11. Februar 2019 / 10:31 Uhr

"Wissen, wo wir herkommen": Labbadia nimmt den "Rückschlag" in der Tabelle gelassen

"Wissen, wo wir herkommen": Labbadia nimmt den "Rückschlag" in der Tabelle gelassen

Tim Lüddecke
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Drei Mal jubelte der VfL Wolfsburg, vier Mal der SC Freiburg. Beim vierten Mal umsonst, weil das 4:3 nicht zählte. Der Punkt ist mit dreimaliger Führung schwer hinzunehmen, Labbadia ordnet aber die Situation realistisch ein.
Drei Mal jubelte der VfL Wolfsburg, vier Mal der SC Freiburg. Beim vierten Mal umsonst, weil das 4:3 nicht zählte. Der Punkt ist mit dreimaliger Führung schwer hinzunehmen, Labbadia ordnet aber die Situation realistisch ein. © dpa/Montage
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Ein komisches Gefühl blieb, als der Schlusspfiff im Schwarzwald-Stadion ertönte. Der SC Freiburg schoss ein irreguläres 4:3 (wurde aberkannt), nach dem der VfL Wolfsburg drei Mal führte. Trainer Bruno Labbadia kann mit dem Zähler aber leben, weil er eine große Entwicklung sieht, die auch sein Pendant Christian Streich abnickte.

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Als die Frage kam, ob dieses 3:3 in Freiburg denn nun ein Rückschlag für den VfL Wolfsburg im Kampf um die europäischen Platz gewesen ist, guckte Trainer Bruno Labbadia erst mal schmunzelnd nach rechts: „Christian, was sagst du dazu?“ Freiburgs Trainer Streich hatte zuvor gerade über die Entwicklung des VfL vom Fast-Absteiger zur „tollen Mannschaft“ doziert.

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Im "Rekordtempo" entwickelt

Labbadia knüpfte daran an: „Wir sind da sehr realistisch, was alles da dahinter steckt. Fußballerisch haben wir Quantensprünge gemacht in den letzten Monaten“, führte der Coach aus: „Wir haben in Rekordtempo Dinge umsetzen können, die nicht zu erwarten waren. Aber man sollte da immer noch mit einer gewissen Demut rangehen, weil wir nicht nur mit einem Bein in der 2. Liga waren.“ Von daher sei das Unentschieden gewiss nicht als Rückschlag einzuordnen.

Die Stimmen zum 3:3-Remis des VfL Wolfsburg beim SC Freiburg:

Wout Weghorst: Die Enttäuschung überwiegt. Wenn du 3:2 in Führung gehst und nur noch wenige Minuten zu spielen sind, dann ist es schade, dass man die drei Punkte nicht mitnehmen kann.  Zur Galerie
Wout Weghorst: "Die Enttäuschung überwiegt. Wenn du 3:2 in Führung gehst und nur noch wenige Minuten zu spielen sind, dann ist es schade, dass man die drei Punkte nicht mitnehmen kann."  ©
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Streichs Zuspruch - Labbadias Reflexion

Es wäre überheblich zu denken, dass der VfL den SC Freiburg mal eben im Vorbeigehen abserviert. „Aber was wir sagen können, ist, dass wir berechtigt da stehen, weil wir jeden Punkt hochverdient geholt haben“, so Labbadia. Streich nickte anerkennend.

Die Wolfsburger hätten bislang – bis auf die Partie im DFB-Pokal in Leipzig – alle Spiele in der Rückrunde ausgeglichen gestaltet. Und der Auftritt in Freiburg „war definitiv besser als in Leipzig. Es gab nur ganz wenige Phasen, in denen wir das Spiel nicht im Griff hatten“, so Labbadia, „aber wir wissen, wo wir herkommen, was wir noch lernen müssen. Da sind uns noch viele Mannschaften weit voraus.“

Das gilt auch für den Kampf um die europäischen Plätze. Allerdings: Als Siebter bleibt der VfL nach wie vor in diesem Dunstkreis.

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