16. Dezember 2020 / 22:57 Uhr

VfL Wolfsburg kann Lewandowski-Doppelpack nicht verhindern: Erste Pleite der Saison bei Bayern München

VfL Wolfsburg kann Lewandowski-Doppelpack nicht verhindern: Erste Pleite der Saison bei Bayern München

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
MUNICH, GERMANY - DECEMBER 16: Robert Lewandowski of Bayern Munich and Jerome Roussillon of VfL Wolfsburg battle for the ball  during the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and VfL Wolfsburg at Allianz Arena on December 16, 2020 in Munich, Germany. Sporting stadiums around Germany remain under strict restrictions due to the Coronavirus Pandemic as Government social distancing laws prohibit fans inside venues resulting in games being played behind closed doors. (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)
Robert Lewandowski (l.) machte den Unterschied: Gegen Wolfsburg (r. Jerome Roussillon) knipste der Pole doppelt, drehte damit die Partie für die Bayern. © 2020 Getty Images
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Ein früher Führungstreffer und eine kämpferische Leistung reichten dem VfL Wolfsburg nicht: Bei Bayern München gab's mit 1:2 (1:1) die erste Saisonniederlage. Das Dutzend Spiele ohne Pleite in Serie konnte die Elf von Coach Oliver Glasner damit nicht voll machen.

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Der VfL Wolfsburg hat im Spitzenspiel beim FC Bayern München die erste Niederlage in dieser Bundesliga-Saison kassiert. Trotz einer frühen Führung verloren die Niedersachsen am Mittwochabend noch mit 1:2 (1:1). Spieler des Spiels war wieder einmal der Bayern-Torjäger Robert Lewandowski, der nach dem 0:1 durch Maximilian Philipp (5. Minute) noch zwei Tore schoss (45.+1/50.). Der 32 Jahre alte Pole knackte dabei als erst dritter Spieler der Historie die 250-Tore-Marke in der Fußball-Bundesliga.

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Die bis zum Auftritt in München ungeschlagenen Wolfsburger stellten die Bayern vor eine harte Prüfung. Doch in seinem 332. Bundesliga-Spiel drehte Lewandowski gegen die Mannschaft, gegen die er vor fünf Jahren den Rekord von fünf Toren in neun Minuten aufstellte und öfter als gegen jede andere traf, das Spiel. Mehr Bundesliga-Tore als Lewandowski erzielten nur Gerd Müller (365) und Klaus Fischer (268).

Einzelkritik: Bayern München - VfL Wolfsburg

<b>Koen Casteels</b>: In der ersten Halbzeit nicht oft gefordert, dann aber zur Stelle. Bei beiden Gegentoren machtlos. - Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: In der ersten Halbzeit nicht oft gefordert, dann aber zur Stelle. Bei beiden Gegentoren machtlos. - Note: 3 ©

„Wir haben enorme Qualität in der Offensive, die wollen wir auf den Platz bringen“, sagte Bayern-Trainer Hansi Flick und gab sogleich das Signal. Hinter Torjäger Lewandowski schickte er die vier Offensivstars Leroy Sané, Serge Gnabry, Kingsley Coman und Thomas Müller auf den Platz.

Philipp mit erstem Bundesliga-Tor seit 2018

Sané ließ seine Stärken bei einer frühen Chance auch gleich aufblitzen (5.), im Gegenzug wurden aber auch die Defensivschwächen des pfeilschnellen Nationalspielers deutlich, als er den Ball im eigenen Strafraum verlor. Über Ridle Baku und Kevin Mbabu gelangte der Ball zu Philipp, der sein erstes Bundesliga-Tor seit dem 20. Oktober 2018 erzielte. Damit gerieten die Bayern in der Bundesliga zum sechsten Mal in Serie in Rückstand, was ihnen letztmals unter Jürgen Klinsmann in der Saison 2008/09 passierte.

Die Wolfsburger erwiesen sich im Gegensatz zu vergangenen Gastspielen als unangenehmer Gegner, waren sehr variabel und bei Kontern stets gefährlich. So hätte es in der ersten Halbzeit noch schlimmer kommen können. Ein Schuss von Josip Brekalo ging knapp über das Tor (13.) und bei einem fulminanten Schuss von Philipp rettete gerade noch David Alaba (29.). In diesen Szenen zeigte sich, dass die Bayern-Defensive anfällig ist, auch Niklas Süle agierte auf der Rechtsverteidigerposition nicht so glücklich.

Lewandowski-Doppelpack dreht die Partie

Es gab aber auch gute Münchner Chancen, wenn sie das Tempo erhöhten. Wie etwa in der 17. Minute, als Lewandowski frei vor Koen Casteels auftauchte, den Ball aber nicht richtig traf. Fast schon eine Aktion mit Seltenheitswert des Polen, der sich gegen seinen Lieblingsgegner viel vorgenommen hatte. So war es fast schon selbstverständlich, dass er seine Torquote weiter aufbesserte. Ließ Serge Gnabry noch eine Riesenchance liegen (18.), war es Lewandowski, der sein Team vor einem Pausenrückstand bewahrte. Nach Flanke von Kingsley Coman - derzeit Tor-Vorbereiter vom Dienst - traf der polnische Nationalspieler unbedrängt per Kopf.

Kaum auf dem Platz zurück, drehte Lewandowski wieder auf. Nach einem Diagonalball von Jérôme Boateng tanzte der Stürmer seinen Gegenspieler Maxence Lacroix aus und besorgte die Führung. Dies war bereits Tor Nummer 23 im 20. Duell mit den Wolfsburgern. Nur der legendäre Gerd Müller schoss gegen einen Gegner in der Bundesliga (27 gegen den HSV) noch mehr Tore.

Mit der Führung im Rücken schalteten die Münchner einen Gang runter und wurden nachlässiger. Das hohe Pensum ging schon in den letzten Wochen nicht spurlos an den Bayern vorüber.

dpa