK Kukesi ran - für Renato Steffen vom Fußball-Bundesligisten wird das eine ganz besondere Partie.

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Das erste Pflichtspiel hat der VfL in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Union Fürstenwalde gemeistert (4:1), bereits am Donnerstag (20 Uhr, live auf Sport1) steht die nächste Aufgabe bevor: In der zweiten Qualifikations-Runde der Europa League muss der Wolfsburger Fußball-Bundesligist in Albaniens Hauptstadt Tirana gegen FK Kukesi ran. Für Flügelspieler Renato Steffen ist dieses Spiel ein ganz besonderes.

"Meine Frau kommt da her, eine Stunde von Kukes entfernt", erklärt Wolfsburgs Nummer 8, der inzwischen seit 15 Monaten verheiratet ist. Im Juni vergangenen Jahres hatten sich Steffen und seine Qendresa im Parkhotel Vitznau in der Schweiz nach knapp vier Jahren Beziehung das Ja-Wort gegeben. "Ihr Lachen, ihre tollpatschige Art und ihr Humor. Ich liebe Qendresa so fest, weil sie auf eine Art genauso tickt wie ich", hatte Steffen damals gegenüber der Schweizer Illustrierten gesagt. Und seine große Liebe entgegnete: "Renato ist großherzig, sieht immer das Gute im Menschen. Seine Augen lassen mich direkt in seine ehrliche Seele blicken."

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Viele der rund 70 Gäste waren damals aus der Heimat der Braut angereist. Und auch am Donnerstag gegen Kukesi hätte Steffen eigentlich Unterstützung erfahren. Aber das Corona-Virus erschwert die Bedingungen. "Meine Frau findet es schade, dass das Spiel ohne Zuschauer stattfindet. Sonst wären ein paar Verwandte von ihr gekommen, und ich hätte 30 Trikots organisiert", so Steffen schmunzelnd. Denn "ihre Cousinen und Tanten wohnen nach wir vor dort". Doch die Gesundheit geht vor, Steffen will kein Risiko eingehen. Denn er weiß: "Der Kosovo und Albanien sind immer noch stark von Corona betroffen."

Gern hätte Steffen die Verwandten seiner Frau wiedergesehen, doch die Pandemie macht es schwierig. "Das tut einem dann auch leid, aber mal schauen, was meine Frau sich noch einfallen lässt", so der VfL-Profi, der selbst schon zweimal in Albanien war. "Ich mag die Mentalität der Menschen dort", sagt der Flügelspieler, der sich um seine eigene Gesundheit vor der Reise ins Risiko-Gebiet keine Sorgen macht: "Für mich ist das nicht so dramatisch. Wir werden da sehr gut organisiert sein, so war es auch in der Ukraine. Als Spieler musst du dich aber selbst auch in die Verantwortung nehmen."

Trotz der schwierigen Bedingungen freut sich Steffen, der gerade erst seinen Vertrag beim VfL vorzeitig bis 2023 verlängert hat, auf die Reise nach Albanien. Für die Wolfsburger geht's am Mittwochmittag vom Braunschweiger Flughafen aus los, am frühen Abend steht dann das Abschlusstraining auf dem Programm. Nach der Partie am Donnerstag geht's dann direkt wieder zurück gen Heimat. "Das wird ein schöner Trip, das ist mal etwas anderes", betont Steffen und fügt hinzu: "Das Wichtigste ist aber, dass wir mit einem Sieg zurückkommen und die nächste Runde erreichen." Dort würde es dann am 24. September gegen den ukrainischen Klub Desna Chernihiv weitergehen.