16. Februar 2022 / 18:20 Uhr

Wolfsburgs Käpt'n über Kruse: "Ein sehr schlauer Spieler!"

Wolfsburgs Käpt'n über Kruse: "Ein sehr schlauer Spieler!"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Lobt Winter-Neuzugang Max Kruse: Koen Casteels (r.), der Torhüter des VfL Wolfsburg.
Lobt Winter-Neuzugang Max Kruse: Koen Casteels (r.), der Torhüter des VfL Wolfsburg. © (c) Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Der VfL Wolfsburg erwartet am Samstag 1899 Hoffenheim. Das ist der Ex-Verein von VfL-Torhüter Koen Casteels, doch der hat keine großen Verbindungen mehr zur TSG, Max Kruse schon...

Im Fußball kommt es häufiger mal vor, dass ein Spieler gegen einen Klub besonders gern trifft - am Samstag (15.30 Uhr) kommt mit 1899 Hoffenheim so ein Gegner, gegen den ein VfLer besonders oft jubelt: Max Kruse. Der Winter-Neuzugang des Wolfsburger Bundesligisten ist der Hoffenheim-Schreck. Gegen keinen anderen Erstligisten traf Kruse öfter - neunmal netzte er seit Januar 2011 in Duellen mit dem Kraichgau-Klub. Am Samstag soll er diese Bilanz ausbauen, wünscht sich Kapitän Koen Casteels, der den VfL-Rückkehrer lobt: "Er ist ein sehr, sehr schlauer Spieler."

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19 Mal kickte der 33-jährige Kruse bislang im Fußball-Oberhaus gegen Hoffenheim, gegen 1899 gelang ihm auch sein allererster Bundesliga-Treffer, zudem lieferte er neben neun Toren auch noch acht Vorlagen - so viele wie gegen kein anderes Team. Am Samstag beim 2:0 in Frankfurt hatte Kruse mit dem Elfmeter zur Führung erstmals seit seiner Rückkehr zum VfL wieder für die Niedersachsen getroffen. Casteels: "Er weiß ganz genau, wann er das Spiel beruhigen muss und wann man eine Aktion starten kann. Er kann anderen Spielern helfen. Ich kann das schwer beschreiben: Aber irgendwie schafft er es, immer durchzukommen oder an der richtigen Stelle zu stehen. Er weiß ganz genau, was zu tun ist, das hilft uns als Mannschaft."

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Der gern mal polarisierende Stürmer ist vom Typ her der komplette Gegenentwurf zu Casteels, der auf dem Platz viel Ruhe ausstrahlt und neben dem Rasen eher etwas introvertiert ist. Und so ist nur allzu verständlich, dass der belgische Nationalspieler seinen neuen und alten Mitspieler im Internet nicht zwingend verfolgt. Über soziale Netzwerke kommuniziert Kruse mit Fans. Casteels wiederum macht das nicht. Er meinte schmunzelnd: "Ich habe zwei Kinder zu Hause und habe keine Zeit, um auf Twitch und Instagram zu sein." Allerdings: Der Schlussmann wollte das nicht als Kritik verstanden wissen, er erklärte: "Was Spieler außerhalb des Platzes mit ihrem Privatleben machen, ist mir egal. Da mische ich mich nicht ein. Max gibt Gas auf dem Platz - das ist für mich das Wichtigste."

Gut spielen - zusammen mit Kruse und den anderen Neuzugängen Jonas Wind sowie Kevin Paredes ist der VfL zurück in der Erfolgsspur, es wurden zwei Spiele in Folge gewonnen. Das Trio kam völlig unvorbelastet nach Wolfsburg, während Casteels und Co. zuvor elf Pflichtspiele in Folge nicht gewonnen hatten und so in den Abstiegskampf geraten waren. "Wenn man den Verein wechselt, kommt man mit einem positiven Gefühl und viel Energie. Man will sich zeigen - ich denke, es hat uns gutgetan", sagt der Ex-Hoffenheimer vor dem Wiedersehen mit seinem ehemaligen Klub, der zur TSG aber nicht mehr "viele Kontakte" hat und mit sieben Zu-null-Spielen zweitbester Torhüter der Bundesliga ist - hinter dem Mainzer Keeper Robin Zentner (achtmal zu null). Diese Bilanz sei schön, "aber ich hätte vielleicht lieber ein bisschen weniger clean sheets, und dafür mehr Siege, dann hätten wir mehr Punkte".

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Zusammen mit Kruse und Co. will Casteels am Samstag den nächsten Erfolg einfahren. Trotz der beiden Siege in Folge sei jetzt nicht die Zeit für Ansagen. "Wir sollten einfach schauen, dass wir in den nächsten Spielen so viele Siege wie möglich holen." In der Tabelle "ist es einfach eng. Zwei Siege können dich sehr schnell nach oben bringen, mit zwei Niederlagen bist du schnell unten", sagt Casteels und glaubt: "Die nächsten zwei, drei Spiele werden entscheidend sein, in welche Richtung es geht. Wir sind da unten auf jeden Fall noch nicht raus."

Dass der VfL am Samstag erstmals wieder bis zu 10.000 Fans begrüßen kann, freut den Schlussmann. "In Frankfurt war es ja auch schon so, da waren auch 10.000. Da war wieder Stimmung im Stadion, da freut man sich als Spieler", sagt der 29-Jährige. In Frankfurt gab es mehr Pfiffe als Unterstützung. Aber selbst das genoss er. Dass am Samstag nicht mehr wie zuletzt 500, sondern bis zu 10.000 kommen dürfen, "ist schon echt sein sehr großer Unterschied".

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