04. Mai 2019 / 18:29 Uhr

VfL Wolfsburg: Klaus' Tor-Premiere gegen den Lieblingsklub seines Opas

VfL Wolfsburg: Klaus' Tor-Premiere gegen den Lieblingsklub seines Opas

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Felix Klaus traf zum ersten Mal für den VfL Wolfsburg.
Felix Klaus traf zum ersten Mal für den VfL Wolfsburg. © imago images / regios24
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Erst musste er lange auf seinen ersten Einsatz warten, dann auf sein erstes Tor. Am Samstag beim 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg war es so weit: Felix Klaus traf zum ersten Mal für den VfL Wolfsburg in der Bundesliga.

Das 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg bringt den VfL Wolfsburg dem internationalen Geschäft ein großes Stück näher. Brustlöser in einem zunächst wenig berauschenden Spiel war der Abstauber von Felix Klaus zum 1:0. Der Ex-Hannoveraner war zur Stelle, nachdem Admir Mehmedi nach einem Katastrophen-Rückpass von Sebastin Kerk aufgepasst und den Ball gegen FCN-Torwart Christian Mathenia weggespitzelt hatte. Klaus musste das Spielgerät nur noch ins leere Tor schieben.

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Labbadia freut sich für Klaus

Vor der Saison war Klaus von Hannover 96 zum VfL Wolfsburg gewechselt, eine Bauchmuskelverletzung bremste ihn dann aber schnell aus, in der gesamten Hinrunde blieb er ohne Einsatz. Über Einwechslungen arbeitete sich der Blondschopf an die erste Elf ran, stand gegen Nürnberg zum vierten Mal von Beginn an in der Bundesliga für den VfL auf dem Feld. Trainer Bruno Labbadia: "Schön, dass Felix jetzt getroffen hat, das hat er sich echt in den letzten Wochen verdient."

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Pavao Pervan: Hatte nicht viel zu tun, aber wenn er gebraucht wurde wie bei der Chance von Sebastian Kerk oder dem Schuss von Mikael Ishak war der Vertreter des verletzten Koen Casteels zur Stelle. Note: 3 Zur Galerie
Pavao Pervan: Hatte nicht viel zu tun, aber wenn er gebraucht wurde wie bei der Chance von Sebastian Kerk oder dem Schuss von Mikael Ishak war der Vertreter des verletzten Koen Casteels zur Stelle. Note: 3 ©

"Mit meinem Opa telefoniere ich nach jedem Spiel"

Dass seine Torpremiere ausgerechnet gegen Nürnberg gelang, dürfte familienintern für ein paar Sticheleien sorgen. Papa Fred Klaus begann seine Profi-Karriere beim FCN, Opa Gerhard ist großer Club-Fan, Felix Klaus selbst wuchs im Frankenland auf und will dort auch nach der Karriere sesshaft werden. "Mit meinem Opa telefoniere ich nach jedem Spiel", so Klaus nach dem Abpfiff. "Ich werde ihn dann gleich aus dem Auto mal anrufen." Um sich einen familiären Rüffel für das Tor gegen die jetzt fast sicher abgestiegenen Nürnberger abzuholen? "Das ist mir egal", so der 27-Jährige lachend, "mein Opa ist ja auch ein großer Fan von mir, schaut sich alle unsere Spiele an."

Bilder zum Spiel: VfL Wolfsburg - 1. FC Nürnberg

Nürnbergs Lukas Mühl hat eine Kopfballchance. Zur Galerie
Nürnbergs Lukas Mühl hat eine Kopfballchance. ©

Klaus hatte eine Vorahnung

Das Tor, das gab Klaus zu, "war eines meiner leichteren", ein großer Anteil gebühre Vorbereiter Mehmedi. "Wir haben perfekt gepresst", so Klaus, "Admir ist sensationell durchgelaufen, dann musste ich ihn nur noch reinschieben." Dass es diesmal mit der Torpremiere klappen könnte, hatte Klaus schon vorher im Gefühl. "Ich habe noch zu Wout Weghorst gesagt, dass ich gegen Nürnberg eigentlich ganz gern treffe."

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Zweimal war ihm das in der Vergangenheit schon gelungen, in der Saison 2013/14 für den SC Freiburg. Auch nicht ganz unwichtig: Klaus hat auch mal für den Nürnberger Nachbarn und Erzrivalen Fürth gespielt. "Und meine Fürther Freunde werden sich gewiss über das Tor gefreut haben." Und sowieso sei "das erste Tor für einen Verein immer auch eine Erlösung."

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Ein Kreis schließt sich

Und wo wir gerade bei Klaus' Familiengeschichte sind: Papa Fred war dabei, als für den VfL Wolfsburg vor knapp 27 Jahren die Profi-Neuzeit begann. Denn erster Zweitliga-Gastgeber des VfL nach dem Aufstieg 1992 war der VfL Osnabrück, für den Fred Klaus damals stürmte. Klaus' Ehefrau Gitti war am Tag des Spiels (das Wolfsburg 5:3 gewann) hochschwanger - mit Söhnchen Felix, der im September 1992 in Osnabrück zur Welt kam.

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