11. Dezember 2019 / 11:08 Uhr

Vor heißem Endspurt: VfL-Manager Jörg Schmadtke erwartet, "dass wir uns wehren"

Vor heißem Endspurt: VfL-Manager Jörg Schmadtke erwartet, "dass wir uns wehren"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburgs Manager Jörg Schmadtke (eingeklinkt) erwartet, dass die Spieler des VfL sich mehr wehren als zuletzt.
Wolfsburgs Manager Jörg Schmadtke (eingeklinkt) erwartet, dass die Spieler des VfL sich mehr wehren als zuletzt. © Roland Hermstein/imago images
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Die Auftritte des VfL Wolfsburg haben zuletzt keinen Spaß mehr gemacht. Oliver Glasner hat dafür deutliche Worte an seine Spieler gerichtet. Manager Jörg Schmadtke sieht es ähnlich und erläutert die Kritik des Trainers. Er ist sich aber auch sicher, "dass wir das wieder hinbekommen".

Noch vier Spiele, dann geht‘s in die Winterpause – eine, in der der VfL zumindest auf eine erfolgreiche erste Jahreshälfte (Platz sechs, Erreichen der Europa League) zurückblicken darf. Ob die zweite Jahreshälfte in der Fußball-Bundesliga ebenfalls ein Erfolg wird, ist nach vier Niederlagen in den vergangenen fünf Ligaspielen und der heftigen Spielerkritik von Trainer Oliver Glasner nach dem 0:1 in Freiburg ungewiss.

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So holt der VfL keinen Punkt mehr

Klar ist: Spielt der VfL weiterhin so harmlos wie am vergangenen Samstag im Breisgau, holt er in den Spielen gegen Gladbach (Tabellenführer), gegen Schalke (Fünfter) und den zuletzt zweimal in Folge sieglosen Meister Bayern keinen Punkt mehr in diesem Jahr.

Aber so weit ist es längst noch nicht, zunächst einmal geht‘s am Donnerstag (21 Uhr) in der Europa League im letzten Gruppenspiel gegen die AS St. Etienne. Der VfL hat sich schon für die K.-o.-Runde qualifiziert, so dass Glasner gegen die Franzosen Spielern eine Chance gibt, die zuletzt verletzt waren (Daniel Ginczek, Xaver Schlager) oder nicht viel Spielzeit bekommen hatten (Yannick Gerhardt, Kevin Mbabu, Elvis Rexhbecaj, Lukas Nmecha).

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So sah es am Montag im Training aus, am Dienstag wurde kurzerhand geheim geübt. Heißt: Wie die Spieler mit Glasners Kritik („Vielleicht sind einige noch in der letzten Saison hängengeblieben. 80 Prozent vom Kader sind vor zwei Jahren fast abgestiegen. Man muss sich jedes Jahr aufs Neue beweisen. Der eine oder andere ist nicht bereit, etwas nachzusetzen“) umgehen, zeigt sich erst am Sonntag gegen Gladbach.

Verantwortliche erwarten Reaktion

Glasner erwartet da eine Reaktion, Manager Jörg Schmadtke, der nach der Niederlage in Freiburg nicht mit Kritik gespart hatte, ebenfalls. Schmadtke blickt nicht nur auf die Gladbach-Partie, sondern auch auf die Duelle mit Schalke und den Bayern.

„Ich erwarte in den drei Spielen, die alle eine besondere Herausforderung darstellen, dass wir uns wehren und aktiv unser Spiel vorantreiben.“ Und: „Ich glaube, dass wir in ein paar Geschichten mehr Punch brauchen und dass wir ein bisschen zielstrebiger werden müssen. Das erwarte ich von der Mannschaft und glaube, dass das auch kommen wird.“


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Bilder der Weihnachtsfeier des VfL Wolfsburg. ©

Eine Krisensitzung mit dem Team oder Einzelgespräche mit Führungsspielern („Ich sehe aktuell keine Veranlassung, zum Team zu sprechen“) werde es nicht geben, betont der VfL-Manager und spricht über die Kritik des Trainers an den Spielern: „Ich finde es durchaus legitim, dass ein Trainer auch mal öffentlich bestimmte Dinge anspricht, weil dann jedem Spieler klar wird, jetzt wird ein bisschen genauer hingeschaut – nicht nur intern, sondern auch von außen. Das kann helfen.“

"Wir bekommen das wieder hin"

Warum der eine oder andere VfLer in den vergangenen Wochen so schwach gespielt hatte und ganz weit weg von der Leistung aus der guten Vorsaison war, „dafür gibt es unterschiedliche Gründe, aber die möchte ich nicht öffentlich erläutern“, so der 55-Jährige vor dem Endspurt des Jahres.

Spiele, in denen er sich ein Auftreten wie etwa beim 2:3 gegen Bremen wünscht, „denn das war trotz unserer Niederlage gut“, sagt Schmadtke, der die Situation der Wolfsburger durchaus kritisch sieht, aber gleichwohl sagt: „Ich glaube, dass wir das wieder hinbekommen – das ist meine feste Überzeugung.“