25. Januar 2021 / 16:16 Uhr

Wolfsburg kann sich oben festbeißen: "Die Tabelle ist eng und kompliziert"

Wolfsburg kann sich oben festbeißen: "Die Tabelle ist eng und kompliziert"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Oben ist es eng: VfL-Manager Jörg Schmadtke rechnet noch mit einigen tabellarischen Veränderungen im Laufe der Saison.
Oben ist es eng: VfL-Manager Jörg Schmadtke rechnet noch mit einigen tabellarischen Veränderungen im Laufe der Saison. © DPA
Anzeige

32 Punkte nach 18 Spieltagen – das ist die zweitbeste Zwischenbilanz in der Erstliga-Historie des VfL Wolfsburg, der Fußball-Bundesligist steht in der Tabelle auf Rang vier und kann sich am nächsten Spieltag oben festbeißen.

Anzeige

Der 1:0-Sieg am Samstag in Leverkusen war der Abschluss einer tollen VfL-Woche – zuvor hatte der Wolfsburger Fußball-Bundesligist mit 2:0 in Mainz gewonnen und davor hatte es ein beachtliches 2:2 gegen Top-Team Leipzig gegeben. Der Lohn ist der Sprung auf Platz vier, auf einen Rang, der am Ende für die Champions League reicht. Mit einem Sieg am Sonntag (18 Uhr) gegen den SC Freiburg könnte sich der VfL oben festbeißen, da sich die Konkurrenten Leverkusen (Dritter) und Leipzig (Zweiter) im direkten Duell gegenseitig die Punkte wegnehmen...

Anzeige

Der VfL (32 Punkte) kann sich oben festsetzen - Jörg Schmadtke weiß das, gleichwohl ist er keiner, der das Thema zu hoch hängen möchte, denn dafür seien die Teams in der Tabelle gerade zu dicht beieinander. "Von Platz zwei bis Platz neun, auf dem die Freiburger stehen, ist es dermaßen eng und kompliziert. Da werden sich noch häufig genug die Konstellationen verändern", glaubt der VfL-Manager. "Nach dem 18. Spieltag darüber zu quatschen, was noch alles kommen könnte, ist dummes Zeug. Man muss vorsichtig sein mit aktuellen Einordnungen."

Mehr zum VfL Wolfsburg

Die Bayern marschieren trotz Krise zuletzt vorn weg, aber dahinter gibt's einen spannenden Kampf um die Plätze. Den Zweit- und Drittplatzierten trennen drei Punkte, der Dritt- und Viertplatzierte sind punktgleich, die Teams auf Rang vier und fünf (Gladbach) trennen einen Zähler, zwischen Platz fünf und sechs (Frankfurt) sowie sechs und sieben (Dortmund), sieben und acht (Union Berlin) sowie acht und neun ist ebenfalls nur jeweils ein Punkt Unterschied. Warum ist die Tabelle gerade so eng? "Ich denke, dass die Dinge hinter den Bayern enger zusammenrutschen. Das war letztes Jahr schon so - und es ist dieses Jahr wieder so", vermutet Schmadtke.



Nachdem der VfL es im neuen Jahr mit Dortmund (1:2), Union (2:2), Leipzig (2:2) und Leverkusen es mit vier Teams aus den Top Sechs zu tun bekam, hat er nun mit Freiburg und dem FC Augsburg (Zwölfter) zwei Mannschaften aus dem Tabellen-Mittelfeld vor der Brust - zwei Teams, gegen die er in der Hinrunde nicht hatte gewinnen können - in Freiburg hatte es ein 1:1 gegeben, gegen Augsburg ein 0:0. Diesmal soll es Siege geben, um weiterhin ganz oben mitmischen zu können.

Trotz der tollen Momentaufnahme lehnt sich keiner zu weit aus dem Fenster - Kampfansagen Richtung Champions League sucht man vergebens. Allerdings: "Wir wollen nach Europa. Wenn es die Champions League wird, ist es top, das ist der Traum. Wenn es die Europa League wird, haben wir auch unser Ziel erreicht", sagt Linksverteidiger Paulo Otavio. Trainer Oliver Glasner betont indes lieber, was noch besser werden darf, damit die Wolfsburger bis zum Schluss oben dabei bleiben können. "Im Spiel nach vorn können wir uns noch verbessern, in der eigenen Ballsicherheit und im Kreieren von Tor-Chancen ebenfalls. Da haben wir sicher noch Luft nach oben", sagt der Österreicher.

Sein Team will Platz vier am Sonntag verteidigen - und es damit besser machen als in der Vergangenheit. Denn der VfL war vor diesem Spieltag schon zweimal Vierter in der Tabelle, das war nach dem elften Spieltag und nach dem 13. Spieltag der Fall, aber beide Male wurde hiernach verloren, zunächst bei den Bayern (1:2) und dann in Dortmund (0:2). Otavio glaubt: "Wir haben großes Potenzial, um in den Top Fünf zu bleiben."

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!