01. September 2019 / 19:39 Uhr

Yeboah verlässt den VfL nach Venlo - Ziehl: "Idee, um ihm Spielpraxis zu geben"

Yeboah verlässt den VfL nach Venlo - Ziehl: "Idee, um ihm Spielpraxis zu geben"

Engelbert Hensel und Alexander Flohr
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Soll nach einem Jahr in der Niederlande erstarkt zurückkomen: Wolfsburgs Offensivtalent John Yeboah (rechts).
Soll nach einem Jahr in der Niederlande erstarkt zurückkomen: Wolfsburgs Offensivtalent John Yeboah (rechts). © Boris Baschin
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Das Wolfsburger Offensivtalent John Yeboah wird zum holländischen Erstligisten VVV-Venlo verliehen. U23-Trainer Rüdiger Ziehl meint: "Er hat nicht den Anspruch, ein Jahr in der Regionalliga zu spielen."

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John Yeboah war beim 0:3 (0:1) der Wolfsburger in der Fußball-Regionalliga gegen Hannover 96 II am Sonntagnachmittag schon gar nicht mehr mit dabei. Der Grund: Das große VfL-Talent steht vor einer Leihe. Der Offensivmann soll ein Jahr lang beim holländischen Erstligisten VVV-Venlo Spielpraxis sammeln. In der Vorbereitung hatte der Bundesligist gegen die Niederländer getestet (2:2). Venlo steht aktuell auf Platz zwölf der Eredivisie.

Nach dem Jahr soll der 19-Jährige wieder nach Wolfsburg zurückkehren, die VfL-Verantwortlichen halten große Stücke auf den U20-Nationalspieler, der in seinen ersten vier Spielen in dieser Saison vier Tore erzielt hatte. Seine Offensivspower wird nun fehlen bei der U23. Trainer Rüdiger Ziehl sagte nach der Niederlage gegen die 96er: „Er hat nicht den Anspruch, ein Jahr in der Regionalliga zu spielen. Für ihn und den Verein ist es eine Idee, um ihm Spielpraxis auf höherem Niveau zu geben.“

Regionalliga: VfL Wolfsburg II - Hannover 96 II

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Regionalliga: VfL Wolfsburg II - Hannover 96 II © Boris Baschin
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VfL zeigt nicht sein wahres Gesicht

Ohne Yeboah fehlte den Wolfsburgern im Derby der Reserve-Teams die nötige Durchschlagskraft nach vorn. Nach dem Achtungserfolg am Mittwoch in Lübeck (2:1) hatte Ziehl seine Mannschaft noch gewarnt. „Wir haben angesprochen, dass es eine Kopf-Sache sein wird. Keiner sollte denken, dass es nach dem Highlight in Lübeck schon gegen eine andere U23 laufen wird“, sagte er. Doch genau so kam es. Seine Schützlinge nahmen den Kampf nur bedingt an. „Entscheidend war, dass wir nicht auf der Höhe waren. Mit 90 Prozent von allem funktioniert es nun mal nicht.

Die erste Viertelstunde hatte seine Truppe komplett verschlafen. 96-Spieler Marco Stefandl traf schon früh zur Gäste-Führung (14.). Danach hatte der VfL die Partie besser im Griff – vor allem Kapitän Michele Rizzi und Linksaußen Zakaria Hamadi waren besonders auffällig. Zwingende Torchancen erspielten sich die Wolfsburger allerdings nicht. Ziehl: „Wir haben es zwischen der 15. und 70. Minute eigentlich ganz ordentlich gemacht. Aber das war nicht unser wahres Gesicht.“

Ziehl hat der Einsatz seiner Spieler gefehlt

Besonders bitter wurde es am Ende der Partie. Erst traf Martin Wagner nach einer Ecke per Direktabnahme zum 2:0, dann sah VfL-Mittelfeldmann Dominik Marx, der in den vergangenen Wochen einer der auffälligsten Spielern im Kader war, Gelb-Rot. Zu allem Überfluss erhöhte der eingewechselte 96er Moussa Doumbouya in der Schlussphase auf 3:0. „96 hat mehr Aggressivität und Einsatz gezeigt“, sagte Ziehl. „Genau diese Eigenschaften zeichnen uns sonst aus. Das werden wir ansprechen müssen.“

Für die Wolfsburger war es damit ein gebrauchter Nachmittag. Die Ziehl-Truppe verliert im achten Liga-Spiel zum ersten Mal, kann aber immerhin die Tabellenführung verteidigen.

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