03. März 2019 / 07:40 Uhr

VfL Wolfsburg: Kleine Labbadia-Stichelei gegen Schmadtke

VfL Wolfsburg: Kleine Labbadia-Stichelei gegen Schmadtke

Andreas Pahlmann und Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jörg Schmadtke (l) und Bruno Labbadia
Jörg Schmadtke (l) und Bruno Labbadia © Boris Baschin
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Die Diskussion um die Zukunft von Trainer Bruno Labbadia beeindruckt den VfL Wolfsburg offenbar nicht. Gegen Werder Bremen gab es dennoch nur ein 1:1 - und danach eine kleine Stichelei von Trainer Richtung Manager Jörg Schmadtke.

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Auch wenn es keinen Sieg gab: Der VfL hat gestern Abend gezeigt, dass er sich von der Diskussion um Bruno Labbadia ganz offenbar nicht beeindrucken lässt. Eine läuferisch und taktisch gute Leistung führte zu einem 1:1 (0:0) gegen Werder Bremen. John Anthony Brooks hatte für die Führung gesorgt, der Ex-VfLer Max Kruse vor 28.200 Zuschauern für den Ausgleich.

Der VfL fällt damit auf Rang sieben zurück, Frankfurt und Leverkusen zogen vorbei. Damit liegen die Wolfsburger allerdings immer noch deutlich im Soll – und das führt nach wie vor dazu, dass sich die Verantwortlichen fragen lassen müssen, warum um alles in der Welt denn der Trainer womöglich wackelt. Dessen Vertrag läuft am Saisonende aus, über eine Verlängerung wurde noch nicht geredet.

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Koen Casteels: War in der ersten Hälfte weitestgehend beschäftigungslos. Von Werder kaum geprüft, wenige Ballkontakte. Ließ sich zur Halbzeit wegen Problemen mit der Sicht auswechseln. Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: War in der ersten Hälfte weitestgehend beschäftigungslos. Von Werder kaum geprüft, wenige Ballkontakte. Ließ sich zur Halbzeit wegen Problemen mit der Sicht auswechseln. Note: 3 ©
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Schon vor dem Spiel gegen Werder mussten sich Manager Jörg Schmadtke und Labbadia vor dem Sky-Mikro äußern. Der Eindruck, dass es im Sommer zur Trennung kommen wird, verfestigte sich dabei wie man den Statements nach dem Spiel. Wie die ganze Sache ausgehe, so Labbadia, könne er „noch nicht sagen, weil ich mir selbst noch Gedanken mache“. Dass er allerdings eine mögliche Trennung schon einmal bewertet, lässt tief blicken: „Wenn es auseinder geht, dann gehen wir top auseinander...“

Und bis dahin, so scheint das Motto zu sein, geht man top miteinander um – von einer kleinen Labbadia-Spitze mal abgesehen. Manchmal stimme die Chemie einfach nicht – dieser eher allgemein gemeinte Satz von Jörg Schmadtke über das Verhältnis von Manager zu Trainer hatte in der vergangenen Woche die Diskussion um die Zukunft von Labbadia weiter befeuert. Labbadia konterte Schmadtkes Chemie-Satz bei Sky mit einer kleinen Spitze – ohne ihn ausdrücklich zu nennen. Man müsse, so der Trainer angesichts der offenen Vertrags-Lage für die kommende Saison, eben „damit leben, dass Dinge reingetragen werden – teilweise haben wir das auch selbst gemacht...“

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Wolfsburgs Wout Weghorst hat freie Bahn, der Bremer Sebastian Langkamp ist ins Stolpern gekommen. Zur Galerie
Wolfsburgs Wout Weghorst hat freie Bahn, der Bremer Sebastian Langkamp ist ins Stolpern gekommen. ©

Schmadtke betonte derweil, dass er mit Labbadia in einem guten Austausch sei, das private Binnenverhältnis spielt da keine Rolle für die tägliche Arbeit“. Man sei auch „diese Woche ganz normal miteinander umgegangen“. Und der Trainer selbst wies darauf hin, dass es sein eigener Wunsch war, erst spät über einen neuen Vertrag zu sprechen – und dass jetzt für den kommenden Sommer „der VfL Wolfsburg, eine Weltreise mit der Familie oder eine Station irgendwoanders“ als Perspektive möglich sind, sei „ein schönes Gefühl“.

Für die Spieler ist das Zukunftsmusik. „Dafür sind andere Leute verantwortlich“, so Admir Mehmedi. „Wir machen unser Ding als Mannschaft, versuchen guten Fußball zu spielen.“ Das klappte gegen Bremen über weite Strecken, auch wenn kein Sieg dabei heraussprang. Und Kapitän Josuha Guilavogui fasst die Lage so zusammen: „Wir haben unsere Leistung gebracht. Wir wollen etwas erreichen, das ist gut für ihn, das ist gut für uns. Aber wir müssen weiter stabil bleiben, dann spielen wir eine gute Saison – und der Trainer hat seinen Anteil daran.“

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