20. August 2018 / 16:32 Uhr

VfL Wolfsburg: Knoches Zeit ist gekommen – was wird aus Bruma?

VfL Wolfsburg: Knoches Zeit ist gekommen – was wird aus Bruma?

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der neue VfL-Abwehrchef: Robin Knoche.
Der neue VfL-Abwehrchef: Robin Knoche. © Boris Baschin
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In seiner achten Bundesligasaison nimmt Robin Knoche die Rolle des Abwehrchefs beim VfL Wolfsburg ein: sportlich, aber auch in Sachen Verantwortung. Innenverteidiger-Rivale Jeffrey Bruma weiß derweil nichts von einem Interesse von Celtic Glasgow.

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Auf jeweils über 100 Ballkontakte kamen John Anthony Brooks (121) und Robin Knoche (114) im ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal bei der SV Elversberg, weit vor allen anderen Wolfsburger Spielern. Das Duo hat sich in der Innenverteidigung vorerst durchgesetzt, findet sich nun in jeweils neuer Rolle wieder. Brooks, der in der Vorsaison lange ausgefallen war: als endlich fitter Stammspieler. Und Knoche: sogar als neuer Abwehrchef. Auch wenn der 26-Jährige in seine achte Bundesligasaison geht, hatte es das bislang noch nicht gegeben beim VfL. Jetzt scheint seine Zeit gekommen zu sein.

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Das Eigengewächs, inzwischen dienstältester Spieler im Kader, war in den letzten Jahren stets fester Bestandteil der Innenverteidigung beim VfL Wolfsburg gewesen, keine Frage. Aber eben nicht in der ersten Reihe, in vorderster Position, selbst als er 2014 mal für die Nationalmannschaft berufen wurde. Dafür waren andere, externe Profis verpflichtet worden. Mit einem größeren Namen? Mit etwas mehr Glanz? Wie auch immer, Knoche fügte sich jedenfalls meistens artig in diese Denkweise des Vereins. Doch wenn es aber drauf ankam, dann war er meistens doch oft gefragt – und noch immer auf ihn Verlass. Man erinnere sich nur mal drei Monate zurück an einen lauen Maiabend in Kiel...

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War alles mal. Also, das mit dem Verlass gilt freilich immer noch für den Mann, der mit einem formidablen Kopfballspiel, geschickter Zweikampfführung und sicherem Aufbauspiel punktet. Aber nun geht diese Rolle auch über das Sportliche hinaus. Das sieht er selbst so, wenn er sagt, dass er Verantwortung übernehmen will. Das sieht Trainer Bruno Labbadia so, der auf ihn setzt. Das sehen aber vor allem auch seine Mitspieler so, die ihn erst kürzlich in den Mannschaftsrat gewählt haben.



"Wir brauchen jeden einzelnen Spieler im Kader"

„Das ist definitiv eine schöne Aufgabe. Und ein Zeichen, dass man auch innerhalb der Mannschaft Vertrauen genießt“, erklärt Knoche. Auch dass er nun endlich seinen unangefochtenen Stammplatz hat, "freut mich persönlich, aber das will jeder andere ja auch und genau das muss auch der Anspruch jedes einzelnen sein“, sagt er – und nimmt die aktuellen Ergänzungsspieler noch mal explizit in die Pflicht. „Es ist eine Momentaufnahme, wir brauchen jeden einzelnen Spieler im Kader. Da kann ich auch nur dran appellieren, dass jeder im Training Gas geben und sich aufdrängen soll – nur dadurch werden wir besser.“ Knoche weiß das – auch aus Erfahrung.

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Die Fans des VfL Wolfsburg mit einer Choreo vor der Partie. Zur Galerie
Die Fans des VfL Wolfsburg mit einer Choreo vor der Partie. ©

Gemeint sind damit unter anderem seine beiden Innenverteidiger-Rivalen Felix Uduokhai, der in Elversberg auf der Bank saß, und Jeffrey Bruma, der es nicht in den Kader geschafft hatte. Gerüchte, wonach der Niederländer mit Celtic Glasgow verhandelt habe, wies er übrigens zurück. „Ich habe davon gelesen, aber mit mir hat keiner gesprochen, mit meinem Berater auch nicht.“ Und auch wenn er weiterhin ein Kandidat für einen Abgang ist, sagt Bruma: „Ich bin beim VfL unter Vertrag – ich will nicht so viel reden.“

"Die Plätze sind heiß umkämpft"

Für Uduokhai sprach laut Coach Labbadia, dass er als Innen- und Linksverteidiger spielen kann. Allgemein tobt der Konkurrenzkampf kurz vor Saisonstart. Labbadia: „Die Plätze sind heiß umkämpft. Das wollen wir auch so, das ist wichtig. Entscheidend ist, dass Spieler wie Jeff weiter Druck machen, dann werden sie ihre Chance bekommen.“

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