24. August 2018 / 14:01 Uhr

VfL Wolfsburg: Labbadia mag seinen "kleinen Vogel" William

VfL Wolfsburg: Labbadia mag seinen "kleinen Vogel" William

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Er ist jemand, der den Schalk im Nacken: VfL-Trainer Bruno Labbadia über William.
"Er ist jemand, der den Schalk im Nacken": VfL-Trainer Bruno Labbadia über William. © Roland Hermstein
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Der Brasilianer des VfL Wolfsburg ist ein Profi, "der den Schalk im Nacken" hat: William kommt in der Mannschaft und bei Trainer Bruno Labbadia nicht nur gut an – er hat auch erst mal seinen Stammplatz sicher: wohlgemerkt als Rechts-, nicht als Linksverteidiger.

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Schon in der abgelaufenen Saison war die Linksverteidigung so etwas wie die Problemposition des VfL Wolfsburg. Abhilfe schaffte da oftmals jemand, der eigentlich als Rechtsverteidiger verpflichtet worden war: William. Doch als der Posten – bis zur Verpflichtung von Jerome Roussillon – nun über weite Strecken der Vorbereitung erneut vakant war, kam der Brasilianer nicht mehr dafür in Frage. Der 23-Jährige hat inzwischen einen anderen Platz (hinten rechts) in der Mannschaft eingenommen – durch Leistung, aber auch mit seiner lustigen Art.

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Der Spaßvogel kommt gut an in Wolfsburg, sowohl bei seinen Teamkollegen – als auch beim Trainer. „William ist mein kleiner Vogel, ich mag ihn sehr gern“, zeigt sich Bruno Labbadia angetan, macht schmunzelnd aber gleichzeitig deutlich, dass diese Art mit Vorsicht zu genießen sei: „Bei ihm muss man immer aufpassen, dass er nicht etwas anstellt, er ist jemand, der den Schalk im Nacken hat, er ist einfach witzig.“ Dass sein Deutsch nach einer Saison beim VfL noch nicht vollumfänglich einsatzfähig ist, macht nichts. „Er schafft es, mit allen zu kommunizieren, mit Händen und Füßen“, so Labbadia.

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Diese Mentalität aus Spaßvogel und Schlitzohr spiegelt sich oft auch in seiner Leistung auf dem Platz wider. Da versucht er es gern auch mal mit einem Dribbling, da darf es gern auch mal etwas riskant sein. Ein bisschen erinnert er dabei manchmal an Landsmann Rafinha vom FC Bayern, der wie er und trotz allem Spaß, aber auch aggressiv in Zweikämpfe zu gehen weiß – und damit ein für den Gegner unbequemen Spieler darstellt. „Er ist sehr quirlig“, sagt Labbadia, der ihm neben einer ordentlichen Debüt-Saison („Er hat es im Abstiegskampf auf der linken Seite sehr gut gemacht“) auch eine rosige Zukunft attestiert: „Er hat ein gutes Potenzial, aber ich sehe auch noch viel Luft bei ihm. Ich bin froh, dass er in unserer Mannschaft ist, er macht eine positive Entwicklung.“

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Dass er sich nun auf seiner Stammposition durchgesetzt hat, ist dabei die nächste Auszeichnung – aber nicht zwingend wichtig. Es spielt dort, wo ihn der Trainer aufstellt, das hat er schon öfter betont. Und auch Labbadia hat das schon mitbekommen, wenn er lachend meint: „William ist es nur wichtig, dass er spielt, er hat den Spielbetrieb in allen Bereichen in sich drin."


"Verhaegh wird uns noch helfen"

Durchgesetzt hat sich William gegen Paul Verhaegh. Der 34-Jährige bekam von Labbadia trotzdem Lob – und nimmt als Mannschaftsratmitglied auch weiterhin eine gewichtige Rolle ein. "Paul ist ein top Mensch, aber auch ein guter Spieler, der vor allem eines im Sinn hat: den Erfolg der Mannschaft. Ich bin froh, dass er bei uns im Team ist, er wird uns in der Saison noch helfen, weil er viel Erfahrung hat, weil er eine gute Ansprache an die Mitspieler hat und in jedem Training Vollgas gibt“, erläutert der Coach: „Es ist eine gute Konstellation, die wir da haben."