03. April 2022 / 20:11 Uhr

"Müssen uns deutlich mehr wehren": Wolfsburg-Schlappe macht Boss Jörg Schmadtke sauer

"Müssen uns deutlich mehr wehren": Wolfsburg-Schlappe macht Boss Jörg Schmadtke sauer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die schwache Wolfsburg-Leistung macht Manager Jörg Schmadtke sauer.
Die schwache Wolfsburg-Leistung macht Manager Jörg Schmadtke sauer. © Getty Images/IMAGO/Passion2Press
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Der VfL Wolfsburg um Bubi-Aushilfe Vincent Heilmann muss nach einer schwachen Vorstellung beim FC Augsburg wieder um den Klassenerhalt zittern. Geschäftsführer Jörg Schmadtke ist angefressen.

Auf der Pressekonferenz war Jörg Schmadtke beim VfL Wolfsburg eindeutig der Chef. Nach der dritten Niederlage nacheinander in der Bundesliga richtete der Geschäftsführer der "Wölfe" in Abwesenheit des mit dem Coronavirus infizierten Trainers Florian Kohfeldt mahnende Worte an die Mannschaft. "Wir müssen im Abstiegskampf bestehen, wir müssen uns deutlich mehr wehren", forderte Schmadtke, der neben Bubi-Aushilfe Vincent Heilmann beim 0:3 (0:1) gegen den FC Augsburg auch auf der Bank Platz genommen hatte und aus der Coaching-Zone heraus immer wieder antrieb.

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Die Pressekonferenz war aber Chefsache. "Unser Problem heute ist: Wir reisen ohne Cheftrainer an. Das macht natürlich was", erläuterte Schmadtke, der auch die Dialoge mit dem Schiedsrichter während des Spiels übernommen hatte. Der VfL ist zurück im Abstiegsstrudel. Immerhin beträgt der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 noch fünf Punkte.

Die Augsburger von Trainer Markus Weinzierl feierten gegen den VfL um den zweitjüngsten Interimscoach der Bundesliga-Historie dagegen einen "Big Point" im Abstiegskampf. Sie rückten bis auf zwei Zähler an die Wolfsburger heran und können im Nachholspiel am Mittwoch gegen den Mainz 05 sogar an den "Wölfen" vorbeiziehen. "Das war ein verdienter Sieg", bilanzierte Weinzierl. "Es ist aber weiter eng und wohl bis zum Schluss spannend."

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Trainer Kohfeldt bald zurück? Schmadtke: "Glaube, dass das Spiel nicht zur Genesung beiträgt"

Nach nur 49 Sekunden brachte Iago, der sein Tor mit einem Baby-Jubel zelebrierte, die Fuggerstädter vor 23.143 Zuschauern in Führung. Florian Niederlechner (63.) nach Video-Beweis und Mads Pedersen (69.) machten den verdienten Heimsieg perfekt. "Ich wusste ja, dass ich mir den Ball ins Gesicht geschossen hatte", meinte Niederlechner lachend über die Handspiel-Überprüfung und sprach von einem "perfekten Nachmittag".

Das Lachen verging den Wolfsburgern nach Anpfiff schnell – vor allem ihrem Ersatz-Coach: Der ehemalige Trainer Mark van Bommel hatte bei den Wolfsburgern nicht viel hinterlassen – sein Assistent Heilmann durfte aber bleiben. Und da sich Kohfeldt nach einer Corona-Infektion noch nicht freitesten konnte, stand der junge Niederländer mit erst 25 Jahren und 38 Tagen als Verantwortlicher an der Seitenlinie. Jünger war in der Bundesliga nur Bernd Stöber beim 1. FC Saarbrücken mit 24 Jahren in der Saison 1976/77 gewesen. Es wird jedoch wohl vorerst bei diesem einen Spiel bleiben: Kohfeldt soll am Dienstag wieder zur Mannschaft stoßen. "Ich glaube, dass das Spiel nicht zur Genesung beiträgt“, meinte Schmadtke.