22. September 2020 / 19:34 Uhr

VfL Wolfsburg in der Europa League: Der nächste Gegner war vor zwei Jahren noch Zweitligist

VfL Wolfsburg in der Europa League: Der nächste Gegner war vor zwei Jahren noch Zweitligist

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Nächste Aufgabe: Der VfL (l. Joao Victor) erwartet Desna Chernihiv.
Nächste Aufgabe: Der VfL (l. Joao Victor) erwartet Desna Chernihiv. © Ismir Doda
Anzeige

Am Donnerstag muss der VfL Wolfsburg in der dritten Quali-Runde der Europa League gegen Desna Chernihiv rein. Ein einfacher Gegner könnte man meinen, aber der ukrainische Klub ist auf dem Vormarsch.

Anzeige

Die zweite Runde der Europa-League-Quali hat der VfL problemlos bei FK Kukesi (4:0) gemeistert, am Donnerstag (20.15 Uhr, live auf Sport1) geht’s gegen Desna Chernihiv weiter. Auf die leichte Schulter nehmen sollte der Wolfsburger Fußball-Bundesligisten den kommenden Gegner trotz seines unbekannten Namens nicht – der ukrainische Klub ist auf dem Weg nach oben, vor zwei Jahren war Desna noch Zweitligist.

Chernihiv dürfte nur den wenigsten Fußball-Kennern ein Begriff sein. Der Verein der knapp 300.000-Einwöhner-Stadt liegt im Norden des Landes, 160 Kilometer Luftlinie entfernt von Tschernobyl, wo sich 1986 die größte Nuklearkatastrophe ereignet hat.

Mehr zum VfL Wolfsburg

Sportlich geht’s für Desna immer weiter bergauf. Dabei war an internationalen Fußball vor gar nicht allzu langer Zeit noch gar nicht zu denken. Denn vor zwei Jahren spielte Chernihiv noch in der zweiten Liga. Doch als Dritter der Persha Liga schaffte die Mannschaft in der Saison 2017/18 den Sprung ins Oberhaus. Nach Platz acht im ersten Jahr dort, gelang den Ukrainern in der abgelaufenen Spielzeit mit Rang vier erstmals die Teilnahme am internationalen Geschäft.

Für Desna ist das Spiel in Wolfsburg das erste in der Europa League, die Gäste steigen erst in dieser Runde in die Quali ein. Doch die Liga läuft bereits wieder – und der kommende VfL-Gegner ist noch ungeschlagen. Zum Auftakt gab’s ein 3:1 gegen Zorya Ligansk, anschließend zwei Unentschieden bei Dynamo Kiew (0:0) und bei Ingulets Petrove (1:1).

Die Ukrainer dürften mit einem guten Gefühl anreisen, um die Stärken des Gegners weiß auch der VfL. „Das ist eine starke, robuste Mannschaft, die sehr kompakt steht“, betont Flügelspieler Joao Victor und ergänzt: „Der Trainer hat gesagt, das Spiel wird ungefähr so wie gegen Olexandrija.“ Die Duelle hat das Team von Coach Oliver Glasner in der Gruppenphase der vergangenen Saison beide gewonnen (3:1, 1:0). Gegen Desna werden die Wolfsburger erneut wenig Zeit und Raum mit dem Ball haben. Daher werden „wir versuchen, den Ball schneller laufen zu lassen. Wir wollen auf jeden Fall weiterkommen.“