07. März 2018 / 18:21 Uhr

VfL Wolfsburg: Itter ist plötzlich wichtiger denn je...

VfL Wolfsburg: Itter ist plötzlich wichtiger denn je...

Pascal Mäkelburg
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zurück im VfL-Team: Auf Gian-Luca Itter (r.) ruhen die Wolfsburger Hoffnungen.
Zurück im VfL-Team: Auf Gian-Luca Itter (r.) ruhen die Wolfsburger Hoffnungen.
Anzeige

Er war drin, wurde gehyped, war plötzlich wieder raus und wurde nicht mehr berücksichtigt. Gian-Luca Itter hat trotz seiner erst 19 Jahre schon einige Gefühlslagen beim VfL erlebt. Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga wird das Wolfsburger Abwehr-Juwel nach Williams Sperre plötzlich wichtiger denn je...

Anzeige

William flog gegen Leverkusen mit Gelb-Rot vom Platz, Yannick Gerhardt und Marcel Tisserand, die in dieser Saison auch schon links verteidigt haben, sind verletzt. Itter ist der einzige etatmäßige Linksverteidiger, den VfL-Trainer Bruno Labbadia noch in der Hinterhand hat. Gestern trainierte er nach seinen muskulären Problemen, wegen denen er das Leverkusen-Spiel verpasste, das erste Mal wieder mit der Mannschaft – und hatte keine Schmerzen mehr. Trotzdem will sich Itter nicht ausruhen: „Dass ich zwangsläufig in der Startelf stehen muss, ist nicht gesagt“, sagte der Youngster bescheiden. Er will in den letzten Einheiten vor dem Gastspiel bei 1899 Hoffenheim „im Training mein Bestes geben. Wie immer. Wenn ich dann am Ende aufgestellt werde, würde ich mich natürlich riesig freuen.“

Anzeige

Itter ist vorsichtig geworden. Kein Wunder. Schließlich erlebte er in der laufenden Saison schon eine Gefühlsachterbahn: Im Oktober hochgelobt nach dem märchenhaften Bundesliga-Debüt beim FC Bayern, als er Weltstar Arjen Robben  abgemeldet hatte. Nach drei weiteren Spielen in der Hinrunde war er plötzlich wieder ganz weit weg von der Mannschaft und wurde in neun Pflichtspielen hintereinander nicht mehr berücksichtigt.  Ein herber Rückschlag, den Itter aber nachvollziehen konnte: „Der damalige Trainer Martin Schmidt hat es mir erklärt. Ich hatte noch zu große körperliche Defizite.“

Für sein Comeback schuftete der Gewinner der goldenen Fritz-Walter-Medaille 2016 (bester Nachwuchsspieler seines Jahrgangs) hart. Im Kraftraum ließ er Schweiß und Schmerzen. „Ich musste ein paar Kilos zulegen“, so der 19-Jährige.



Mittlerweile ist er in einer besseren Verfassung. Und durfte wieder ran in der Bundesliga. Ausgerechnet wieder gegen die Bayern. Wieder gegen Robben und wieder machte er eine gute Partie. Nur ein folgenschwerer Fehler unterlief ihm, als er den Holländer in der Nachspielzeit leicht am Trikot hielt und dieser die Einladung annahm, um einen Elfmeter herauszuholen, der zum 2:1-Endstand für die Bayern führte. „Ich habe mir diese Aktion noch oft angeguckt und Sprüche gedrückt bekommen“, sagte Itter zähneknirschend. „Die Sache ist mittlerwele abgehakt. Wir haben gerade wichtigere Dinge zu lösen, als lange darüber nachzudenken.“

Mehr zum VfL Wolfsburg

Unter dem neuen Trainer Labbadia will sich Itter für weitere Einsätze empfehlen. Wahrscheinlich bekommt er schon am Samstag die Gelegenheit dazu...

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!